Greisstätts Schulleiter Josef Angerer geht in den Ruhestand - „Langweilig wird mir sicher nicht“

Die Tage am Schreibtisch in der Griesstätter Grundschule sind für Josef Angerer gezählt.
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Die Tage am Schreibtisch in der Griesstätter Grundschule sind für Josef Angerer gezählt.

Mit dem Ende dieses Schuljahres geht auch die Tätigkeit von Josef Angerer als Lehrer und Leiter der Grundschule Griesstätt zu Ende. Schon als 16-Jähriger hatte er den „Wunsch, einen Beruf zu ergreifen, in dem ich mit Kindern oder Jugendlichen arbeiten kann“.

Griesstätt – Mit Erfolg schloss er die Realschule und dann die Fachoberschule ab. Ein Praktikum an der Heimvolksschule des ehemaligen Klosters Altenhohenau während seines Fachoberschulbesuches bestärkte seinen Entschluss, Lehrer zu werden. Anschließend absolvierte er an der Pädagogischen Hochschule in München das Studium „Lehramt-Volksschule“.

Lehramtsanwärter in Bad Endorf

Als Lehramtsanwärter an der Volksschule in Bad Endorf begann Angerer sein Berufsleben im Jahr 1978. Von dort ging es an die Volksschule in Soyen. An der Schule in Eggstätt, seinem nächsten Einsatzort, legte er die Prüfung zum zweiten Staatsexamen mit Erfolg ab. Bevor Josef Angerer zum Beginn des Schuljahres 1982/1983 an die Volksschule Eiselfing wechselte, war er ein Schuljahr lang an einer Volksschule in Günzburg. Erfahrungen in der Leitung einer Schule sammelte er ab dem Schuljahr 2000/2001 als Konrektor an der Grund- und Teilhauptschule in Vogtareuth.

Als im Jahr 2006 der damalige Leiter der Grundschule Griesstätt, Günther Lindner, in Ruhestand ging, nahm Angerer diese Stelle an. „Immer sehr gut war hier die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Elternbeiräten, dem Förderverein und seinen Lehrkräften“, sagt Angerer. Als die schwierigste Phase in seiner Tätigkeit als Schulleiter und Lehrer bezeichnet er die „Zeit der Einführung der Kombi-Klasse“.

Freude auf den Ruhestand

Obwohl Angerer ein Lehrer mit Leib und Seele ist, freut er sich auf seinen Ruhestand. Diese Zeit will er dazu nutzen, „wieder mehr Gitarre zu spielen und das Klarinettenspielen zu lernen“. Außerdem will er seine Frau bei der Blumenpflege und bei den Arbeiten im Garten unterstützen. Geplant sind vorerst verschiedene Bergwanderungen und das Schwimmen in den umliegenden Seen. Mehr Zeit will er auch seinen drei Kindern widmen. „Langweilig“, so Angerer, wird es mir sicherlich nicht werden“. Alfons Albersinger

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