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Auch keine Umrüstung erwünscht

Gemeinderat Griesstätt lehnt öffentlichen Trinkwasserbrunnen mit knapper Mehrheit ab

Der Brunnen am Kirchplatz wird nicht zu einem Trinkwasserbrunnen umgerüstet. Am Wasserhahn steht: kein Trinkwasser.
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Der Brunnen am Kirchplatz wird nicht zu einem Trinkwasserbrunnen umgerüstet. Am Wasserhahn steht: kein Trinkwasser.

6:5 sagen Nein: In Griesstätt wird kein öffentlicher Trinkwasserbrunnen installiert und auch nicht der bestehende Brunnen am Kirchplatz umgerüstet. Kosten und Keime stellen für die knappe Mehrheit ein Risiko dar.

Von Karlheinz Rieger

Griesstätt – „Wollen wir einen Trinkwasserbrunnen in Griesstätt?“ war die Kernfrage, mit der Bürgermeister Robert Aßmus (parteifrei) den Tagesordnungspunkt bei der jüngsten Gemeinderatssitzung einleitete. Verbunden war damit auch sein Hinweis, durch eine grundsätzliche Entscheidung wolle er unnötige Arbeiten in der Verwaltung vermeiden.

6:5 Stimmen sagen „Nein“

Mit einer knappen Mehrheit von 6:5 Stimmen lehnten die Gemeinderäte schließlich nach kurzer Diskussion die Errichtung eines Trinkwasserbrunnens im Ort aber auch die Umrüstung des bestehenden Brunnens am Kirchplatz ab, damit aber auch die Nutzung von 15 000 Euro eines Förderprogramms des Freistaates Bayern, welches solche Maßnahmen bezuschusst. Einen Trinkwasserbrunnen wird es im Ortskern der Gemeinde in Zukunft also nicht geben.

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Dass ein solcher im Ortszentrum durchaus seinen Reiz haben könnte, wollte Gerhard Braunen (BfG) nicht bestreiten, er stellte aber in den Vordergrund, dass man gut darüber nachdenken sollte, was für Folgekosten entstünden, und dass man bei der Qualität des Wassers dann auch in der Verantwortung stehe. Helmut Schuster (BfG) konnte sich einen Brunnen mit Trinkwasserqualität am Kirchplatz schon vorstellen.

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Das Wasser im bestehenden Brunnen erscheine ihm wegen möglicher Keime eher bedenklich, begründete er seine Position. Für den Wasserbeschaffungsverein bestätigte Rudolf Liedl (GfuG) die Möglichkeiten einer Qualitätssicherung des laufenden Wassers mit Hilfe einer eingebauten Spülung. Auch Frostsicherheit könne hergestellt werden. Man solle das Projekt auf alle Fälle weiterverfolgen. Liedl gab aber auch zu Bedenken, ob ein solcher Brunnen überhaupt angenommen würde, sei nicht klar. Dazu in anderen Gemeinden nachzufragen, wäre hilfreich, meinte er. Bürgermeister Robert Aßmus verwies in dem Zusammenhang gegenüber dem Wasserbeschaffungsverein auf die alleinige Zuständigkeit der Gemeinde in dieser Angelegenheit, da nur sie einen potenziellen Zuschuss bekäme. Er machte aber auch deutlich, dass er nicht auf Verdacht Angebote einholen wolle und drang auf eine Entscheidung in der Sitzung.

Kein Mehrwert erkennbar

Nach dem Statement von Jürgen Gartner (GfuG) zeichnete sich dann eine Ablehnung ab. Dieser hatte auch unter Verweis auf Folgekosten deutlich herausgestellt, dass er selbst keinen Mehrwert für die Gemeinde durch einen Trinkwasserbrunnen erkennen könne. Man sei auch kein touristisch ausgebauter Ort.

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Mit 6:5 fiel schließlich die ablehnende Abstimmung gegen die Errichtung eines Trinkwasserbrunnens beziehungsweise die Umrüstung des bestehenden Wasserspenders am Kirchplatz denkbar knapp aus.

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