Sitzung des Hauptausschusses

„Graffiti im öffentlichen Raum“: Disput zwischen Grünen und SPD/Linke in Wasserburg erwartet

Sorgte für Irritationen bei den Grünen: Ein Graffiti-Workshop an der Essigfabrik, den Linken-Stadtrat Chris Peiker (links) und SPD-Stadträtin Irene Langer im Rahmen des Ferienprogramms angeboten haben. Mit auf dem Bild: Lena Lerpscher vom Jugendzentrum (2. von rechts) und Bürgermeister Michael Kölbl. Die SPD hatte die Grünen mit ihrem Antrag, legale Graffiti-Flächen zu schaffen, im Vorjahr abblitzen lassen.
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Sorgte für Irritationen bei den Grünen: Ein Graffiti-Workshop an der Essigfabrik, den Linken-Stadtrat Chris Peiker (links) und SPD-Stadträtin Irene Langer im Rahmen des Ferienprogramms angeboten haben. Mit auf dem Bild: Lena Lerpscher vom Jugendzentrum (2. von rechts) und Bürgermeister Michael Kölbl. Die SPD hatte die Grünen mit ihrem Antrag, legale Graffiti-Flächen zu schaffen, im Vorjahr abblitzen lassen.
  • Andrea Klemm
    vonAndrea Klemm
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Eine umfangreiche Tagesordnung hat sich der Haupt- und Finanzausschuss, der Dienstag, 29. September, um 18 Uhr im Sitzungssaal im Rathaus tagt, vorgenommen. Spannend dürften die beiden Anträge werden, die sich ums Thema Graffiti im öffentlichen Raum drehen.

Wasserburg – Einen stellen die Grünen - erneut. Und auch die SPD/Linke Liste hat das Thema nun für sich entdeckt. Etwas überraschend, bei der Vorgeschichte.

Die Fraktion CSU/Freue Wähler-Wasserburger Block will die Entwicklung einer Wasserburg-App und eine Umbenennung der Parkhäuser. Die Fraktion Bündnis90/Die Grünen wollen ein Jugendparlament verwirklicht sehen. Außerdem geht es um den „Wasserburger Winter 2020“ und die Entscheidung, ob der Badriazzo 2021 stattfinden kann.

Grüne sind irritiert über Kehrtwende bei der SPD

Das Thema „Graffiti im öffentlichen Raum“ wird für Diskussionen sorgen, die Grünen fühlen sich vorgeführt.

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Im Mai 2019 setzten sie sich erneut ein, legale Flächen für Graffiti-Künstler bereitszustellen und wurden ausgebremst.

Debatte über Sinn des Antrags der Grünen angestoßen

SPD-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Janeczka hatte im Hauptausschuss eine erneute Debatte über den Sinn des Antrags der Grünen angestoßen. Es sei „naiv“, zu glauben, Graffitikünstler würden sich legale Flächen für ihre Spraywerke wünschen. Diese Kunstform lebt von der Anarchie und ihrem Eintreten gegen das Establishment. „Politischer Unfug“ sei der Antrag der Grünen deshalb, so Janeczka, Mitglied des Arbeitskreises AK 68 in Wasserburg. Im Rahmen des Ferienprogramms im August 2020 haben die Stadtratsfraktion SPD/LLW eine Graffiti-Aktion an der alten Essigfabrik durch geführt. Das sorgte für Irritationen bei den Grünen.

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Nun gibt es eine Kehrtwende bei den Roten: Auf der Tagesordnung heute Abend steht ein Antrag der SPD/LLW: „Flächen für Graffiti im öffentlichen Raum“. Und der folgende Tagesordnungspunkt ist von den Grünen, die eine dauerhafte und vorübergehende Nutzung von Flächen für Graffiti beantragen.

Begehrter Veranstaltungsort: der schöne Rathaussaal

Des Weiteren wollen die Grünen bezahlbaren Wohnraum schaffen, in dem bestehende Gebäude aufgestockt werden.

Der Wirtschaftsförderungsverband stellt einen Zuschussantrag zu den Werbe- und Marketingkosten für 2019. Und es gibt verschiedene Anträge von Veranstaltern, den historischen Rathaussaal nutzen zu dürfen.

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