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KUNST IN DER REGION

Graffiti-Prominenz in Wasserburg: „Mr. Woodland“ sprüht an der Essigfabrik

Als Maler, der auch mit Sprühdose arbeitet, bezeichnet sich Daniel Westermeier.
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Als Maler, der auch mit Sprühdose arbeitet, bezeichnet sich Daniel Westermeier.
  • Sophia Huber
    VonSophia Huber
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Prominenz aus der Graffitiszene war an der Essigfabrik in Wasserburg tätig. Daniel Westermeier, besser bekannt unter seinem Künstlernamen „Mr. Woodland“, griff hier zur Sprühdose – und, was ungewöhnlich erscheint – zum Pinsel.

Wasserburg – Der Künstler war von Katrin Meindl, zweite Vorsitzende des Kunstvereins AK 68 und Projektleiterin der betreuten Wand, eingeladen worden. Sie griff selbst zur Sprühdosen und rollte ihm künstlerisch einen roten Teppich aus.

Graffiti-Kunst mit „Mr. Woodland“ an der Essigfabrik in Wasserburg

Graffiti-Kunst mit Mr. Woodland an der Essigfabrik in Wasserburg.
Graffiti-Kunst mit Mr. Woodland an der Essigfabrik in Wasserburg.
Graffiti-Kunst mit Mr. Woodland an der Essigfabrik in Wasserburg.
Graffiti-Kunst mit Mr. Woodland an der Essigfabrik in Wasserburg.
Graffiti-Kunst mit „Mr. Woodland“ an der Essigfabrik in Wasserburg

Westermeier wohnt in Walpertskirchen und lebt seit neun Jahren von seiner Kunst. Er gilt als einer der bekanntesten Vertreter dieser Szene im Großraum München. Die Einladung von Meindl nahm er gerne an: „Es sind schöne Wände. Da kann man toll was machen.“

„Grafftalk“ und Ameisen

Westermeier bezeichnet sich selbst nicht als Graffitikünstler. „Für mich ist die Sprühdose nur ein Werkzeug – wie ein Pinsel auch.“ Er bevorzuge die Bezeichnung „Maler, der auch zur Sprühdose greift“.

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Westermeier ließ an der ehemaligen Essigfabrik seine Arbeit „Grafftalk“ entstehen. Das Werk mit dem Jungen, der die Augen verdreht, und der schnatterenden Gans sei ein Kommentar auf die Diskussionen in der Graffitiszene. „Es gibt viel Gerede darüber, was als „reales“, also echtes Graffiti gilt, und was nicht“, erklärt er. „Nach 28 Jahren in der Szene kann ich das nicht mehr hören..“

Auch in Wasserburg gab es Debatten: – hier zur Frage, ob Graffiti-Kunst nur im Verborgenen entstehen kann oder auch legale Flächen wie jene an der stillgelegten Essigfabrik zur Verfügung gestellt werden sollten.

Klassische Malerei, gepaart mit grafischen Elementen

Eine Beschreibung seines Stils fällt dem gebürtigen Erdinger schwer. „Ich mache mir da wenig Gedanken darüber, wie man das nennt.“ Er sei sehr stark beeinflusst von klassischer Malerei. „Es ist zeitgenössische Kunst, was ich mache, und immer figürlich. Man könnte es als klassische Malerei, gepaart mit grafischen Elementen bezeichnen.“

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Sein Werk „Grafftalk“ wird auch in einer Fotoausstellung des AK 68 im September zu sehen sein. Wahrscheinlich bleibt dies nicht das einzige Kunstwerk, mit dem Westermeier Wasserburg verschönert. „Ich plane, noch einmal vorbeizuschauen.“ „Es ist auf jeden Fall schön bei euch in Wasserburg.“

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