Größter Posten im Reichertsheimer Haushalt ist das neue Rathaus

Die Kosten für das neue Rathaus prägen den Haushalt von Reichertsheim. Günster

Einstimmig hat der Reichertsheimer Gemeinderat den Haushalt für das aktuelle Jahr. Kämmerin Sandra Winkler erläuterte die Zahlen.

Von Karlheinz Günster

Reichertsheim – Der Verwaltungshaushalt erreicht 3,3 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt 2,8 Millionen Euro. In der Gemeinde leben 1629 Bürger

. Knapp 225 000 Euro sind als Überschuss für den Vermögenshaushalt vorgesehen. Nicht enthalten sind darin, so Bürgermeisterin Annemarie Haslberger auf Nachfrage, die aktuellen Auswirkungen der Corona-Krise. Zur Zeit der Haushaltsplanung bestimmten noch eine höhere Gewerbesteuereinnahme und Zuweisungen die Einnahmesituation. Durch die Rücklage von 916 000 Euro und eine Entnahme von 662 000 Euro sei ein Ausgleich vorerst problemlos möglich, wahrscheinlich, befürchtet die Bürgermeisterin, dürfe man zur Jahresmitte die Einnahmen überprüfen. Zu den größeren Einnahmen zählen die Grundsteuern A und B mit 201 700 Euro, die Gewerbesteuer mit 850 000 Euro, die Einkommensteuerbeteiligung mit 921 360 Euro und die Schlüsselzuweisung über 350 052 Euro.

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Neu ist, dass 40 000 Euro im Jahr in eine Sonderrücklage für die Reichertsheimer Feuerwehrfahrzeuge fließen, denn so etwas fordert der Kreisbrandrat als Voraussetzung für einen Zuschuss. Für zwei Jahre ist das nun die doppelte Summe. Ab dem kommenden Jahr ist das auch für die Ramsauer Feuerwehr vorgesehen, dann kommen noch einmal 40 000 Euro hinzu.

Für den Breitbandausbau ist ein zinsloses Darlehen in Höhe von 45 000 Euro geplant.

Insgesamt beträgt der Schuldenstand 1,9 Millionen Euro. Dieses Jahr sollen die Schulden aber dennoch auf 1,7 Millionen Euro sinken.

Sorgen um die Einnahmen

Zu den größeren Ausgaben zählen Fahrzeuge für die beiden Feuerwehren in Höhe von 158 000 Euro, ein zweites Salzsilo für 25 000 Euro, die Flurneuordnung mit heuer 310 000 Euro, der Breitbandausbau mit 460 000 Euro, die Rathaussanierung mit 1,2 Millionen Euro und dessen Freiflächengestaltung mit 85 000 Euro. Zu den laufenden großen Ausgaben zählen die Kreisumlage mit 935 000 Euro, die Umlagen für die Schulverbände Ramsau und Gars mit 274 020 Euro und die VG-Umlage mit 325 800 Euro.

Über- und außerplanmäßige Ausgaben für das Jahr 2019 waren auch zu beschließen. Das betraf Reparaturen an Dach, Heizung und Böden der Schule, Mehrkosten beim vorletzten Winter und bei der Umlegen des Kanals in der Lexenbergstraße, dem Neubau des Bauhofs und der Sanierung des Rathauses mit Freiflächen in Höhe von insgesamt 287 000 Euro. Karlheinz Günster

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