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Grabgestaltung und Wegepflege

Gemeinde Griesstätt will Klarheit auf dem Friedhof schaffen

Der Friedhof in Griesstätt beschäftigt derzeit den Gemeinderat.
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Der Friedhof in Griesstätt beschäftigt derzeit den Gemeinderat.

Über die Gestaltung von Grabplatten und die Pflege der Friedhofsanlage ging es in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Griesstätt. Kommunalberater Rudolf Hurzlmeier stellte verschiedene Möglichkeiten vor.

Griesstätt – Eine neue Friedhofs- und Bestattungssatzung wurde in der vergangenen Gemeinderatssitzung zusammen mit der Gebührenkalkulation für die Benutzung des Friedhofes und der Bestattungseinrichtungen durch die Kommunalberatung Hurzlmeier aus Straubing vorgestellt. Ein Beschluss konnte, auch wegen offener Fragen zur endgültigen Kalkulation, allerdings noch nicht gefasst werden. Fest steht, es wird zwar etwas teurer, insgesamt bleiben die Gebühren aber auch nach einer Neuberechnung unter denen vergleichbarer Nachbargemeinden.

Rudolf Hurzlmeier gibt Auskunft

Dass die Anwesenheit eines Fachmannes nötig war, zeigte sich schnell an Hand der Fragen, die während des Vortrags von Rudolf Hurzlmeier von mehreren Gemeinderäten gestellt wurden. Denn vor allem Klarheit soll es künftig geben, auch was den Unterhalt der Wege, das Schneeräumen oder die Nachvollziehbarkeit von Gebühren betrifft.

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Da die Gemeinde das Friedhofsgrundstück gemäß Gemeinderatsbeschluss vom 13. November 1974 von der Kirchenstiftung einschließlich Leichenhaus nur gepachtet hat, entfiele, so Hurzlmeier, eine Abschreibung. Aufgrund der Neugestaltung des Friedhofs und der Renovierung des Leichenhauses durch die Kirchenstiftung im Jahr 2011 habe aber die Gemeinde dieser eine Rückerstattung der Kosten in Höhe von 165 719 Euro geleistet. Diese Summe wurde für die Neufassung der Satzung nun in einem Anlagevermögen erfasst und Abschreibungen als kalkulatorische Kosten errechnet, denn Eigentümer bleibt weiterhin die Kirchenstiftung. Dieser Umstand war bisher unberücksichtigt geblieben, da die noch aktuelle Satzung aus dem Jahr 2010 stammt, in der diese Rückerstattung noch gar nicht erfasst werden konnte.

Auch die Art und Größe der Gräber sowie die Ruhezeiten sind künftig wesentlicher Bestandteil der Kostenbeteiligung. Bei der Gebührenberechnung für die Benutzung des Leichenhauses erfolgt nun eine direkte Kostenzuordnung.

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Im Gegensatz zu Wasser- und Abwassergebühren darf aber hier nicht alle vier Jahre nachkalkuliert werden, da bei 30 Jahren Ruhezeit die Gebühr bei Inanspruchnahme einer neuen Grabstelle fix im Voraus anfällt. Es kann also hier später nichts nachverlangt werden. Anders ist das bei den sonstigen betrieblichen Kosten. Insgesamt errechnete Hurzlmeier Betriebskosten in Höhe von derzeit 23 594 Euro pro Jahr, wovon der Löwenanteil auf die Pflege der Friedhofsanlagen einschließlich der Personalkosten entfällt. Hierzu stellten mehrere Gemeinderäte aber fest, dass die bisher veranschlagte Personalkosten von 2400 Euro pro Jahr für Wegepflege mit Unkrautbeseitigung und weitere Arbeiten wohl nicht ausreichend sein werde. 6000 Euro wurden zum Beispiel von Anton Strahlhuber (GfuG) als realistischer angesehen. Wie sich eine solche Kostenerhöhung allerdings auf die Kalkulation der Gebühren auswirken würde, konnte auf Anhieb niemand beantworten. Auch blieb offen, ob diese Arbeiten der Bauhof, eine Fremdfirma oder wer anders erledigen solle.

Beschluss soll in Sitzung erfolgen

Deshalb schlug Bürgermeister Robert Aßmus (parteilos) vor, die neuen Erkenntnisse intern nochmals einzuarbeiten. Dabei könnten auch die verbleibenden Fragen zu Farbe und Art von Grabplatten oder den genaueren Regelungen zur Haftpflicht von auf dem Friedhof tätigen Gewerbetreibenden mit besprochen werden. Da es wohl auch einen Bewerber für die Erledigung von Friedhofsarbeiten gibt, soll das gesamte Satzungspaket nun in der nächsten Gemeinderatssitzung beschlossen werden.

Rudolf Hurzlmeier zeigte sich mit diesem Weg einverstanden und versprach, die neuen Erkenntnisse noch in die endgültige Kalkulation mit einzuarbeiten.

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