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HAUSHALTSPLAN STEHT

Griesstätter Schulden verringern sich – allerdings Rückgang bei Einnahmen erwartet

Die Entwicklung der Gewerbesteuer der Gemeinde Greisstätt, für 2021 wird aufgrund von Corona weniger erwartet.klinger
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Die Entwicklung der Gewerbesteuer der Gemeinde Greisstätt, für 2021 wird aufgrund von Corona weniger erwartet.klinger

Spät im Jahr hat der Griesstätter Gemeinderat den Haushalt beschlossen. Es gibt sowohl positive Nachrichten, als auch negative. Die Aufschlüsselung zu den konkreten Zahlen finden Sie hier.

Griesstätt – Ohne Diskussionen wurde in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Griesstätt die Haushaltssatzung und der Haushaltsplan für 2021 einstimmig beschlossen.

Ohne Gegenstimme erfolgten auch die positiven Beschlüsse bezüglich des Finanzplans und des Investitionsprogramms. Eine sehr übersichtliche Präsentation von Geschäftsleiter Thomas Mader und Kämmerin Rebekka Meigel, bot die wichtigsten Daten und stellte Entwicklungen, auch für die nächsten Jahre, anschaulich dar.

Gesamtvolumen von 6.658.828 Euro

Mit einem Gesamtvolumen von 6.658.828 Euro fällt der Haushalt 2021 nur ein wenig höher aus als der des vergangenen Jahres.

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Auf den Verwaltungshaushalt entfallen dabei 5.476.717 Euro, knapp 260.000 mehr, als 2020. Beim Vermögenshaushalt halten sich Einnahmen und Ausgaben bei 1.181.911 Euro die Waage. Hier wurden rund 234.000 Euro weniger angesetzt als im Vorjahr. Auch für 2021 sind, wie bereits in den Jahren zuvor, keine neuen Kredite vorgesehen.

Der Schuldenstand vermindert sich erneut um 249.753 Euro und beträgt am 31.12.2021 voraussichtlich nur mehr 250.184 Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 85,68 Euro entspricht. Damit liegt Griesstätt zwar erfreulich deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 589 Euro bei vergleichbaren Gemeinden, aber die ausgelagerte Finanzierung des Kindergartens in Höhe von 1,75 Millionen Euro ist dabei nicht eingerechnet.

Größter Einnahmeposten: Verwaltungshaushalt

Anschaulich erläuterte Rebekka Meigel den Gemeinderäten im Anschluss an die Eckdaten die momentane Finanzlage der Gemeinde. Größter Einnahmeposten im Bereich des diesjährigen Verwaltungshaushaltes ist wie immer die Einkommenssteuer. Diesmal spült sie voraussichtlich 1.689.900 Euro in die Gemeindekasse, trotz Corona gut 66.000 Euro mehr als im Jahr 2020.

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Um fast 230.000 sind aber die Schlüsselzuweisungen im Ansatz auf jetzt 846.688 Euro gesunkenen. Ebenfalls negativ wirkt sich Corona bei der Gewerbesteuer aus. 697.700 Euro werden erwartet, im Verhältnis zum Rechnungsergebnis 2020 in damaliger Höhe von 885.753 ergibt das ein Minus von etwa 188.000 Euro.

84 Beschäftige zählt die Gemeinde

Ein Plus bei den Kanalgebühren von 102.500 Euro bei einer Gesamtsumme von 367.200 Euro an Einnahmen kann das nicht ausgleichen. Knapp 408.000 Euro bringen Zuschüsse für den Kindergarten ein, etwa so viel wie im vergangenen Jahr. 230.800 Euro kommen über die Grundsteuer B in die Gemeindekasse.

Im Bereich der Ausgaben stehen im Verwaltungshaushalt die Personalausgaben mit 2.503.435 Euro, 270.729 Euro mehr als 2020, ganz oben. Davon werden die zwischenzeitlich 84 Beschäftigten der Gemeinde, 46 von ihnen arbeiten allein schon im Bereich des Kindergartens, bezahlt. Zudem steigt die Kreisumlage um rund 171.000 Euro auf 1.425.162 Euro, was sich nochmals deutlich negativ im Haushalt bemerkbar macht.

Eine Zuführung zum Vermögenshaushalt beschränkt sich deshalb diesmal auf nur 20.100 Euro. Damit wird heuer die empfohlene Mindestzuführung unterschritten. Die Zuweisung vom Verwaltungshaushalt reduziert sich um 261.900 Euro.

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Im Vermögenshaushalt ist dieses Jahr keine Veräußerung von Anlagevermögen geplant. Größter Einnahmeposten hier sind 353.611 Euro an Zuweisungen und Zuschüssen, ein Plus von 128.867 Euro ist zu verbuchen.

Diesen Einnahmen stehen allerdings diverse Ausgabenposten gegenüber, der größte betrifft diesmal mit 470.000 Euro den Grundstückserwerb. Weitere Ausgaben sind unter anderem für Tilgungsleistungen in Höhe von rund 250.000 Euro, den Erwerb von Anlagevermögen (356.000 Euro) und Baumaßnahmen mit knapp 200.000 Euro vorgesehen.

Mehrausgaben wegen höherer Kreisumlage

Letztlich hat die Gemeinde in diesem Haushaltsjahr vor allem die der gestiegenen Kreisumlage geschuldeten Mehrausgaben von 162.815 Euro im Verwaltungshaushalt zu verkraften, im besonderen aber auch die zu erwartenden Mindereinnahmen durch Schlüsselzuweisungen und gesunkene Gewerbesteuer, was sich insgesamt auf fast 340.000 Euro summiert.

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