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Gegenwind – doch das Ergebnis passt

WBV-Geschäftsführer Alexander Graßl bedankte sich bei den Landtagsabgeordneten Hans Urban (Bündnis 90/Die Grünen) und Klaus Steiner (CSU) für eine lebendige Podiumsdiskussion (von links). Heinz

Wasserburg/Babensham – Viel Gegenwind und trotzdem ein erfreuliches Geschäftsergebnis – das ist das Fazit des vergangenen Jahres der Waldbesitzervereinigung Wasserburg/Haag.

Bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Brunnlechner in Babensham bei Wasserburg stand neben einer Podiumsdiskussion zum Volksbegehren „Rettet die Bienen“ ein Rückblick auf das Jahr 2018 auf dem Programm.

Im Jahr 2018 85 350 Festmeter Holz vermarktet

Geschäftsführer Alexander Graßl musste den Ersten Vorsitzenden, Ortholf Freiherr von Crailsheim wegen Krankheit entschuldigen. Der voll besetzte Saal zeigte deutlich das Interesse an der Versammlung.

Graßl skizzierte eingangs, wie die gesellschaftliche und politische Diskussion in eine „falsche Richtung“ gehe. Es sei paradox, dass einerseits die Stilllegung von Flächen gefordert werde und die Auflagen immer umfangreicher würden, gleichzeitig aber Häuser vermehrt aus Holz gebaut werden sollen und man weg von Kohle, Ölheizungen und Co. wolle. Die Folge sei, dass das benötigte Holz aus dem Ausland importiert würde.

Trotz vieler Schwierigkeiten wie schweren Wintern mit Schneebruch, dem Borkenkäfer oder der sommerlichen Trockenheit können die Waldbesitzer in Wasserburg/Haag auf ein erfreuliches Geschäftsjahr zurückblicken. Nachdem die Vermarktungsmenge bereits in 2017 mit 67 466 Festmetern „einzigartig“ gewesen sei, habe man die Menge in 2018 mit 85 350 Festmetern noch einmal toppen können. Pro Mitglied seien das rund 98 Festmeter im Durchschnitt, wobei die Betriebsgrößen der Vereinsmitglieder sehr unterschiedlich sind.

Die größte Zahl der Mitglieder – es sind 1090 – bewirtschaftet eine Fläche bis vier Hektar, nur 67 Waldbesitzer haben über 20 Hektar Wald.

Gleichgewicht: Nützen und Schützen des Waldes

Die Zugpferde bei den Hölzern seien insbesondere die Fichte und Tanne – aber man dürfe nicht alles auf eine Karte setzen, sondern müsse die Wälder mischen, so der Geschäftsführer. Zusammen mit der Tochtergesellschaft, der WBV Holzhandels GmbH, wurden rund 140 000 Festmeter vermarktet. An Industrieholz haben Verein und GmbH 9313 Festmeter verkauft, beim Hackgut waren es 57 278 Schüttraummeter. Ein Schüttraummeter Hackgut entspricht etwa 90 Litern Heizöl.

Die Gewinn- und Verlustrechnung des Vereins präsentierte Martin Neumayer von der BERATA GmbH. Demnach konnte die WBV in 2018 einen Überschuss von knapp 86 000 Euro erwirtschaften.

Josef Käsweber aus Holzmann bei Pfaffing und Johan Sperr aus Huttenstätt bei Gars wurden mit dem Waldbaupreis ausgezeichnet.

In ihrem Grußwort lobte die Landtagsabgeordnete Claudia Köhler (Bündnis 90/Die Grünen) die Waldbesitzer: „Mit Ihrer nachhaltigen Bewirtschaftung erhalten Sie die Wälder und schaffen vor Ort Wertschöpfung mit dem Rohstoff Holz.“

In einer Podiumsdiskussion ging es anschließend um das Volksbegehren „Rettet die Bienen“. Jessica Niklasson, die stellvertretende Geschäftsführerin der WBV, stellte zunächst mögliche Szenarien dar, die nun nach der erfolgreichen Abstimmung folgen könnten. Daraufhin diskutierten die Landtagsabgeordneten Klaus Steiner (CSU) und Hans Urban (Bündnis 90/Die Grünen) mit den Waldbesitzern. Dabei ging es insbesondere um das Gleichgewicht von „Nützen und Schützen“ des Waldes.

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