Gemeinde stimmt für Vertragsverlängerung

Rathaus Haag bleibt Mobilfunkstandort bis 2026

Die Antennen auf dem Haager Rathausdach waren Thema bei der Diskussion um die Verlängerung des Mobilfunkstandorts. Letztendlich wurde eine neue Vertragslaufzeit bis 2026 einstimmig befürwortet.
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Die Antennen auf dem Haager Rathausdach waren Thema bei der Diskussion um die Verlängerung des Mobilfunkstandorts. Letztendlich wurde eine neue Vertragslaufzeit bis 2026 einstimmig befürwortet.
  • vonLudwig Meindl
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Vorbei scheinen die Zeiten, in denen sich die Gemüter an Mobilfunkstandorten erhitzten. Der Vertrag für das Haager Rathaus steht zur Verlängerung und zur Umrüstung auf die 5G-Technik an. Der Verwaltungs- und Kulturausschuss erteilte einstimmig seine Befürwortung.

Haag – Bereits im Jahr 1999 wurde auf dem Haager Rathausdach eine Mobilfunkstation eingerichtet. Der erhöhte Standort auf dem Marktplatz schien den Betreibern recht günstig. Nun steht bereits der sechste Nachtrag zum Mietvertrag der Anlagen mit der Firma Telefonica Germany und deren Nachfolgerbetreiber Telxius Towers an.

Verschiedene Meinungen zu Mobilfunkanlagen

Die Antennen seien „nicht besonders schön“, räumte Bürgermeisterin Sissi Schätz (SPD) vorweg ein. Die denkmalschützerische Erlaubnis liege vor.

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Die baurechtlichen und technischen Voraussetzungen seien erfüllt. Noch dazu habe man die Meinung des Naturschutzes eingeholt, ob die direkten Nachbarn, die Störche im Nest daneben, die sich derzeit auf Urlaub im Süden befinden, beeinträchtigt seien. Das sei nicht der Fall: „Die Antennen stören sie nicht.“ Zu Mobilfunkanlagen selbst gäbe es natürlich, so Bürgermeisterin Schätz weiter, „völlig unterschiedliche Stellungnahmen“.

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Schadet die neue Technik?

Hermann Jäger (PWG) betonte, dass es bislang „nicht offensichtlich“ sei, „ob die neue Technik schadet“. Fest stehe demgegenüber jedenfalls: Jeder möchte telefonieren. Zu bedenken habe die Gemeinde allerdings schon, ob sie aus dem Standortmietvertrag austreten könne, wenn es zu Komplikationen kommen sollte.

Laufzeit des Mietverhältnisses soll verkürzt werden

Grundsätzlich unterstrich Bürgermeisterin Schätz, dass man den Standort von Seiten der Gemeinde „nicht wegverhandeln“ habe wollen. Die Gemeinde sei weder von Umbaumaßnahmen noch von sonstigen Problemen betroffen.

Trotzdem stufte Siegfried Maier (SPD) die Laufzeit des zu verhandelnden Vertrags auf das Jahr 2032 als „unglücklich“ ein.

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Egon Barlag (Freie Wähler) fragte die Kündigungsmöglichkeiten nach, und stellte hierauf den Antrag, die Laufzeit des neuen Mietverhältnisses um fünf Jahre zu verkürzen.

Bürgermeisterin Sissi Schätz bestätigte generell: „Wir können mit einem wichtigen Grund aussteigen, wenn sich zum Beispiel Gesundheitsschäden ergeben.“

Einstimmig für eine Vertragslaufzeit bis 2026

In der folgenden Abstimmung erfuhr die ursprünglich angesetzte Verlängerung des Mobilfunkstandorts auf das Jahr 2032 keine Befürwortung, die von Egon Barlag beantragte neue Laufzeit auf 2026 wurde einstimmig angenommen.

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