Es geht auch um 5G für den Ort

Gemeinde Eiselfing geht auf Standortsuche für die Zukunft des Mobilfunks

Der Mobilfunkanbieter „Telefonica“, bekannt auch als „O2“, könnte sich einen Standort für einen Mobilfunkmast in Alteiselfing vorstellen und ist an die Gemeinde herangetreten.
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Der Mobilfunkanbieter „Telefonica“, bekannt auch als „O2“, könnte sich einen Standort für einen Mobilfunkmast in Alteiselfing vorstellen und ist an die Gemeinde herangetreten.

Der Mobilfunkanbieter „Telefonica“, bekannt auch als „O2“, könnte sich einen Standort für einen Mobilfunkmast in Alteiselfing vorstellen und ist an die Gemeinde Eiselfing herangetreten. Bürgermeister Georg Reinthaler sagt, auch in Sachen 5G müsse die Gemeinde Eigeninitiative zeigen.

Von Andreas Burlefinger

Eiselfing – Zugleich muss mittelfristig für eine bestehende Anlage in Gammersham eine neue Lösung gefunden werden, wie Bürgermeister Georg Reinthaler (Grüne) in der Gemeinderatssitzung informierte.

Gemeinde muss Eigeninitiative zeigen

Im Bereich Kerschdorf gibt es mit einem weiteren Mobilfunkbetreiber einen Pachtvertrag für einen Sendemasten. Reinthaler denkt, dass im Zusammenhang mit dem geförderten Ausbau der sogenannte 5G-Technologie mit weiteren Anfragen zu rechnen ist. „Deshalb müssen wir uns jetzt schon mit dem Thema befassen. Die Gemeinde und der Gemeinderat.“

Standortgutachten gemeinsam mit anderen Kommunen?

Michael Maier (CSU) wollte vom Bürgermeister wissen, ob er ein Standortgutachten machen wolle? „Ich würde das unterstützen“ war Maier’s Aussage dazu. Die gleiche Meinung vertrat auch Georg Lichtmannegger (UWE) der aber noch hinzufügte „dass wir da auch in den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern einsteigen müssen“. Davor möchte Manfred Bierwirth (UWE) aber wissen, „ob die Informationen zu den Strahlenbelastungen seriös sind“.

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Ulrich Hemmer (SPD) sagte zur 5G-Technologie, diese brauche zwar mehr Kapazität, „aber das Handwerk und die Wirtschaft brauchen 5G“. Den Gedanken, dieses Gutachten gleich für eine ganze Region mit Nachbargemeinden und der Stadt Wasserburg in Auftrag zu geben, brachte in der Runde Johann Herzog (CSU) ein. „Dann müssen wir nicht alleine die Kosten tragen und die Masten stehen dann vielleicht sinnvoller verteilt“, waren seine Argumente dafür.

Mehrfachnutzung eines Antennenstandortes

Georg Reinthaler nahm diesen Vorschlag auf und sagte zu, in nächster Zeit mit den Kollegen aus den anderen Gemeinden in Kontakt zu treten. „Eiselfing darf keine Zeit verlieren und muss selbst aktiv bei der Standortsuche und Standortfindung sein“, sagte der Bürgermeister. Dies empfiehlt nach seinen Informationen auch der Bayerische Gemeindetag und der Bayerische Landkreistag.

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„Dabei“, so Reinthaler, „sollte eine Mehrfachnutzung von Antennenstandorten durch verschiedene Anbieter grundsätzlich angestrebt werden“. Bauamtsleiter Laurentius Fischer fügte noch eine Information aus der Bayerischen Bauordnung an. „Ab einer Antennenhöhe – einschließlich Mast – von zehn Metern und einem Baukörper von zehn Kubikmetern Rauminhalt sind Mobilfunkmasten genehmigungspflichtig“. Einstimmig erteilte der Gemeinderat dem Ersten Bürgermeister und der Verwaltung den Auftrag, notwendigen Vorarbeiten für eigeninitiatives Handeln der Gemeinde in die Wege zu leiten.

Mobilfunk an der Turnhalle

Ebenfalls mit „dem Netz“ befasste sich ein Beratungsvorschlag, den Gemeinderat Georg Lichtmannegger eingebracht hatte. Vorgeschlagen wird ein Wlan-Hotspot bei der Turnhalle im Rahmen der aktuellen staatlichen Förderung. Schon vor vier Jahren hatte sich der damalige Gemeinderat mit dem Thema in Zusammenhang mit den Sanierungen am Rathaus beschäftigt - und nach der Beratung abgelehnt.

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Wlan-Hotspot kostet 200 Euro monatlich

Der Antragsteller begründete den erneuten Vorschlag mit höher klassigen Sportereignissen, an denen der TSV Eiselfing teilnimmt. „Von Seiten der Ligaverantwortlichen ist das Wlan eine notwendige Vorgabe“. Manuel Latein (UWE) wollte wissen, wie weit der Senderadius denn reiche. Michael Maier (CSU) stellte die Frage nach den Kosten. „Monatlich muss von in etwa 200 Euro ausgegangen werden und dann noch eigene Investitionen als Infrastrukturmaßnahme“, antwortete der zuständige Amtsleiter Oskar Pircher. Sowohl Maier al auch Latein sprachen sich gegen das Vorhaben aus: „Das ist zu teuer und dafür ist der Standort nicht zentral genug“. Diese Entscheidung wird vertagt, zunächst will der Bürgermeister mit den Verantwortlichen des TSV sprechen.

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