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Nachtragshaushalt notwendig

Grundstücksverkäufe in Schnaitsee verzögern sich

Im Baugebiet Scchnaitsee östlicher Bereich 2.0 findet der Grundverkauf zum Großteil erst 2023 statt.
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Im Baugebiet Scchnaitsee östlicher Bereich 2.0 findet der Grundverkauf zum Großteil erst 2023 statt.

Schnaitsee benötigt einen Nachtragshaushalt – eine Folge aktueller Entwicklungen. Sie fallen bei den Gewerbesteuereinnahmen sehr positiv aus, doch die geplanten Grundstücksverkäufe liegen deutlich unter dem Ansatz.

Schnaitsee – Kämmerer Bernhard Wolf hat im Gemeinderat Schnaitsee das aktuelle Zahlenwerk zum Nachtragshaushalt erläutert. Der bisher gültige Haushalt war im April 2022 beschlossen worden, er musste nun den tatsächlichen Entwicklungen angepasst werden.

Gestiegene Energiekosten bemerkbar

Auf der Einnahmeseite im Verwaltungshaushalt war die aktuelle Prognose zur Gewerbesteuerhöhe eine erfreuliche Nachricht. Der bisherige Ansatz von vorsichtig geschätzten 1.000.000 Euro wird sich wohl annähernd verdoppeln, man geht von 1.985.000 Euro aus, berichtete der Kämmerer. Bei den sonstigen Einnahmeposten gibt es nach seinen Angaben keine größeren Veränderungen, sodass gegenwärtig Mehreinnahmen von gesamt 983.300 Euro angesetzt sind.

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Die gestiegenen Energiekosten (Strom und Heizung) machen sich dagegen bereits negativ bei den Ausgaben bemerkbar, bei allen Liegenschaften der Gemeinde sind die Ansätze der Planung vom April deutlich überschritten, berichtete Wolf. Markante Mehrausgaben wurden nach seinen Angaben auch im Bereich Wasserversorgung festgestellt, der Unterhalt mit diversen Reparaturen und Investitionen sowie die Vergabe von Dienstleistungen schlagen zu Buche. Gekoppelt an den höheren Ansatz der Gewerbesteuer erhöht sich auch die Gewerbesteuerumlage um knapp 100.000 Euro, so der Kämmerer weiter.

In Summe ergibt sich nach seinen Ausführungen im Verwaltungshaushalt ein Überschuss von 506.730 Euro, der als Zuführung im Vermögenshaushalt auch dringend benötigt werde.

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Die Einnahmen im Vermögenshaushalt würden ganz wesentlich von den Einnahmen aus Grundstückverkäufen gespeist. Mit den geplanten Verkäufen im Baugebiet Schnaitsee östlicher Bereich 2.0 und einem Einzelgrundstück in Waldhausen sollten ursprünglich 2.600.000 Euro erzielt werden, tatsächlich gehe man nun heuer von Einnahmen in Höhe von 957.000 Euro aus. Der Großteil werde also erst 2023 verwirklicht werden können.

Eine Minderung der geplanten Einnahmen von gut 800.000 Euro ergibt sich auch aus der Verschiebung einiger Maßnahmen in das Jahr 2023 und der damit verbundenen Förderungen, berichtete der Kämmerer.

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Mit angezogener Bremse wirtschaftend, konnte auch die Ausgabenseite im Vermögenshaushalt deutlich reduziert werden. Das geplante Feuerwehrfahrzeug ist dafür ein Beispiel, der gemeindliche Anteil von etwa 80.000 Euro wird ins Jahr 2023 übertragen, so Wolf. Für das Kinderhaus in Waldhausen ergibt sich für 2022 eine Ausgabenreduzierung von etwa 400.000 Euro, beim Straßenbau eine Reduzierung von knapp 390.000 Euro, berichtete die Kämmerei.

Keine neue Kreditaufnahme notwendig

Zusammenfassend erläuterte Wolf, dass der Ausgleich des Haushalts mit einer Erhöhung der Rücklagenentnahme um 478.795 Euro und der erhöhten Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt ohne neue Kreditaufnahme gestemmt werden kann. Zudem sei die eingeplante Darlehenssondertilgung in Höhe von 250.000 Euro weiterhin machbar. In der Gesamtbetrachtung erhöhe sich somit der Verwaltungshaushalt um 983.300 Euro auf 8.682.310 Euro, der Vermögensetat vermindere sich um 1.093.800 Euro auf nun 6.637.717 Euro.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat die 1. Nachtragshaushaltssatzung 2022 sowie den 1. Nachtragshaushaltsplan 2022.

Die Sondertilgung wurde im Gremium kurz diskutiert, die Zinsentwicklung mit einer Steigerung der Zinslast um mehr als 2 Prozentpunkte innerhalb weniger Monate wurde dabei detailliert vorgestellt.

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