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In vielen Vereinen engagiert mitgewirkt

Gemeinde Rott trauert um Clemens Schreyer (80) und dankt für seine Verdienste

Clemens Schreyer
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Clemens Schreyer
  • VonRichard Helm
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Als Ehrenkommandant konnte Clemens Schreyer (80) im Juli noch in Rott beim großen Festumzug der Feuerwehr in der Kutsche mitfahren. Doch da wusste er schon, wie es um ihn stand.

Rott – Am 24. Juli konnte Clemens Schreyer noch beim großen Festumzug der Feuerwehr als Ehrenkommandant in der Kutsche mitfahren. Doch da wusste er schon, wie es um ihn stand.

Anfang Juli bekam Clemens Schreyer die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs. m Anfang hatte er noch Hoffnung, der Krebs habe noch nicht gestreut. Doch die Kräfte nahmen bald ab, der Tod kam schneller als erwartet. Clemens Schreyer wurde keine 81 Jahre alt.

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Die vielen Menschen, die ihn auf seinen letzten Gang begleiteten, zeugen von seinem großen ehrenamtlichen Engagement. Sich im Ort einbringen, war für ihn Ehrensache. So war Clemens aktives Mitglied, stellvertretender Kommandant, dann Kommandant und schließlich Ehrenkommandant bei der Feuerwehr Rott. Er war hauptverantwortlich für den Bau des Feuerwehrhauses, so wie es die Rotter jetzt kennen.

Bürgermeister Daniel Wendrock betont: „Clemens Schreyer hat in seiner Funktion als langjähriger Kommandant viel dazu beigetragen, unsere Feuerwehr auf ihren modernen und so erfolgreichen Weg zu bringen. Dafür ist ihm unsere Gemeinde sehr, sehr dankbar.“

Schreyer war Sänger bei der Liedertafel, er war Mitglied bei den Schützen, dem Theaterverein, dem ASV, dem Trachtenverein und der Rotter Blasmusik. Viele Jahre engagierte er sich in der Kirchenverwaltung. Die Renovierung der Rotter Kirche begleitete er als Kirchenpfleger.

Clemens Schreyer ist mitten im Kriegsjahr 1941 geboren und wuchs mit seiner jüngeren Schwester Resi in Lengdorf auf. Die Schule besuchte er in Rott und Rosenheim. In seiner Jugend hat er gerne Fußball gespielt, viele Bergtouren gemacht und Modellflieger gebaut. Er hat bei seinen Eltern in der Käserei, dem Bauernhof und dem erst jungen Fuhrunternehmen mitgearbeitet. Mit 18 Jahren machte er den Lkw-Führerschein, später dann die Fuhrunternehmerprüfung und transportierte Milchkannen, Holz oder er fuhr Getränke für die Brauereien Kaiser und Spaten.

Die Familie war ihm immer sehr wichtig

Beim Tanzen in Rott lernte der junge Clemens Lina Springer kennen und lieben. 1968 haben die beiden in Rott geheiratet. Sie haben vier Kindern das Leben geschenkt. Mit diesen Kindern kam er auf neun Enkel. Die Familienzusammenkünfte und das Feiern mit der Familie war ihm immer sehr wichtig.

1974 hat Clemens Schreyer den Betrieb seines Vaters übernommen und zu seiner heutigen Größe ausgebaut. Er war immer fleißig und die Arbeit war ein ganz wichtiger Teil seines Lebens. Großen Wert legte er auf Einsatz, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Ein wichtiger Grundsatz war ihm: „Wer feiern kann, kann auch aufstehen und Leistung bringen.“ Ganz egal, wann er heimgekommen war, er stand sehr früh auf, um die ersten Fahrer zu empfangen, Zeitung zu lesen und die Post zu öffnen. 2007 hat er das Unternehmen an seinen Sohn übergeben. Bis zu Lebensende war an den Vorgängen in der Firma interessiert.

Zahlreiche Hobbies – und immer die Kamera im Gepäck

Zu seinen Hobbies zählten Kartenspielen, Radtouren planen und fahren, Skifahren, Reisen und Fotografieren. Bei den Pfarrreisen war er immer dabei. Mit im Gepäck war natürlich seine Kamera, mit der er ganz viel festhielt, von dem, was er gesehen oder erlebt hat. Er war ein geselliger, lebensfroher Mensch. Er konnte hart arbeiten, aber auch feiern und genießen.

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