Gemeinde Schonstett sucht Geschäftsführer für den Kindergarten

Der Kindergarten Schonstett soll eine Geschäftsführung bekommen. Ohne professionelle Unterstützung ist der Betrieb nicht mehr zu stemmen.
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Der Kindergarten Schonstett soll eine Geschäftsführung bekommen. Ohne professionelle Unterstützung ist der Betrieb nicht mehr zu stemmen.

Schonstett –. Viel Diskussionsbedarf gab es im Gemeiknderat Schonstett zur vom Kindergartenverein beantragten Einstellung eines Geschäftsführers oder einer Geschäftsführerin – auch im Hinblick auf eine höhere Defizitzahlung im Haushaltsjahr 2021.

Der Kindergarten Schonstett wird bisher vom Kindergartenverein geleitet. Inzwischen ist die Einrichtung auf ein mittelständisches Unternehmen mit 19 Angestellten angewachsen. Die Herausforderungen und Anforderungen werden ständig mehr und der Arbeitsaufwand ist ehrenamtlich einfach nicht mehr zu bewältigen, begründete der Verein den Antrag. Er möchte einen Geschäftsführer für 20 Stunden pro Woche anstellen. Darüber, dass der Vorstand des Vereins – alle sind auch beruflich eingespannt – diese Aufgabe nicht mehr bewältigen kann, war sich das Gremium einig. Strittig war jedoch, ob ein Geschäftsführer für alle Arbeiten nicht überqualifiziert sei und eine Anstellung für die Hälfte der Zeit und zusätzlich mit einer Verwaltungskraft mit ebenfalls zehn Stunden pro Woche vernünftiger und auch kostengünstiger wäre.

Kindergarten stößt an seine Grenzen

Andererseits dränge die Zeit und geeignetes Personal für diese wenigen Arbeitsstunden pro Woche werde schwierig zu finden sein, hieß es. Weiter sei zu berücksichtigen, dass der komplette Vorstand des Kindergartenvereins neu gewählt worden sei, sich erst einarbeiten müsse und sich bei der Übernahme des Amts auf eine Entlastung durch eine Neueinstellung verlassen habe.

Der Kindergarten steht zudem in den nächsten Jahren vor weiteren Herausforderungen. Der Pachtvertrag mit dem Grundstückseigentümer läuft aus. Im vergangenen Jahr gab es 23 Geburten. Damit stoße der Kindergarten an seine Kapazitätsgrenzen. Eine Erweiterung um eine Gruppe könnte die Folge sein. Das neue Baugebiet werde die Zahl der Kinder weiter erhöhen, so die Prognose. Die Gemeinde wird also wachsen – das sei auch so gewollt.

Das Gremium gestand sich ein, dass eigentlich schon früher hätte reagiert werden müssen. Am Ende einigten sich die Mitglieder einstimmig auf die Einstellung eines/-r Geschäftsführers/-in mit einer Obergrenze von 20 Stunden pro Woche. Der Gemeinderat hofft, dass der Defizitausgleich doch nicht so hoch ausfällt, wie prognostiziert. Im Raum stehen 80 000 Euro. mv

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