Grund- und Mittelschule Obing erhält – vorerst – keine Luftreinigungsgeräte

Vorerst gibt es keine Luftreinigungsgeräte an der Grund und Mittelschule Obing, doch Co2-Sensoren sollen nun angeschafft werden.
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Vorerst gibt es keine Luftreinigungsgeräte an der Grund und Mittelschule Obing, doch Co2-Sensoren sollen nun angeschafft werden.

CO2-Sensoren werden angeschafft, doch bei den nicht bezuschussten Luftreinigungsgeräten wollen die Obinger Gemeinderatsmitglieder nicht vorschnell handeln. Das sind die Gründe.

Von Inge Graichen

Obing – Die Gemeinde Obing wird für die Klassenräume in der Grund und Mittelschule Obing 30 CO2-Sensoren anschaffen. Außerdem sollen Erkundigungen über verschiedene Luftreinigungsgeräte mit und ohne Außenluftzufuhr eingeholt werden.

Antrag der Initiative „Eltern stehen auf“

Das hat der Gemeinde nach einer intensiven Diskussion über einen Antrag von Christina Engels im Namen der Initiative „Eltern-stehen-auf Obing“ beschlossen. Der Antrag forderte die Anschaffung von Luftreinigungsgeräten für die Schulgebäude in Obing und Pittenhart.

Fenster zu öffnen

Der Kauf von CO2-Sensoren verursacht überschaubare Kosten von lediglich etwa 3900 Euro und wird vom bayerischen Kultusministerium gefördert. Luftreinigungsgeräte dagegen würden mit 85.000 Euro zu Buche schlage. Zuschüsse gäbe es nicht, denn diese seien nur für Räumlichkeiten möglich, die nicht ausreichend durch das Öffnen von Fenstern gelüftet werden könnten.

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Das ist aber laut Aussage von Bürgermeister Sepp Huber (FW) in Obing und Pittenhart nicht der Fall. In der Grund- und Mittelschule Obing ist ein funktionierendes Lüftungskonzept vorhanden. Ingrid Wimmer, Korbinian Stettwieser (beide PAO) und Anton Hoiß (CSU) plädierten dafür, im Interesse der Kinder die Beschaffung der Luftreinigungsgeräte nicht von der Förderung abhängig zu machen. Ein automatischer Luftaustausch sei unabhängig von Corona sinnvoll.

Geräte technisch ausgereift?

Andererseits wurden eine Reihe von Bedenken geäußert, ob die Geräte technisch ausgereift seien und ob der gegenwärtig boomende Markt in absehbarer Zeit überhaupt qualitativ hochwertige Geräte hergebe. ImGemeinederat warnten Mitglieder vor vorschnellen Entscheidungen angesichts der hohen Investitionskosten.

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Antragstellerin Christina Engels wurde in öffentlicher Sitzung das Wort erteilt. Sie berichtete über ihre intensiven Recherchen bei Fachfirmen, unter anderem einem Unternehmen, das seit 38 Jahren auf diesem Gebiet tätig sei. In vielen Verwaltungsgebäuden und Ministerien seien solche Geräte installiert, die sollten doch auch für die Gesunderhaltung von Kindern – und Lehrern zur Verfügung stehen, fand die Sprecherin der Initiative. Diese habe auch schon eine Reihe von Zusagen möglicher Sponsoren, sodass für die Gemeinde nicht der volle Betrag zum Tragen kommen würde.

Weitere Infos einzuholen

Bürgermeister Huber hätte gern erst einmal ein paar Geräte ausprobiert, vielleicht könne man Vorführgeräte testen. Der Obinger Gemeinderat einigte sich darauf, die auf jeden Fall sinnvollen CO2-Messgeräte anzuschaffen. Ansonsten wollte man die beantragten Luftreinigungsgeräte nicht grundsätzlich ablehnen, aber bis zur nächsten Sitzung noch Erkundigungen einholen. Rupert Freiberger (CSU) sah den Vorteil in diesem Vorgehen auch darin, dass die Kommune alles vorbereitet habe, wenn es doch noch Förderungen geben sollte. Simon Voit (BL) wies noch darauf hin, dass solche Geräte auch für die Kindergärten wichtig seien.

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