Gemeinde Pfaffing belegt 10. Platz bei Umlagekraft im Landkreis

Für die Erweiterung und Sanierung des katholischen Kindergartens stehen im Pfaffinger Haushalt für dieses Jahr 926.000 Euro bereit. Günster

Einstimmig hat der Pfaffinger Gemeinderat seinen Haushalt beschlossen. Bürgermeister Lorenz Ostermaier nutzte dies als Rückblick auf gut 20 Millionen Euro, die in den letzten Jahren in seiner Amtszeit investiert worden sind. Auch heuer steht viel auf der Agenda.

Von Karlheinz Günster

Pfaffing– Bei 4212 Einwohnern erreicht der Verwaltungshaushalt sieben Millionen Euro und der Vermögenshaushalt 3,8 Millionen Euro, so war bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Pfaffing zu hören. Ein Überschuss von 354 000 Euro wird erwartet, das entspricht etwa der Hälfte des Vorjahres. Weil 2017 und 2018 mehr Steuern eingenommen wurden, erhöht sich heuer mit zwei Jahren Zeitversatz die Kreisumlage, auf der Einnahmeseite sinkt die Schlüsselzuweisung.

Kontinuierlich sind Steuer- und Umlagekraft in den letzten Jahren in Richtung fünf Millionen Euro und darüber hinaus gewachsen. Das beschert der Gemeinde einen zehnten Platz bei der Umlagekraft im Landkreis.

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Zu den vorgesehenen Investitionen zählen der Ankauf von Grundstücken mit 903.000 Euro, der Erwerb von Anlagevermögen mit 118.000 Euro, Baumaßnahmen mit einer Million Euro und Investitionszuschüsse mit 926.000 Euro; dahinter verbirgt sich die Sanierung mit Erweiterung des katholischen Kindergartens. Daher übersteigen die Ausgaben die Einnahmen um 2,8 Millionen Euro, was die Rücklage auffängt.

Keine neuen Darlehen zu erwarten

Neue Darlehen sind nicht von Nöten. Die Schulden sinken voraussichtlich auf 1,2 Millionen Euro, die Rücklage von knapp zwölf Millionen Euro auf 8,9 Millionen Euro. Hinzu kommen eigene Rücklagen für Fahrzeuge für die Feuerwehr, den Bauhof, Straßenausbaupauschalen, Kanalgebühren und die Abwasserbeseitigung in Höhe von insgesamt 416.000 Euro. Die Gemeinde verfügt über 65 Kilometer Gemeindeverbindungs- und Ortsstraßen, deren 115.000 Euro Unterhaltszuschuss vom Landkreis die Kosten jedoch nicht deckt.

Beschlossen wurden auch der Finanzplan und das Investitionsprogramm bis ins Jahr 2023. Darin sind der Anbau ans Rathaus enthalten, wie auch das neue Feuerwehrauto für Rettenbach oder Straßensanierungen (wir berichteten).

Gemeinderat Josef Niedermeier (FWF) erkundigte sich nach Lizenzkosten für Computerprogramme und nach Computern für die Sitzungen. Die seien im Vermögenshaushalt enthalten, erklärte Kämmerer Bernhard Koblechner.

Für die Fraktion der ÜWG gab Gemeinderat Tobias Forstner eine Einschätzung: Er sei seit 24 Jahren dabei, aber das sei „der erfreulichste Haushalt“, darauf „können wir stolz sein“. Er bedankte sich, dass er stets in Besprechung mit einbezogen worden sei. Absehbar sei eine weiterhin hohe Rücklage und die Schuldenfreiheit im nächsten Jahr.

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Trotzdem sah er erhebliche Ausgaben bei Straßensanierungen, die auch einen Blick auf die darunter liegenden Versorgungsleitungen mit Folgekosten erfordern.

Die Beschlüsse für den Haushalt mit Finanzplan und Investitionsprogramm fielen einstimmig.

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