Gottesdienst auf Abstand: So geht's im Dekanat Wasserburg

Mit dem Maßband im Gotteshaus: Dekan Klaus Vogl. re

Mit dem Metermaß im Gotteshaus: Derzeit wird in vielen Kirchen des Dekanats Wasserburg ausgemessen, damit Gottesdienste ab dem 4. Mai unter Einhaltung der Abstandsregeln wieder stattfinden können. Der Dekan des Dekanats Wasserburg, Klaus Vogl, erläutert, wie sich die Pfarreien vorbereitet haben.

Wasserburger Land – „In welchem Umfang nun wieder Gottesdienste angeboten werden, liegt im Ermessen vor Ort. Es ist zu bedenken, dass sowohl manche Priester als auch Gläubige zur Risikogruppe gehören. Es kann um der Gesundheit willen nach wie vor geboten sein, noch nicht am Gottesdienst in der Kirche teilzunehmen oder noch keinen Gottesdienst zu zelebrieren und wie in den letzten Wochen geistliche Angebote im Radio, Fernsehen oder Internet aufzugreifen. Aus diesem Grund bleibt die Sonntagspflicht weiter außer Kraft“, berichtet Vogl.

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Für die öffentlichen Gottesdienste in den Kirchen gelte das mit der bayerischen Staatsregierung abgestimmte Infektionsschutzkonzept des jeweiligen Bistums. Die Details:

Anzahl der Gläubigen: Wie viele zum Gottesdienst in die Kirche dürfen, richtet sich nach der Größe der Kirche. Kriterium ist die Einhaltung des notwendigen Mindestabstands von zwei Metern zwischen zwei Personen. Damit lässt sich die empfohlene Teilnehmerzahl ermitteln. Familienmitglieder in gemeinsamer Wohnung sind nicht zum Einhalten der Abstandsregeln verpflichtet. Wenn davon auszugehen ist, dass mehr Gläubige kommen, als in die Kirche dürfen, empfiehlt das Erzbistum München und Freising ein Anmeldeverfahren. Personen, mit Fieber oder Symptomen einer Atemwegserkrankung sowie Personen, die mit dem Coronavirus infiziert, daran erkrankt oder vom Gesundheitsamt als Kontaktpersonen der Kategorie I oder II eingestuft wurden, müssen fernbleiben, so Vogl

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Ablauf des Gottesdienstes:Während des Gottesdienstes ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, die lediglich zum Kommunionempfang abgenommen werden kann. Auf gemeinsames Singen soll möglichst verzichtet werden. Die Gesangbücher der Kirche werden nicht zur Verfügung gestellt. Es werden ein Eingang und ein Ausgang festgelegt. Die Türen stehen offen, damit niemand Türgriffe anfassen muss.

Messen, Ordner organisieren, Plätze ausweisen

Ehrenamtliche Ordner helfen beim Einnehmen der Plätze und achten darauf, dass die Vorgaben eingehalten werden. Die Dauer des Gottesdienstes ist auf eine Stunde begrenzt. Der Friedensgruß durch Handreichung unterbleibt.

Die Hl. Kommunion kann nur in die Hand empfangen werden. Der Kommunionspender desinfiziert sich die Hände und legt Schutzhandschuhe an. Auch hier soll ein möglichst großer Abstand gehalten werden.

Für die Verantwortlichen in den Pfarrgemeinden des Dekanates Wasserburg heißt es nun, Angebote planen, Kapazitäten ausmessen, Plätze ausweisen, ehrenamtliche Ordner organisieren und Lösungen finden, die vor Ort praktikabel und mit dem vorgegeben Schutzkonzept kompatibel sind. Die Termine für die Wiederaufnahme der Gottesdienste und die Organisation variieren von Ort zu Ort.

Kommunionen, Firmungen, Trauerfeiern, Hochzeiten, Wallfahrten, Prozessionen: Die Erstkommunionen in den Pfarreien sind vorerst bis nach Pfingsten verschoben, Firmungen bis nach den Sommerferien. Requien und Trauergottesdienste in den Kirchen können nach den genannten Regeln für Gottesdienste gefeiert werden. Für die Beerdigung am Friedhof gilt die Beschränkung auf 15 Personen weiterhin. Wallfahrten und Bittgänge sollen bis zu den Sommerferien abgesagt werden. Fronleichnamsprozessionen mit der Gemeinde finden in diesem Jahr ebenfalls nicht statt.

Trauungen und Einzeltaufen können durchgeführt werden. Allerdings wird auf unmittelbare Berührungen durch den Priester wie bei der Salbung des Täuflings oder beim Segen der Brautleute verzichtet. Dabei gelten ebenfalls die bereits erklärten Abstandsregeln.

„Während die einen sich freuen, dass nun wieder bald in den Kirchen gemeinsam Gottesdienst gefeiert werden kann, haben andere Zweifel, ob bei all den Vorgaben eine würdige und stimmungsvolle Feier von Gottesdiensten überhaupt möglich ist. Es bleibt spannend, wie die öffentlichen Gottesdienste nun angenommen und empfunden werden“, betont Dekan Vogl.

So planen die Pfarrverbände und Pfarreien

Die Pfarreien des Dekanates Wasserburg werden in den kommenden Tagen in den Gottesdienstanzeigern und Homepages detailliert bekannt gaben, wie das öffentliche gottesdienstliche Leben vor Ort nun aussehen wird und was zu berücksichtigen ist. Im Pfarrverband Amerang beginnen die Gottesdienste am Dienstag. Um Anmeldung im Pfarrbüro wird gebeten. Im PfarrverbandPfaffing-Albaching beginnen die öffentlichen Gottesdienste am Donnerstag um 8 Uhr in Ebrach. Anmeldung über das Pfarrbüro. In Eiselfing-Babensham beginnen die Gottesdienste am Samstagabend. Im Pfarrverband Rott finden ab Dienstag wieder öffentliche Gottesdienste statt. Für die Gottesdienste an Vorabenden, Sonn- und Feiertagen ist eine Anmeldung im jeweiligen Pfarrbüro notwendig.

. duc

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