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Nach angeblicher Verfolgsgungsjagd

Mann aus dem Wasserburger Land spielt sich als Polizist auf

Amtsanmaßung: Ein Angeklagter aus dem Wasserburger Land, der vor Amtsgericht Rosenheim stand, soll sich als Polizist ausgegeben haben.
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Amtsanmaßung: Ein Angeklagter aus dem Wasserburger Land, der vor Amtsgericht Rosenheim stand, soll sich als Polizist ausgegeben haben.
  • VonTheo Auer
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Ein 35-Jähriger aus dem Wasserburger Land stand vor dem Amtsgericht Rosenheim, weil er sich nach einem angeblichen Verfolgungsrennen als Polizist aufgespielt haben soll. Amtsanmaßung, lautete der Vorwurf.

Wasserburg – Völlig schuldlos stellte sich der 35-jährige vor dem Amtsgericht Rosenheim zunächst dar. Nicht er habe sich am zweiten Februar 2021 schuldig gemacht. Vielmehr habe sich ein Audi-Fahrer mit einem zweiten Wagen vor Wasserburg ein Rennen geliefert, bei dem er und eine andere Verkehrsteilnehmerin zu einem gefährlichen Ausweichmanöver von der Straße in das angrenzende Gelände gezwungen worden seien. Die rücksichtslosen Gefährder seien als „Unfallflüchtende“ weiter gefahren.

Zeugin meldete sich nicht

Die mit ihm betroffene Fahrerin habe erklärt, sie würde den Unfall selber der Polizei melden. Deshalb habe er sich um die Daten der Frau nicht weiter bemüht. Leider habe sie das Versprechen nicht eingehalten , deshalb könne er diese Frau als weitere Zeugin nicht benennen.

Zeugen sprechen von Versuch der Einschüchterung

Den Vorfall schilderte der Angeklagte vor dem Amtsgericht so: Er sei mit dem Wagen seiner Freundin unterwegs gewesen. Deshalb habe er dieses Fahrzeug zunächst zurückgebracht, um mit seinem eigenen Auto zur Polizei zu fahren. Hier habe er den Vorfall zur Anzeige bringen wollen.

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Auf dem Weg zur Inspektion sei er den beiden Verkehrsrowdys begegnet und habe sie zum McDonalds an der Bernd-Motzkus-Straße verfolgt. Dort habe er sie zur Rede gestellt und, um die Sache rechtlich zu klären, deren Daten beziehungsweise deren Ausweise verlangt. Ihm gegenüber habe man den Vorfall sogar eingestanden und darum gebeten, nicht die Polizei zu verständigen.

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Die vier Zeugen, die vor der Türe warteten, erstatteten jedoch selber Anzeige – wegen Amtsanmaßung. So lautete dann auch die Anklage. Er habe sich nämlich als Polizist ausgegeben, um einzuschüchtern und die Personalien zu erzwingen, lautete der Vorwurf.

Angeklagter unter offener Bewährung

Das wies der Angeklagte vor dem Amtsgericht zwar weit von sich, die Vorsitzende Richterin Julia Haager zeigte jedoch auf, dass seine Einlassung nicht sehr stichhaltig sei und alle Zeugen den Sachverhalt schildern würden, wie in der Anklage ausgeführt.

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Dazu kommt, dass der Mann wegen einer früheren Verurteilung unter offener Bewährung mit einer nicht unerheblichen Strafe stand. Falls er seinen Einspruch zurücknähme oder wenigstens auf das Strafmaß beschränke, könne man dies als Geständnis werten. Mit der dann zu erwartenden geringeren Geldstrafe könne er den empfindlichen Widerruf der offenen Bewährung vermeiden.

Dieses Zugeständnis fiel dem Mann vor Gericht sichtlich schwer. Er entschloss sich schließlich aber doch, die Sache zu einem schnellen Ende zu bringen. Der Staatsanwalt stimmte ebenfalls zu – was zwingend notwendig ist – und so blieb es bei einer Geldstrafe von 800 Euro, die der Angeklagte in moderaten Raten bezahlen darf.

Das Urteil wurde sofort rechtskräftig.

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