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Überreste mit Nikotingehalt verschmutzen Bade- Grund- und Trinkwasser

Für die Umwelt und gegen die Kippenflut am Badeweiher: Griesstätter Wasserwacht-Jugend hat eine kreative Idee

Im Einsatz für den Umweltschutz (von links): Fabian Scholtysek, Ortsgruppenleiter Jakob Ametsbichler und Florian Schaffer beim Ausschneiden und Bekleben der ersten Dosen.
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Im Einsatz für den Umweltschutz (von links): Fabian Scholtysek, Ortsgruppenleiter Jakob Ametsbichler und Florian Schaffer beim Ausschneiden und Bekleben der ersten Dosen.
  • VonKarheinz Rieger
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Massenweise Zigarettenkippen säumen das Ufer des Kettenhamer Badeweihers. Diesem Umweltfrevel will die Jugend der Griesstätter Wasserwacht nun entgegenwirken.

Griesstätt – Eine Aktion, zum Schutz der Umwelt, und zur Sauberhaltung des Kettenhamer Badeweihers hat die Wasserwachtjugend zur Eröffnung der Badesaison gestartet. Da jedes Jahr wieder im Bereich der Liegewiese massenweise Zigarettenkippen herumliegen, kam man auf die Idee, „Kippendosen“ während der neuen Saison an die Raucherinnen und Raucher am Weiher auszugeben. Darin könnten doch die Zigarettenüberreste samt Asche einfach gesammelt, transportiert und dann zuhause entsorgt werden, war der Grundgedanke. Damit die Dosen auch auffallen, wurden sie entsprechend entworfen und werden derzeit in Teamarbeit in Serie hergestellt.

Gedankenloses Wegwerfen soll ein Ende haben

Vor allem, dass die Überreste mit Nikotingehalt nicht nur die Liegewiese verschandeln, sie verschmutzen Bade- Grund- und Trinkwasser, ärgerte die Wasserwacht schon in der Vergangenheit. Ortsgruppenleiter Jakob Ametsbichler beklagt sich deshalb nicht zum ersten Mal: „Egal an welchem Tag wir an die Wachhütte kommen, wir müssen regelmäßig Dutzende Zigarettenkippen aufsammeln! Das verärgert nicht nur die Nichtraucher, in unseren Reihen“.

150 Sammeldosen geplant

Viele Raucher betrachten und fordern ihre Rechte, überall im Freien zu paffen zwar ein, das Recht der Nichtraucher beziehungsweise aller Menschen auf eine saubere Umwelt erscheint ihnen aber dagegen eher egal zu sein, mutmaßt Ametsbichler und weist eindringlich darauf hin, dass ein versehentliches ‚Auszuzeln‘ oder Verschlucken von Kippen durch ein Kleinkind körperliche Schäden sogar bis hin zum Tod verursachen kann. Auch gedankenloses Verhalten schade, deshalb sei es höchste Zeit, vermehrt Badegäste zu sensibilisieren und den einen oder anderen nachlässigen Raucher zum Umdenken zu bewegen, so der Ortsgruppenleiter.

Von der Idee bis zur ersten fertigen Dose sind bereits viele Stunden in Planung, Überlegungen zur Umsetzbarkeit, Wahl der Materialien sowie in die Ausarbeitung des Designs geflossen. In einer ersten Serie sind jetzt 150 Stück geplant.

Schützenverein als wertvoller Rohstofflieferant

Ein herzlicher Dank der Wasserwachtler gilt dabei dem Schützenverein, der wichtigster Rohstofflieferant bezüglich der Dosen ist, die so auch noch einer Wiederverwertung zugeführt werden können, so der Ortsgruppenleiter.

Jetzt sind noch einige Gruppenstunden notwendig, um erst mal eine ausreichende Menge für den Start vorzubereiten. Im Zuge des Wachdienstes sollen die natürlich öfter verwendbaren Dosen dann nach und nach gegen eine kleine Spende verteilt werden. Da zur Ortsgruppe der Wasserwacht die Stützpunkte Griesstätt, Hochstätt und Rott gehören, wird die Aktion übrigens nicht nur am Kettenhamer Weiher durchgeführt, sondern in den nächsten Wochen nach entsprechender Serienproduktion der Kippendosen auch auf den Waldsee und den Ausee ausgeweitet. Die bereits erprobten Prototypen waren jedenfalls heiß begehrt.

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