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JAHRHUNDERTSANIERUNG

Gedenktafeln verbergen sich hinter dem Efeu der Wasserburger Stadtmauer

Jetzt, wo die Stadtmauer vom Efeu befreit wird, kommen alte Gedenkplatten zum Vorschein, wie hier die des Ehepaars Hamberger, das in der Schustergasse 13 ein Geschäft hatte.
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Jetzt, wo die Stadtmauer vom Efeu befreit wird, kommen alte Gedenkplatten zum Vorschein, wie hier die des Ehepaars Hamberger, das in der Schustergasse 13 ein Geschäft hatte.

Die Jahrhundertsanierung der Wasserburger Stadtmauer hat begonnen. Sie bringt auch Überraschungen ans Licht.

Wasserburg – Die Freilegung der mittelalterlichen Stadtmauer vom Bewuchs durch Efeu, mit der die Jahrhundertsanierung gestartet ist, bringt nicht nur die Schönheit des Mauerwerks aus unterschiedlichen Natursteinen zu Tage – wobei besonders der Fischgrätenverband auffällt, den schon die Römer unter dem Fachbegriff opus spicatum verwendeten – sondern auch Grabinschriften, die jahrzehntelang hinter dem Blattwerk verschollen waren.

Die Ansicht des Vorplatzes von St. Jakob, gemalt 1838 von Michael Neher – rechts geht es weiter in die Schustergasse und dort ist das Eckhaus zu sehen, das in Verbindung mit der Gedenktafel steht. Das Gemälde hängt in der Kunsthalle Hamburg.S

Kletterpflanze hat Denkmal zugesetzt

Die Saugnäpfchen der Kletterpflanze haben ihnen arg zugesetzt, sodass sie erst nach einer Reinigung wieder voll entzifferbar sind. Manchmal lassen sich die Texte auch mit alten Stadtansichten in Verbindung bringen und fügen sich zu einer kleinen Hausgeschichte zusammen.

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So erinnert eine schmucklose Kelheimer Platte an das Ehepaar Anton und Josepha Hamberger, beide 1770 geboren, die in der Schustergasse 13 am Beginn des 19. Jahrhunderts ein Geschäft betrieben. Im Häuserverzeichnis von 1796 wird das Anwesen dem Handelsmann (Anton) Hamberger zugeordnet.

Ein Guckkastenblatt, das Bernd Joa zusammen mit anderen Ansichten der Stadt im Hause Kopleter/Stadler erworben hatte, zeigt dieses Eckhaus mit dem Schild „Hamberger“. Auffallend ist ein Vorsprung mit einem 3/5 Abschluss und einem entsprechend geformten Dach, wie es für den Chor kirchlicher Bauten üblich ist.

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Auch die Straßenfront zur Schustergasse weist rundbogige Fenster und eine ebensolche Türe auf, sodass man davon ausgehen darf, dass an diesem Eck zum ehemaligen Friedhof einst eine Kapelle stand, deren Existenz bislang unbekannt war. Der alte Friedhof um St. Jakob war im Juli 1803 aufgelassen worden, nicht mehr benötigte Kapellen wurden im Zuge der Säkularisation profaniert und abgerissen oder in andere Gebäude integriert. Das Guckkastenblatt zeigt den Zustand um St. Jakob vor 1826 (Einbau der Seitenportale), als Michael Neher 1838 diesen Platz malte, war der kapellenartige Anbau bereits verschwunden. (re)

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