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Breitbandausbau

Griesstätt rüstet sich digital für die Zukunft

Mit Tatkraft beim ersten Spatenstich zum Breitbandausbau in Griesstätt dabei (von links): Günther Schönberger, Josef Ledermann, Josef Huber, Daniel Artmann, Klaus Stöttner, Daniela Ludwig, Werner Rades, Klaus Vogel und Robert Aßmus.
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Mit Tatkraft beim ersten Spatenstich zum Breitbandausbau in Griesstätt dabei (von links): Günther Schönberger, Josef Ledermann, Josef Huber, Daniel Artmann, Klaus Stöttner, Daniela Ludwig, Werner Rades, Klaus Vogel und Robert Aßmus.

Endlich schnelleres Internet: Dieses Ziel stellten alle Verantwortlichen beim Spatenstich für den Breitbandausbau im gesamten Gemeindegebiet von Griesstätt erfreut in den Vordergrund.

Von Karlheinz Rieger

Griesstätt – Endlich schnelleres Internet! Das stellten alle Verantwortlichen beim ersten Spatenstich für den Breitbandausbau im gesamten Gemeindegebiet erfreut in den Vordergrund. Denn der erste Bauabschnitt ist finanziell, planungstechnisch und nach Abschluss der ersten nötigen Ausschreibungen nun auch bezüglich der Umsetzung in trockenen Tüchern.

Als wichtiges Ereignis in der Geschichte der Gemeinde bezeichnete deshalb Bürgermeister Robert Aßmus den Tag des Ausbaubeginns des gemeindeeigenen Glasfasernetzes.

Weit über drei Millionen Euro investiert

Er erinnerte dabei die anwesende Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig daran, wie er 2017 in Berlin von ihr, damals war sie verkehrspolitische Sprecherin, persönlich seinen ersten Zuwendungsbescheid über 50 000 Euro für die Planungen abgeholt hatte. Insgesamt steuere der Bund 1,7 Millionen für den Ausbau bei, das Land Bayern 1,02 Millionen. 680 000 Euro müsste die Gemeinde noch selbst finanzieren, so Aßmus.

Braucht man ein schnelles Internet? Diese Frage könne seit Corona eindeutig mit ‚Ja‘ beantwortet werden, betonte MdB Ludwig in ihrem Grußwort. Schnelle Datenübermittlung sei wie der Ausbau von Schiene und Straße heute ein wesentlicher Standortfaktor. Das gelte für den privaten Bereich, wie man am Homeschooling gesehen habe, aber auch für alle Gewerbetreibenden. Wichtig sei es jetzt, weiter Geld und viel Manpower in entsprechende Projekte zu investieren, da noch nicht alle Gemeinden gleich gut aufgestellt seien.

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MdL Klaus Stöttner mahnte gleichwertige Lebensbedingungen auf dem Land wie in der Stadt an, auch, um Pendlern zu ermöglichen, mal von zu Hause aus zu arbeiten. Hierzu habe Griesstätt jetzt einen großen Schritt in die Zukunft getan.

Dass der Breitbandausbau nur zu den freiwilligen Aufgaben einer Gemeinde zähle und nicht zu deren Pflichtaufgaben, daran erinnerte der stellvertretende Landrat Josef Huber. Als Standortfaktor erscheine aber dieser Ausbau genauso wichtig wie zum Beispiel ein Kindergarten. Für einen Bürgermeister sei es zwar schöner, wenn er so etwas ohne Gemeinderat entscheiden könne, fügte er augenzwinkernd hinzu, aber wenn dazu noch Einigkeit im Gemeinderat käme, wie in Griesstätt, wäre das schon etwas wert. Man sei vor Ort jedenfalls für die Zukunft gerüstet.

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Auch Günther Schönberger betonte für das ausführende Tiefbauunternehmen Walter Bauer GmbH die Wichtigkeit des Projektes und bezeichnete ein schnelles Internet als unabdingbare Daseinsfürsorge. Dazu gehöre, so Netzbetreiber Werner Rades von der AnschlussWerk GmbH, auch ein schnelles Angebot nicht unter 100 Mbit/s. Kupferkabel könnten da nicht mithalten.

Ein Rückblick durch Josef Ledermann vom gleichnamigen Planungsbüro auf die Überlegungen in der Vergangenheit, die auf dem bereits vorhandenen Masterplan aufbauen konnten, endete mit dem Hinweis, dass wirklich jedes Gebäude flächendeckend eingebunden werden könne.

Vorausschauende Planung startete bereits vor Corona

Eine quasi TÜV-Plakette der Verwaltung stellte Fördermittelberater und Leiter des Regionalbüros Bayern von der ‚atene KOM GmbH‘, Daniel Artmann, aus. Er betonte die gute Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro und beglückwünschte Bürgermeister Robert Aßmus dafür, bereits vor Corona, aktiv vorausschauend, Impulse für das Projekt gesetzt zu haben.

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Den kirchlichen Segen spendete schließlich Pfarrer Klaus Vogel. Gottes Mühlen mahlen langsam, schmunzelte er, er hoffe aber doch, dass es bei den Breitbandausbauarbeiten etwas schneller gehe. Denn auch die Kirche würde künftig vom schnelleren Netz profitieren, wie zum Beispiel bei verbessertem Streamen von Gottesdiensten.

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