Griesstätts Bürgermeister Aßmus bei Vereidigung: „Bauch und Herz stehen Vorschriften oft entgegen“

Aßmus (Mitte) vereidigtseine beiden Stellvertreter als Bürgermeister: Anton Strahlhuber (links) und Jürgen Gartner.
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Aßmus (Mitte) vereidigtseine beiden Stellvertreter als Bürgermeister: Anton Strahlhuber (links) und Jürgen Gartner.

Ohne Schnörkel und große Worte begann in Griesstätt die erste Gemeinderatssitzung in neuer Besetzung in der Schulturnhalle. Sieben neue Gemeinderäte wurden zu Beginn vereidigt, ebenso Bürgermeister Robert Aßmus, der das Prozedere, trotz Mitte der letzten Wahlperiode bereits erfolgter Vereidigung, noch einmal durchlief.

Von Karlheinz Rieger

Griesstätt – Bürgermeister Robert Aßmus gehört übrigens keiner der im Gemeinderat vertretenden Gruppen oder einer Partei an.

Liedl vereidigt Aßmus

Bei seiner Vereidigung durch Rudolf Liedl (GfuG) wünschte dieser am Ende dem Ortsoberhaupt viel Glück und Geduld mit den Räten. Ansonsten werden im neuen Gemeinderat acht Mitglieder der Liste „Gemeinsam für unsere Gemeinde (GfuG), vier der „Bürger für Griesstätt“ (BfG) und zwei für „Bündnis90/Die Grünen Griesstätt“ vertreten sein.

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Mit dem Wunsch nach guter und zielorientierter Zusammenarbeit hatte Aßmus gleich zu Beginn der Sitzung bei seinen Begrüßungsworten optimistisch angemerkt: „Wir werden das schon hinkriegen.“ Gleichzeitig gab er den neuen Räten mit auf den Weg, dass sie über kurz oder lang wohl in Konflikt geraten könnten, wenn der Bauch oder das Herz einerseits so sagten, die Vorschriften aber etwas anderes.

Hier forderte der seine Räte auf, sich immer eine eigene Meinung zu bilden und Griesstätt als Gemeinde vorwärts zu bringen. Für die ausgeschiedenen Gemeinderäte werde es noch eine eigene Verabschiedung geben, wenn es die Situation wegen der Corona-Beschränkungen wieder erlaube. Bei einem gemeinsamen Essen würden dann auch die Urkunden überreicht.

Wieder zwei Stellvertreter

Laut Geschäftsordnung war der Beschluss über die Zahl der weiteren Bürgermeister fällig. Hierzu gab es keine Diskussion, da sich die Konstellation mit zwei Stellvertretern in der Vergangenheit gut bewährt habe, wie Michael Kaiser (GfuG) feststellte. Der Beschluss erfolgte im Anschluss einstimmig.

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Für das Amt des Zweiten Bürgermeisters schlug Michael Kaiser (GfuG) den bereits erfahrenen Gemeinderat Anton Strahlhuber (GfuG) vor. Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Nach geheimer Wahl konnte sich Strahlhuber über ein einstimmiges positives Votum von allen 15 Gemeinderäten freuen.

Nur eine Frau

Bei der ebenfalls geheimen Wahl des Dritten Bürgermeisterkandidaten gab es schließlich drei Bewerber. Michael Kaiser (GfuG) schlug Jürgen Gartner (GfuG) vor, Helmut Schuster (BfG) hielt Martin Fuchs (BfG) für am geeignetsten. Und auch die Grünen meldeten Ansprüche auf diesen Posten an. Martin Hofmeister schlug Katharina von Sommoggy vor. Er plädierte dafür, alte Zöpfe abzuschneiden und mal eine Frau zu wählen, die einzige übrigens, die im neuen Gemeinderat vertreten ist. Das Wahlergebnis spiegelte nahezu das Stimmenverhältnis der Wählergruppen wider. Mit neun Stimmen konnte Jürgen Gartner (GfuG) das Rennen für sich entscheiden, vor Martin Fuchs (BfG) mit vier und Katharina von Sommoggy (Grüne) mit zwei Stimmen.

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