Gerätewarte der Haager Feuerwehr müssen Tätigkeitsnachweis führen

Die Atemschutzgeräte bei der Feuerwehr Haag müssen selbstredend für den Einsatz regelmäßig gewartet werden.
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Die Atemschutzgeräte bei der Feuerwehr Haag müssen selbstredend für den Einsatz regelmäßig gewartet werden.
  • vonLudwig Meindl
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Die Feuerwehr Haag verfügt über Atemschutzgeräte, die für den Einsatz regelmäßig gewartet werden müssen. Für die Ausführungsmodalitäten gibt es seit 15 Jahren Verträge, die nun aktualisiert wurden und vom Gemeinderat befürwortet.

Haag – Seit dem Jahr 1984 verfügen die Haager über eine eigene Atemschutzübungsanlage. Sie wurde im Zuge des Neubaus des Gerätehauses im Dachgeschoss mit 95 Arbeitsstunden und einem Kostenaufwand von 2500 Mark eingerichtet. Seitdem üben hier die Haager und Nachbarfeuerwehren unter Brandgeräuschen, Rauchnebel und hohen Temperaturen den Ernstfall. Die wichtigsten Utensilien sind dabei die Atemschutzgeräte, die für Übungen wie auch für den Fall eines Einsatzes vor Ort stets im betriebsfertigen Zustand gehalten werden müssen.

Den Vertrag über die Pflege schloss die Gemeinde mit den Gerätewarten 2005. Dritter Bürgermeister Dr. Florian Haas (PWG), mit Thomas Schober und Philipp Buresch selber einer der Gerätewarte, regte nun die Anpassung nach neuen technischen und rechtlichen Richtlinien an.

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Bürgermeisterin Sissi Schätz dankte den Aktiven für ihre Arbeit. Thomas Schober erläuterte den neuen Vertrag. Die Arbeiten werden in der Atemschutzwerkstätte im Keller des Feuerwehrgerätehauses ausgeführt. Im künftigen Tätigkeitsnachweis ist für jedes Atemschutzgerät ein digitaler Dokumentationsnachweis zu führen. Darin sind die Arbeiten mit Datum und Namen der Ausführenden vermerkt. Laut Vertrag müssen die Wartungs- und Pflegearbeiten vom Gerätewarte so ausgeführt werden, dass im Alarmfall immer eine ausreichende Kapazität an Atemschutzgeräten einsatzbereit ist.

Die Gerätewarte müssen Befähigungsnachweise vorlegen und entsprechende Fortbildungen besuchen. Die Kosten dafür übernimmt die Gemeinde. Am Jahresende haben sie eine Übersicht über ihre Dienstleistungen abzugeben und vom Kommandanten abzeichnen zu lassen.

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Zu überprüfen sind Pressluftatmer, Lungenautomaten, Pressluftflachen, Atemschutzmasken, Chemikalienschutzanzüge, Prüf- und Messgeräte.

Die Arbeiten gliedern sich in Reparaturen, Reinigung und Desinfektion, Überprüfung, Austausch von Verbrauchsteilen, so die Sprechmembrane und Ventile der Atemschutzmasken, und das Nachfüllen der Pressluftflaschen. Generell gilt ein Stundensatz von 20 Euro laut neuer Vergütungsregelung. Je Gerät werden jährliche Pauschalen für die Wartung gezahlt, so 35 Euro pro Pressluftatmer und 15 Euro pro Schutzmaske. Für das Füllen von Atemluftflaschen auswärtiger Feuerwehren stehen zwei Euro je Flasche an.

Der Verwaltungs- und Kulturausschuss fasste den Beschluss zum neuen Vertrag einstimmig.

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