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Einstimmiger Beschluss gefasst

Griesstätter Gemeinderat macht beim Bebauungsplan „Max-Stoll-Straße“ Dampf

In der Max-Stoll-Straße sollen Wohnflächen dazukommen. Der Gemeinderat tagte zu Einzelheiten des nun auszulegenden Plans.
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In der Max-Stoll-Straße sollen Wohnflächen dazukommen. Der Gemeinderat tagte zu Einzelheiten des nun auszulegenden Plans.
  • VonKarheinz Rieger
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Ohne Gegenstimme wurde in der jüngsten Sitzung des Griesstätter Gemeinderates die Aufstellung des Bebauungsplanes „Max-Stoll-Straße“ im beschleunigten Verfahren als Maßnahme der Innenentwicklung beschlossen.

Griesstätt – Allerdings gab es Klärungsbedarf bezüglich Grünordnung, Einfriedungen und diversen Hinweisen, die bei neuen Bauanträgen zu berücksichtigen wären. Hierzu gab Architekt Christoph Rickert Auskunft und versprach, Anregungen der Gemeinderäte einzuarbeiten.

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In der Gemeinde besteht eine zunehmende Nachfrage nach Bauflächen für Wohngebäude. Um dieser nicht nur durch die Ausweisung neuer Siedlungsflächen zu begegnen, sollen mit diesem Bebauungsplan vor allem nun die Möglichkeiten der Innenentwicklung der bestehenden Siedlungsstruktur verstärkt genutzt werden.

Dabei soll ein einheitliches und in seiner Gesamtheit abgewogenes städtebauliches Konzept festgesetzt werden. Ausgehend von der heutigen baulichen Struktur könne durch Nachverdichtung ein, in Abwägung mit dem Ortsbild und der bestehenden Erschließung, möglichst dichtes Quartier entstehen.

Bepflanzung und Zäune sind Thema

In einer offenen Diskussion wurde vor allem die Bepflanzung besprochen. Die vorgesehenen heimischen Laubbäume mit maximaler Wuchshöhe von zehn Metern pro angefangene 500 Quadratmeter Grundstücksfläche standen dabei zunächst im Mittelpunkt.

Während Helmut Schuster (BfG) dafür plädierte, eine Höhenangabe bei Neupflanzung ganz rauszulassen, gab Rudolf Liedl (GfuG) zu bedenken, dass Riesenbäume bei Wetterkapriolen zur Gefahr werden könnten.

Rickert erinnerte daran, dass mit der zusätzlichen Einschränkung in der Mindestqualität Hochstamm, dreimal verpflanzt und Stammumfang 16 bis 18 Zentimeter, ohnehin nicht Buchen oder Eichen gemeint seien. Ein kleiner Obstbaum sei für eine Durchgrünung und die optische Qualität aber wenig geeignet, zudem würde auch die nötige ökologische Wertigkeit nicht erreicht. Einigkeit unter den anwesenden Gemeinderäten bestand allerdings, dass 14 bis 16 Zentimeter Stammumfang reichen müssten. Ein spezieller Grenzabstand zu Nachbargrundstücken wurde nicht festgelegt, auch bei Hecken nicht, da dies die Nachbarn selbst regeln sollten und bei den kleinen Grundstücken es sich ohnehin kaum vermeiden lasse, dass mal ein Ast zum Nachbarn rüberwachsen würde.

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Entlang der öffentlichen Straßenverkehrsfläche sei die Zaunhöhe auf einen Meter beschränkt, zwischen den Grundstücken die doppelte Höhe zulässig. Hecken sollten dagegen überall zwei Meter hoch sein dürfen. Dafür sprachen sich sieben der acht anwesenden Gemeinderäte aus. Nur Jürgen Gartner (GfuG) wollte sich dem nicht anschließen.

Keine Kiesgärten – darüber herrscht Einigkeit

Einigkeit herrschte wieder bei der Ablehnung von Kiesgärten. Dies soll als Hinweis in den Bebauungsplan aufgenommen werden. Laut dem Architekt sei bei einer solchen Absicht des Bauwerbers möglichst frühzeitig zu intervenieren, am besten, wenn das Vorhaben noch nicht angefangen habe. Eine nachträgliche Forderung auf Beseitigung sei rechtlich schwierig durchzusetzen. Auch was die verschiedenen Hinweise wie zur Entwässerung oder zum baulichen Schutz bei Starkregenereignissen betraf, erinnerte Rickert an das Durchsetzungsproblem. Hierbei seien die vor Ort herrschenden Verhältnisse zu berücksichtigen und eventuell andere Möglichkeiten der Absicherung in Betracht zu ziehen, wenn zum Beispiel Barrierefreiheit Vorrang habe.

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Darüber dass der Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren auf den Weg gebracht werden soll, war man sich einig.

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Mit 8:0 Stimmen beschloss der Gemeinderat, den Plan drei Wochen auszulegen und – wenn keine Einwände kämen – die Behörden- und Bürgerbeteiligung einzuleiten.

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