AUS DEM GRIESSTÄTTER GEMEINDERAT

Griesstätt: Geplantes Vogtareuther Gewerbegebiet – Entwässerung über Spöckgraben ungeklärt

Der Spöckgraben fließt durch Griesstätter Gebiet. Detailinfos über die künftige Menge an Oberflächenwasser durch das geplante Gewerbegebiet fehlen.
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Der Spöckgraben fließt durch Griesstätter Gebiet. Detailinfos über die künftige Menge an Oberflächenwasser durch das geplante Gewerbegebiet fehlen.

Die 18. Änderung des Flächennutzungsplanes im Bereich des geplanten Vogtareuther Gewerbegebietes sorgte in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Griesstätt für Diskussionen. Da noch Klärungsbedarf betreffs der Entwässerung über den Spöckgraben besteht, stellte der Rat diesen Punkt einstimmig zurück.

Griesstätt/Vogtareuth –Vor allem um die befürchteten Auswirkungen für den Gemeindebereich Griesstätt ging es. „Riesenbedenken“, schon gegen die 17. Änderung des Flächennutzungsplanes der Nachbargemeinde, äußerten die Gemeinderatsmitglieder bereits 2018 übereinstimmend.

Der Grund: Noch mehr Oberflächenwasser aus dem dann erweiterten Gewerbegebiet sollte in den Wasserlauf, genannt Spöckgraben, abgeleitet werden. Dieser schlängelt sich durch die Landschaft, am Ende durchfließt er Griesstätter Gemeindegebiet, bevor er in die Murn mündet.

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Zwar sind in der 18. Änderung nicht mehr 62.900 Quadratmeter neues Gewerbegebiet vorgesehen – die voraussichtlich neu anfallende Wassermenge aus dem Bereich künftig versiegelter Flächen verringert sich damit wohl – genauere Informationen fehlten den Gemeinderäten aber. Dass weiter durch den schmalen Ablauf unbekannte Mengen zusätzlich entwässert werden sollen, beunruhigte das Gremium, da wie damals gemeindliche Belange berührt scheinen.

Zudem ist die Nachbargemeinde nach wie vor im Griesstätter Gemeindegebiet bis zur Einleitung in die Murn für den Unterhalt sowie die Sicherung des Grabens in Absprache mit der Gemeinde Griesstätt zuständig. Dass dieser Unterhaltspflicht in der Vergangenheit nicht ausreichend nachgekommen worden sei, bemängelte vor allem Rudolf Liedl (GfuG), der meinte, es schaue da alles wie vor zwei Jahren aus.

Kosten durch Schäden befürchtet

Gerhard Braunen (BfG) befürchtete Kosten wegen Schäden durch vermehrtes Wasser und fehlenden Nutzen für die eigene Gemeinde. Ein bloßer Hinweis als Stellungnahme reiche nicht. Und Jakob Ametsbichler (GfuG) wollte nur zustimmen, wenn die Gemeinde nicht auf den künftig anfallenden Entwässerungskosten in diesem Bereich sitzenbleibe.

Martin Fuchs (BfG) und Michael Kaiser (GfuG) plädierten für eine Zurückstellung, solange nicht geklärt sei, was genau geplant sei und wer anfallende Kosten trage. Da sich diese Meinung als mehrheitsfähig herauskristallisierte, stimmte das Gremium mit 14:0 für eine Zurückstellung der Behandlung des Tagesordnungspunktes bis zur Klärung der offenen Fragen.

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