DISKUSSION IM GEMEINDERAT

Griesstätt will mehr Freizeitwert für alle - aber wie?

Soll hier im hinteren Bereich des Ecker-Gartens ein Spielgerät, eventuell in Form eines Feuerwehrautos, aufgestellt werden? Grundsätzlich möchte der Gemeinderat Griesstätt mehr Angebote für Jung und Alt machen. Über das Wie ist man uneins.
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Soll hier im hinteren Bereich des Ecker-Gartens ein Spielgerät, eventuell in Form eines Feuerwehrautos, aufgestellt werden? Grundsätzlich möchte der Gemeinderat Griesstätt mehr Angebote für Jung und Alt machen. Über das Wie ist man uneins.

Von Karlheinz Rieger

Griesstätt – Als eine Angelegenheit zum Durchwinken, allerdings nur auf den ersten Blick, erschien der erneut eingebrachte Antrag der „Grünen“ auf Errichtung eines Spielplatzes im „Ecker-Garten“ anlässlich der jüngsten Sondersitzung des Gemeinderates.

In einer mehr als eine Stunde dauernden Diskussion zu diesem Tagesordnungspunkt drehte es sich dann erneut weitgehend um diverse andere Möglichkeiten, im Ortsbereich mehr für alle Bürger und Altersgruppen zu tun. Eine Lösung, die zufriedenstellte, konnte jedoch wieder nicht gefunden werden, und der eigentliche Antrag wurde schließlich einstimmig nochmals zurückgestellt.

Das Ziel: den Ortskern beleben

Es wäre doch schön, den Ortskern für alle zu beleben, begründete Katharina von Sommoggy (Grüne) den Antrag auf Aufwertung des „Ecker-Gartens“ mit einem Spielgerät. Das könnte auch Omas und Opas mit ihren Enkeln in den sonst weitgehend als Parkplatz genutzten Bereich locken und damit für mehr Leben sorgen.

Dieser Aufwertungsgedanke des Ortsmittelpunktes wurde in der lebhaften Diskussion von den anderen Gemeinderäten auch grundsätzlich nicht verworfen. Einem Spielplatz wollte außer den zwei Grünen-Vertretern jedoch am beantragten Platz erneut niemand so recht zustimmen.

So fand Rudolf Liedl (GfuG) den Zeitpunkt des Antrags nicht richtig, da das nötige Geld derzeit wohl für andere Investitionen, unter anderem für den Straßenbau, gebraucht werde. Helmut Schuster (BfG) erkannte den Bedarf an einem neuen Spielplatz für die Kleinsten nicht so recht. Er sprach sich aber für ein Konzept, das möglichst viele Altersgruppen einbinde, aus. Hier böte sich allerdings besser der Standort am Wertstoffhof an, meinte er.

Bolzplatz oder Bikepark

Anton Strahlhuber fand die Idee der Belebung des Ortszentrums grundsätzlich für gut, präferierte aber das Grundstück neben dem Rathaus an der Innstraße. Einem seit Jahren geplanten Bolzplatz oder auch einem Bikepark am Wertstoffhof stehe er aber auch positiv gegenüber, ließ er durchblicken, wenngleich er wegen der Randlage bei einem Spielgerät Vandalismus befürchte. Zudem könne die Gemeinde das nicht alles alleine stemmen. Jürgen Gartner (GfuG) und Manfred Andraschko (GfuG) hinterfragten angesichts dreier bereits vorhandener Spielplätze generell den Bedarf eines zusätzlichen.

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Grundsätzlich sprach sich auch Bürgermeister Robert Aßmus (parteifrei) für eine Aufwertung des Ortskerns aus. Er erinnerte aber auch an die Einbeziehung des „Ecker-Stadels“ in ein Gesamtkonzept, die dann notwendig werden würde. Es müsse zunächst geprüft werden, inwieweit eine Gesamtplanung den Garten mit berühre. Einem Bikepark am Wertstoffhof stehe er bei geringem gemeindlichem Aufwand aber auch positiv gegenüber.

Obwohl Martin Hofmeister (Grüne) anbot die Verkehrssicherungspflicht für den Maibaum, der auch schon in der vorangegangenen Sitzung als ablehnendes Argument ins Spiel gebracht worden war, zu übernehmen, blieb ein Spielgerät im „Ecker-Garten“ eher ein Randthema in der weiteren Diskussion, in der die beiden anderen Standorte mit den jeweiligen Erweiterungsmöglichkeiten teils präferiert, teils aber auch abgelehnt wurden.

Antrag erneut zurückgestellt

Unter anderem wurde der Platz an der Innstraße wegen möglicher geplanter Fernwärmerohre quer durch die Fläche infrage gestellt. Nur die Kiesgrube in Holzhausen, die als potenzieller Bikepark von Jürgen Gartner (GfuG) ins Spiel gebracht wurde, schied wegen des dortigen Biotop-Status sofort als Lösung aus.

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Schließlich tendierten die meisten Räte dazu, das Gesamtkonzept „Ecker-Garten“ und „Stadel“, bei dem dann auch Notenschlüssel, Maibaum, Spielplatz und möglicherweise auch eine Boccia-Bahn gemeinsam einen Platz finden könnten, weiter zu verfolgen.

Die Frage, wann das alles in Angriff genommen werde, blieb nach einstimmiger, erneuter Zurückstellung des ursprünglichen Antrags allerdings offen. Bürgermeister Aßmus kündigte jedenfalls an, dass sich der Bauausschuss mit der Angelegenheit und Alternativen demnächst weiter beschäftigen werde.

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