In Griesstätt gibt es Baurecht trotz nicht geklärter Entwässerung

Wie soll hier in der Kirchmaierstraße das Regenwasser entwässert werden?Diese Frage beschäftigte den Gemeinderat in seiner letzten Sitzung. Rieger
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Wie soll hier in der Kirchmaierstraße das Regenwasser entwässert werden?Diese Frage beschäftigte den Gemeinderat in seiner letzten Sitzung. Rieger

Von Karlheinz Rieger. Griesstätt –.

Wohin mit dem Niederschlagswasser im Bereich Wasserburger Straße/Kirchmaierstraße? Diese Frage beschäftigte den Bauausschuss bereits in der Vergangenheit. Mit der Anfrage vom 7. Januar bezüglich der Niederschlagsbeseitigung für ein geplantes Bauvorhaben auf der Flurnummer 756/3, war der Grundstock für diverse Fragen gelegt worden.

Zunächst wurde vom beauftragten Planer der Baumaßnahme festgehalten, dass eine Versickerung in Tiefen bis zu fünf Metern auf diesem Grundstück nicht möglich sei. Sie werde vonseiten des Wasserwirtschaftsamtes wegen des Grundwasserschutzes als nicht erlaubnisfähig betrachtet.

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Damit käme nur eine Ableitung des Oberflächenwassers in Richtung Kirchmaierstraße in Frage, gegebenenfalls mit Drosselung und Regenrückhaltung. In diesem Bereich ist der Mischwasserkanal hydraulisch aber bereits überlastet. Es existiert nur noch ein zusätzlicher privater Regenwasserkanal, doch dessen genauer Verlauf ist nicht bekannt. Derzeit ist zwar ein neuer Regenwasserkanal in Planung, für den kann aber noch kein verbindliches Fertigstelldatum angegeben werden.

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Eine errechnete Einleitungsmenge in den bestehenden Mischwasserkanal von 2,4 Litern pro Sekunde, wäre laut Wasserwirtschaftsamt vertretbar und entspräche dem von der Gemeinde errechneten Wert von 0,6 Litern pro Sekunde (für durchschnittlich jeweils 500 Quadratmeter Grund mit einem Gebäude von zehn Meter mal 14 Meter darauf). Allerdings sollte dieser Anschluss nicht von Dauer sein, der Umschluss müsse erfolgen, wenn das Regenrückhaltebecken und der neue Regenwasserkanal fertig seien.

Martin Fuchs (CSU) bemängelte die bisherige ungeklärte Situation der bestehenden Regenwasserableitung und die damit noch nicht geklärte sichere Entwässerung.

Da laut Auskunft der Verwaltung aber ein Baurecht besteht, wurde einer gedrosselten Einleitung in den Mischwasserkanal mit Regenrückhaltebecken auf dem Grundstück letztlich mehrheitlich zugestimmt. Nur Jürgen Gartner (PFWG), Rudolf Liedl (CSU) und Martin Fuchs (CSU) stimmten dagegen. kr

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