Große Trauer in Haag und Wasserburg um Gerhard „Locke“ Irl

Im Alter von 36 Jahren ist Gerhard Irl nach langer Krankheit verstorben.
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Im Alter von 36 Jahren ist Gerhard Irl nach langer Krankheit verstorben.

Mit Bestürzung und großer Trauer der anwesenden Trauergemeinde wurde Gerhard Irl, den viele seiner Freunde nur „Locke“ nannten, auf dem Friedhof von Ramsau bei Haag zu Grabe getragen. Im Alter von nur 36 Jahren war er an den Folgen einer längeren schweren Erkrankung verstorben.

Von Andreas Burlefinger

Reichertsheim/Wasserburg - Bis vor wenigen Monaten wusste fast niemand in seinem Umfeld, dass Gerhard Irl an einer schweren Krankheit leidet. Niemand sollte erkennen, was er dabei durchmachen musste. So hatte er es gewollt.

Nach dem Realschulabschluss in Wasserburg und einer Ausbildung bei einer Elektronikfirma in Amerang machte er 2005 sein Abitur und studierte anschließend Elektro- und Informationstechnik in Rosenheim. Einen Traum konnte er sich erfüllen, als er 2012 einen Arbeitsplatz bei einer Automobilfirma in München erhielt. Bis zuletzt war er dort tätig.

Schon als Kind musikalisch

Aufgrund seiner schon im Kindesalter erkannten Musikalität begann er eine Instrumentalausbildung bei der Trachtenblaskapelle Ramsau mit der Posaune. 1996 wurde er Mitglied der neu gegründeten Jugendblaskapelle und aufgrund seines außerordentlichen Könnens eine große musikalische Stütze. Bei gesellschaftlichen Anlässen bereicherte Gerhard Irl mit seiner fröhlichen und hilfsbereiten Persönlichkeit die Unternehmungen und die Pflege der Kontakte auf Vereinsebene. Als Schriftführer brachte er sein Engagement mit Ideen zu einer positiven Entwicklung des Musikvereins ein.

Auch die Musiker der Wasserburger Stadtkapelle hat die Nachricht vom Tod ihres Mitglieds tief getroffen. Nicht nur durch seine musikalische Begabung, sondern auch durch seine angenehme Art und Persönlichkeit, verbunden mit einem feinen Charakter, sei Gerhard Irl in kurzer Zeit fester Bestandteil des Wasserburger Blasorchesters geworden, erinnerte Vorsitzender Georg Machl in seiner Traueransprache.

Als Notenwart in der Vorstandschaft mitgewirkt

„Auftritte und Unternehmungen im Rahmen des Vereinslebens waren ohne ihn kaum denkbar. Immer war er zur Stelle, egal ob zum Musikspielen oder zum Arbeiten.“ Und damit sei er auch ein beispielhaftes Vorbild für die Jungmusikergeneration der Stadtkapelle gewesen.

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Als Notenwart gestaltete Irl von 2004 bis 2006 durch sein Mitwirken in der Vorstandschaft den Weg des Vereins mit. Zudem habe Gerhard Irl als Musiker des Turmbläserquartettes über viele Jahre vom hohen Turm der Frauenkirche mit seiner Posaune an vielen festlichen Feiertagen zur feierlichen Stimmung für die Wasserburger Bürgerschaft beigetragen. „Doch jetzt ist seine Posaune viel zu früh für immer verstummt“, so Machl abschließend.

Besonders gerne war Gerhard Irl in seiner Freizeit in den Bergen unterwegs. Immer mit einem Lachen im Gesicht und der Überzeugung, dass er mit Ehrfurcht vor den Elementen sein Gipfelziel erreicht und dann ganz oben ankommt.

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