Gelungene Naturschutzaktion im Eidinger Moos

Zusammenarbeit vom Bund Naturschutz und der Stiftung Attl: Gemeinsam konnte das ökologisch wertvolle Eidinger Moos von Müll bereinigt werden. re

Babensham –. Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich noch vor der Ausgangsbeschränkung durch die Corona-Pandemie zahlreiche Helfer am Eidinger Moos in der Gemeinde Babensham, um das Moor von Abfall zu befreien.

Bei der Mahd der lange nicht mehr gepflegten Flächen tauchte immer wieder Müll auf, der zum Teil in die Schilfflächen geweht worden war.

Ein Trupp der Ortsgruppe Wasserburg des Bund Naturschutz und einer Wohngruppe der Stiftung Attl trafen sich für die Aktion. Rosa Kugler vom Landschaftspflegeverband und Margit Böhm von der Unteren Naturschutzbehörde bedankten sich bei den freiwilligen Helfern. Das Eidinger Moos gehört zu den ökologisch wertvollsten Mooren der Endmoränenlandschaft im Landkreis Rosenheim. In der Biotopkartierung Bayern wird es wegen seiner wertvollen Tier- und Pflanzenvorkommen sogar als Naturschutzgebiet vorgeschlagen.

Der verlandete See ist dicht mit Schilfröhricht und Steifseggenried bewachsen, im Norden gibt es im Zentrum eine Schneidseggenried sowie einen offenen Hoch- und Zwischenmoorbereich mit den dort typischen Pflanzen, wie beispielsweise Orchideen.

Im Jahr 2017 hat ein Fachbüro eine Vogelkartierung durchgeführt. Dies ergab, dass das Eidinger Moos als Lebensraum für seltene Arten verbessert würde, wenn die Mahd wieder aufgenommen und das Schilf zurückgedrängt werde.

Im Herbst 2017 begann die Pflege, im nächsten Frühjahr brüteten bereits Kiebitze in den Feuchtflächen am Rand des Moores.

Im Herbst 2019 wurden unter Anleitung des Landschaftspflegeverbandes Rosenheim größere Schilfflächen gemäht. In den nächsten Jahren soll, so die Verantwortlichen, die Pflege fortgesetzt werden.

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