Nachruf auf Alois Schärfl aus Griesstätt

Alois Schärfl Rieder-Opa aus Elend

Alois Schärfl, der Rieder-Opa aus Elend, ist tot.

Griesstätt – Er verstarb am Abend seines 84. Geburtstages in einem Bad Endorfer Seniorenheim, wo er auf Grund seiner Demenzkrankheit und nach dem Tod seiner Frau Loni lebte und betreut wurde. Beim Seelengottesdienst in der Pfarrkirche, an dem nur wenige Angehörige auf Grund der Corona-Vorschriften teilnehmen konnten, ging Pfarrer Herbert Weingärtner auf das Leben des Verstorbenen ein.

Als sechstes Kind wurde Alois Schärfl auf dem landwirtschaftlichen Anwesen seiner Eltern auf dem Weiler Elend geboren. Zwei ältere Brüder fielen im Zweiten Weltkrieg in Russland, ein dritter kehrte schwer verwundet zurück.

Im Kreise seiner Familie, wozu noch zwei ältere Schwestern gehörten, wuchs er auf dem Rieder-Anwesen auf. Nach dem Besuch der Schule in Griesstätt arbeitete er als junger Bursche auf dem elterlichen Bauernhof und half auch bei anderen landwirtschaftlichen Anwesen aus.

Im Jahr 1961 heiratete er seine Frau Apollonia (Loni) aus Viehhausen. Gemeinsam führten sie den Hof in Elend weiter. Als Maurer begann er dann im darauffolgenden Jahr beim Baugeschäft Alois Kaiser in Griesstätt. Nach 20 Jahren musste er die Arbeit dort aus gesundheitlichen Gründen aufgeben.

Eine körperlich leichtere Arbeit fand er in der Stanzerei der Molkerei Josef Bauer in Wasserburg. Mit Freude führte er diese Tätigkeit bis zu seinem Renteneintritt im Jahre 1996 aus. Das Rieder-Anwesen, das der Verstorbene ab den 60er Jahren stetig erweitert hatte, wurde im selben Jahr an den Sohn übergeben. Auch danach arbeitete Schärfl immer noch engagiert auf dem Hof mit. Die zahlreichen Tiere waren ihm alle ans Herz gewachsen – besonders die verschiedenen Fasanenarten.

Als leidenschaftlicher Hobby-Gärtner pflegte er die Bäume, Blumen und Pflanzen rund ums Haus. Noch als über 80-Jähriger ging er in den Wald, um dort zu arbeiten.

Besondere Freude hatte Schärfl an seinen drei Enkelkindern, mit denen er viel unternahm. Ihm und seiner Loni bereiteten die sonntäglichen Spazierfahrten in Richtung Berge oder zur Verwandtschaft, so lange sie gesundheitlich möglich waren, große Freude. Leider konnten ihn seine Angehörigen einige Wochen vor seinem Tod wegen der Corona-Pandemie nicht mehr besuchen. ala

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