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Schulstart mit Corona

„Es gibt Erleichterungen“: Gymnasium Wasserburg will soweit wie möglich zur Normalität zurück

Zum Schulstart nach wie vor ein wichtiges „Unterrichtsmaterial“: der Selbsttest. Verena Grillhösl, Leiterin des Luitpold-Gymnasiums Wasserburg, hat einen guten Vorrat angesdhafft.
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Zum Schulstart nach wie vor ein wichtiges „Unterrichtsmaterial“: der Selbsttest. Verena Grillhösl, Leiterin des Luitpold-Gymnasiums Wasserburg, hat einen guten Vorrat angesdhafft.
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
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Erst am Donnerstagabend kamen die ungeduldig erwarteten Nachrichten aus dem Kultusministerium zum Unterrichtsstart an den weiterführenden Schulen. Verena Grillhösl, Leiterin des Luitpold-Gymnasiums Wasserburg, ist zufrieden: „Es gibt Erleichterungen – unter Einhaltung der gebotenen Vorsicht“.

Wasserburg –Grillhösl hätte sich auch für die weiterführenden Schulen die Einführung der sogenannten Pooltests gewünscht. Dabei lutschen Kinder 30 Sekunden lang an einem PCR-Lolli, alle einer Klasse werden in einem Sammelbehälter analysiert. Erst wenn dabei Alarm ausgelöst wird, werden die Einzelproben bewertet.

Diese Pooltests sind jedoch nur für die Grundschüler vorgesehen. Ab der fünften Klasse heißt es drei Mal in der Woche zum Test – montags, mittwochs, freitags. Das ist jetzt Pflicht, die drei Testungen pro Woche waren vor den Sommerferien noch eine Empfehlung (zwei waren damals verpflichtend).

Kein neuer Testrhythmus

Das LGW hatte jedoch schon vor den Ferien auf drei Nasenabstriche pro Woche gesetzt. Die Gymnasiasten müssen sich also vom Testrhythmus her nicht umgewöhnen, berichtet Grillhösl. Was sie freut: Schülerinnen und Schüler, die geimpft oder genesen sind, müssen nicht mehr zum Test.

Schlägt einer positiv aus, wird außerdem nach ihren Angaben nicht mehr die gesamte Klasse in Quarantäne geschickt, sondern nur noch die engen Kontaktpersonen – die oder der Tischnachbar beispielsweise.

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Bisher hatte das Gymnasium nur einen positiven Fall bei den Selbsttests vor dem Unterricht entdeckt, ist also sehr gut durch die Pandemie gekommen. Grillhösl findet es jedoch angesichts steigender Inzidenzen, auch ausgelöst durch Reiserückkehrer, angemessen, dass bis Oktober noch eine strenge Maskenpflicht im Schulhaus herrscht. Doch auch hier gebe es eine Lockerung: Draußen auf dem Pausenhof sei die Maske nicht länger notwendig. Und drinnen reiche eine medizinische Maske, eine FFP-2-Mund-Nasen-Abdeckung sei nicht mehr notwendig.

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Eigene Impfangebote will das LGW den Jugendlichen nicht unterbreiten. Das könne als Druckausübung interpretiert werden, findet Grillhösl. Trotzdem hofft sie, dass sich möglichst viele junge Erwachsene, Eltern und Lehrer impfen lassen haben. „Das ist ein Akt der Solidarität“, ist sie überzeugt. Im Kollegium sei die Impfrate sehr hoch, es gebe nur „ganz wenige Lehrkräfte“, die nicht geimpft seien. Auch die Lehrerinnen und Lehrer müssen sich drei Mal in der Woche testen, wenn sie nicht geimpft oder genesen sind. Schnelltests müssen auch bei den Jugendlichen nicht unbedingt in der Schule durchgeführt werden, sie können auch extern stattfinden, ebenso wie PCR-Tests. Doch Schüler müssen dann einen Nachweis über die medizinische Aufsicht erbringen.

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Es gibt auch am LGW Eltern, die Tests oder Masken ihren Kindern nicht zumuten wollen und diese vom Unterricht abmelden. Einige wenige haben dies schon vor den Sommerferien getan. In Ausnahmefällen könne ein Kind vom Präsenzunterricht beurlaubt werden, sagt Grillhösl. Die Eltern hätten jedoch keinen generellen Anspruch auf eine spezifische Ausgestaltung des Distanzunterrichts. Die Schule bemühe sich um geeigneten Unterricht, lasse die Kinder nicht hängen. Doch eine Eins-zu-Eins-Kopie der Schulstunde in der Klasse könne beim Distanzunterricht nicht garantiert werden. Schwierig wird es nach Grillhösls Erfahrungen auch dann, wenn Klausuren geschrieben werden. Kinder, die wegen der Testpflicht nicht mitschreiben, fehlen auf Dauer die Noten.

Klassenfahrten wieder möglich

Die LGW-Schulleiterin appelliert, die Chance zum Präsenzunterricht wahrzunehmen. Denn Schule sei für Kinder mehr als Wissensinput, „es geht auch um wichtige Prozesse des sozialen Zusammenspiels in der Peergruppe und um die Persönlichkeitsentwicklung im Bereich sozialer Fähigkeiten.“

Diese werden auch bei Klassenfahrten und Ausflügen sowie Projekttagen gestärkt. Grillhösl ist froh, dass diese wieder stattfinden können. „Wir haben ein Stück Normalität zurück“, ist sie überzeugt.

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