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Es geht um eine Nutzungsänderung

Gemeinderat bezeichnet Areal eines Autohändlers als „Schandfleck“ von Edling

Mit diesem Areal in Edling sind die Gemeinderäte nicht zufrieden.
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Mit diesem Areal in Edling sind die Gemeinderäte nicht zufrieden.
  • Sophia Huber
    VonSophia Huber
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Das Areal eines Autohändlers in der Nussbaumstraße sorgte in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Edling für Unmut. Das Gremium spricht vom „hässlichsten Punkt“ im ganzen Ort.

Edling – Über den „hässlichsten Punkt“ in ganz Edling diskutierte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. So zumindest bezeichnete Zweiter Bürgermeister Jakob Berger (CSU) den Autohändler in der Nussbaumstraße.

Landratsamt schlägt Keile vor

Hintergrund für diese Aussage war ein alter Antrag, den der Gemeinderat bereits im Jahr 2017 behandelt hatte.

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Dort hatte der Autohändler eine Nutzungsänderung beantragt. Im Zuge dessen hatte sich der Händler gewünscht, auch den Gehweg abzusenken, um hier eine Rangiermöglichkeit für seine Autos zu schaffen. Der Gemeinderat hatte zwar der Nutzungsänderung zugestimmt. Doch schon damals war die Absenkung abgelehnt worden, da die Ratsmitglieder die Gefahr sahen, dass ein abgesenkter Gehweg als Parkmöglichkeit missbraucht werden könnte.

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Nun war das Thema wieder auf der Tagesordnung des Gremiums gelandet. „Das Landratsamt Rosenheim hat die von uns stattgegeben Nutzungsänderung jetzt erst bearbeitet“, erklärte Bürgermeister Matthias Schnetzer (CSU). Er sei „durchgerutscht“. Das Landratsamt habe jedoch einen Vorschlag für die Gehwegproblematik. Der Händler könnte Keile vorlegen und so mit seinen Autos rangieren. Von diesem Vorschlag waren die Ratsmitglieder aber gar nicht begeistern.

„Wollen wir das wirklich für Edling?“, fragte Florian Prietz (UBG). „Ich persönlich finde, dass das falsche Signal für die Gemeinde. Das passt einfach nicht.“

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Noch deutlicher wurde Zweiter Bürgermeister Berger: „Das ist der hässlichste Punkt in ganz Edling“, ärgerte er sich und bekam Unterstützung von Rudolf Adler (CSU). „Das ist, als ob wir einen Schandfleck legalisieren.“

„Gehweg bleibt Gehweg“

Auch Dr. Stefan Schweitzer (CSU) zweifelte am Vorschlag des Landratsamts. „Fallen Rangierabreiten nicht dauerhaft an? Wie kann man das denn so formulieren, dass die Keile eine Ausnahme sind?“ Schließlich sei klar: „Gehweg bleibt Gehweg.“

Schnetzer erklärte jedoch, dass die Gemeinde bei solchen Formulierungen vorsichtig agieren müsse. „Wir haben auch woanders Lieferverkehr.“ Im schlimmsten Fall wäre dieser dann ebenfalls beeinträchtigt.

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Sandra Waldherr (UBG) ärgerte sich zudem darüber, dass der Autohändler in den vergangenen vier Jahren seine Entwässerung nicht geregelt hatte. „Ich bin der Meinung, dass wir das reinschreiben.“ Sonst sei dies auch ein Versäumnis der Gemeinde. Einstimmig entschied sich der Gemeinderat dafür, die vom Landratsamt vorgeschlagene Keillösung, abzulehnen.

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