Gemeinde Amerang will ab 2021 wieder Rentenberatung anbieten

Das Thema Rente enthält viele bürokratische Hürden: Deshalb will die Gemeinde Amerang wieder eine Beratung anbieten.
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Das Thema Rente enthält viele bürokratische Hürden: Deshalb will die Gemeinde Amerang wieder eine Beratung anbieten.

„Es ist Gemeindepflicht, die Bürger bei den bürokratischen Herausforderungen bei Rentenangelegenheiten zu unterstützen“, findet Christian Staber (CSU). Deshalb hat das Gemeinderatsmitglied beantragt, die Rentenberatung wieder aufzunehmen. Nun soll die Dienstleistung ab Mitte 2021 wieder angeboten werden.

Von Christa Auer

Amerang – Staber zeigte sich überzeugt, dass diese Beratungsleistung stark nachgefragt werde, zumal die in Frage kommenden Personen immer mehr würden. Den Aufwand schätzt er auf zwei Stunden wöchentlich. „Inhaltlich stimme ich voll zu“, sagte Bürgermeister Konrad Linner (GLA). Allerdings läge die Rentenberatung nicht im originären Zuständigkeitsbereich der Gemeinde, sondern müsse vielmehr durch den Träger der Rentenversicherung wahrgenommen werden. Die Gemeinde erfülle hier – wie bei anderen Sozialleistungen auch – lediglich die Funktion der Antragsannahme und könne keine rechtsverbindlichen Aussagen treffen.

Gemeinde im Prinzip nicht zuständig

Dennoch habe die Gemeinde bis Anfang des Jahres Beratungsleistungen in erheblichem Umfang übernommen und eine Mitarbeiterin dafür entsprechend geschult. Aufgrund einer personellen Veränderung könne die Dienstleistung derzeit nicht angeboten werden. Es werde aber daran gearbeitet, die Rentenberatung ab Mitte 2021 wieder anbieten zu können, versicherte Linner.

Zwei Stunden pro Woche reichen nicht

Der Zeitaufwand mit zwei Stunden wöchentlich sei allerdings nicht ausreichend. Die Beratungsleistungen könnten nur von entsprechend geschultem Personal erbracht werden, die das Wissen auch stets aktuell halten müssten. Insoweit sei damit ein dauerhafter erheblicher Aufwand verbunden, den die Gemeinde aber nach Möglichkeit leisten wolle. Das habe sozialen Unterstützungscharakter, „denn Bürokratie kennt keine Grenzen“, fasste Matthias Schmid (GLA) zusammen.

Zweiter Bürgermeister Werner Fröwis (CSU) fand, dass es ein wichtiges Angebot sei, dass viele Bürger betreffe. Eine Beschlussfassung war nicht erforderlich, weil die Geschäftsverteilung innerhalb der Verwaltung alleinige Aufgabe des Bürgermeisters ist und der Antrag keine konträre Zielsetzung verfolgt.

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