Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


„Die Truppe passt zusammen“

Generationenwechsel bei der Feuerwehr Allmannsau

Die neue Vorstandschaft der Feuerwehr Allmannsau (von links): Peter Kebinger junior, Hans Kneißl junior, Stefan Stelmanszek, Heinrich Wagner, Lorenz Köbinger, Florian Greißl, Elisabeth Schloifer und Josef Wimmer mit Bürgermeisterin Sissi Schätz.
+
Die neue Vorstandschaft der Feuerwehr Allmannsau (von links): Peter Kebinger junior, Hans Kneißl junior, Stefan Stelmanszek, Heinrich Wagner, Lorenz Köbinger, Florian Greißl, Elisabeth Schloifer und Josef Wimmer mit Bürgermeisterin Sissi Schätz.
  • VonLudwig Meindl
    schließen

Heinrich Wagner löst Hans Kneißl nach fast 25 Jahren als Kommandant ab. Kreisbrandmeister Herbert Rutter bringt ein wichtiges Anliegen vor.

Allmannsau – Einen Generationenwechsel vollzog die Feuerwehr Allmannsau. Heinrich Wagner löst Hans Kneißl als Kommandant ab und Johann Kneißl junior Anton Kebinger als Vorsitzenden. „Die Truppe passt zusammen“, resümierte Rechtmehrings Bürgermeister Sebastian Linner. Bereits 1992 hatte Hans Kneißl sein Amt als Zweiter Kommandant angetreten. 1998 wurde er Erster Kommandant.

Höhepunkte seines Wirkens waren der Gerätehausbau 1995 und die 125-Jahr-Feier 2002: „Das bleibt unvergesslich.“ Nun legte er sein Amt ab. Einstimmig votierte die Versammlung unter Wahlleitung der Haager Bürgermeisterin Sissi Schätz für Heinrich Wagner. Zweiter Kommandant bleibt Florian Greißl. Neuer Vorsitzender wurde Johann Kneißl junior.

Lobende Worte von drei Bürgermeistern und Landrat Heimerl

Ebenfalls neu ins Amt kamen zweiter Vorsitzender Lorenz Köbinger und Kassier Peter Kebinger junior. Schriftführerin bleibt Elisabeth Schloifer. Jugendwarte sind Josef Wimmer und Stefan Stelmaszek, Kassenprüfer Lorenz Fußstetter und Frieder Meidert. Landrat Max Heimerl nannte Allmannsau ein besonderes Pflaster, da zur Feuerwehrversammlung drei Bürgermeister erschienen. Er habe von 100 Wochen im Amt bislang 55 Wochen Krisenmanagement betrieben. In dieser besonderen Herausforderung habe er die Hilfsorganisationen und Feuerwehren kennengelernt: „Ohne Feuerwehren wäre die Situation nicht zu meistern gewesen.“ Ihnen gelte ein herzlicher Dank.

Linner bestätigte: Langgediente Mitglieder stünden zur Verabschiedung an. Sie hätten hervorragende Arbeit geleistet. Bürgermeister Thomas Weber von Soyen lobte an den Allmannsauern, dass sie ihre „Jugendarbeit gut vorangetrieben“ haben. Kreisbrandinspektor Bernd Michl dankte der Wehr, besonders dem scheidenden Kommandanten Hans Kneißl. Kommandant Thomas Göschl von Haag bot der neuen Vorstandschaft Unterstützung in Rat und Tat an.

Einen knappen Bericht legte Anton Kebinger über die Corona-Zeit vor. Ein Jahr habe es überhaupt keine Aktion gegeben. Dann führte die Wehr statt dem großen Hallenfest ein kleines Gartenfest durch. Besucht habe man den Trachtenverein Lengmoos. Der Vereinsausflug ins Automobilmuseum sei ebenfalls „klein und fein“ ausgefallen. Elisabeth Schloifer zählte abgesagte Funkübungen und Gruppenstunden auf und erinnerte an die Ernennung von Josef Wimmer zum Ehrenvorsitzenden.

51 Aktive zählte Kommandant Kneißl, darunter sieben Feuerwehrfrauen. Viele Junge habe man zu den Aktiven übernommen. 14 Einsätze waren in zwei Jahren angefallen, drei Brände und elf technische Hilfeleistungen. Als markanten Einsatz schilderte er den Hagel, der Allmannsau „ziemlich stark getroffen“ habe: „Wir sind auf 15 Zentimeter Eis gestanden.“ Als großer Vorteil habe sich die Ortskenntnis erwiesen. Das rechtfertige den Erhalt der kleinen Wehren auf dem Land. Die Ausbildung habe man in kleinen Gruppen abgehalten, so Kneißl. Nun hoffe er, „dass wir wieder besser anpacken können“.

Der Frauenanteil wird immer größer

Kassier Peter Kebinger bilanzierte ein Plus nach „deutlich weniger Einnahmen und Ausgaben“. Von verkürzten Ausbildungen berichtete Stellvertreter Florian Greißl. Die digitale Alarmumstellung mit neuem Funkempfänger habe geklappt. Zwölf Jugendliche hatte Jugendwart Josef Wimmer im Jahr 2020, aktuell sind es sieben Feuerwehranwärter. Ein Trend sei unverkennbar: „Der Frauenanteil wird immer stärker.

Die Jugendübungen seien gut besucht worden und hätten unter anderem Zeltbrände, Personenrettung aus KFZs und Fahrzeugkunde beinhaltet. Für den Wissenstest habe man geübt, ihn aber nicht ablegen können.

+++ Weitere Artikel und Nachrichten aus der Region Wasserburg finden Sie hier. +++

Ein Anliegen an die Inspektion und Kreisbrandmeister Herbert Rutter nannte der Jugendwart in der Reduzierung des „schwierigen Umfangs der Ausbildung. Der schreckt viele ab.“

Mehr zum Thema