Griesstätter Kindergarten hat zwei Wochen im August geöffnet

Im Kindergarten der Gemeinde Griesstätt wird es im August zwei Wochen eine Notbetreuung geben.
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Im Kindergarten der Gemeinde Griesstätt wird es im August zwei Wochen eine Notbetreuung geben.

Zwei Wochen offen, zwei Wochen zu! So lautet der Kompromiss bezüglich der Notbetreuungszeiten im gemeindlichen Kindergarten Griesstätt für den Monat August. Im Vorfeld war dazu Ende Mai ein Fragebogen an die Eltern der derzeit betreuten 151 Kinder gegangen.

Von Karlheinz Rieger

Griesstätt – Die Erkenntnisse daraus wurden mit Personal, Eltern und dem Kindergartenausschuss beraten und in der jüngsten Gemeinderatssitzung als die optimale Lösung einstimmig beschlossen.

Bedarf wurde per Fragebogen ermittelt

Wohin mit den Kindern in den Sommerferien, wenn der Jahresurlaub wegen Corona bereits aufgebraucht ist? Diese Frage stellen sich derzeit viele Eltern im ganzen Land. Deshalb kam man vor Ort auf die Idee, erstmals über einen Fragebogen den wirklichen Notbedarf im August zu ermitteln, für einen Zeitraum also, in dem traditionell der Kindergarten eigentlich geschlossen ist.

39 Kinder wollen betreut werden

Wegen Corona war zudem bereits auf die gewohnte einwöchige Schließung zu Pfingsten verzichtet worden.

Für die erste und zweite Woche im August ergab die Fragebogenaktion nun die Notwendigkeit, 39 beziehungsweise 31 Kinder betreuen zu sollen, mehr als in den beiden restlichen Wochen.

Überstundenabbau und nötiger Urlaub sind so noch möglich, ein komplettes Vorhalten der Betreuung, das dann vielleicht gar nicht in dem Umfang gebraucht würde, sah Zweiter Bürgermeister Anton Strahlhuber (GfuG) als wenig sinnvoll an. „Wir müssen ein bisserl auf’s Personal schauen!“ betonte er.

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Katharina von Sommoggy (Bündnis 90/Die Grünen) bemängelte, dass die Umfrage etwas allgemeiner gehalten werden hätte sollen. Mehr Eltern hätten die Betreuung im August bei entsprechender Abfrage vielleicht nutzen wollen. Sie glaube, es sei notwendig, dass die Kinder unter andere Kinder kommen, was wegen Corona ohnehin schon eingeschränkt sei.

Helmut Schuster (BfG) warf die Fragen auf, wie das andere Kommunen regeln und was das Personal zusätzlich überhaupt leisten könne. Die Notbetreuung im August sei nicht dafür da, wenn es nur bequem sei, meinte er.

Grundsätzlich gab es aber wegen der Regelung keine Gegenstimme bei der Abstimmung im Gemeinderat, wohl auch deshalb, weil der Elternbeirat mit 17:1 ebenfalls zuvor schon zugestimmt hatte.

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