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Gedanken machen über "Marke Haag"

Zwei Stunden debattierte der Haager Gemeinderat über die Schwerpunkte zur Gestaltung eines neuen Erkennungszeichens. Ziel im Rahmen des Citymanagements ist das künftige Markenzeichen, das dann Gemeinde, Firmen und Vereinen zur Verfügung steht.

Haag - Das "Projekt Außenwahrnehmung" erläuterte zunächst Citymanagerin Kerstin Mahrenholz in der jüngten Gemeinderatssitzung. Haag brauche eine "klare Linie der Außendarstellung", die für den Werbering "Haag aktiv" genauso gelte wie für die Gemeinde und Vereine. Daran soll man die "Marke Haag" erkennen. Dazu müsse man sich einen passenden Spruch einfallen lassen.

In drei Arbeitsgruppen, unterstützt von Gemeindegeschäftsleiter Manfred Mörwald, Baureferent Andreas Grundner, Kämmerer Christian Prieller und Notar Dr. Wolfgang Barth, sammelten die Räte Erkennungsschwerpunkte. Sissi Schätz (SPD) und Dritter Bürgermeister Egon Barlag (Freie Wähler Haag) fassten die Ergebnisse für "Freizeit, Kultur und Soziales" zusammen. Die Stärken Haags lägen in vielen Vereinen, Freibad und Hallenbad, in der zentralen Lage am Verkehrsschnittpunkt und im freizeitlichen Angebot vom Stiftungswald über die Sportanlagen bis zu den Turnhallen.

Potenzial berge der Schlossturm, aber auch der Zehentstadel. Auszubauen im Sozialbereich sei das betreute Wohnen. Als Markenzeichen dürften St.Kunigund und Geriatrie am Krankenhaus gelten. Besondere Geschichten lieferten Ritter Kuno Maier, der Stenograph Gabelsberger, die Grafschaft, Poststation und Freiham.

Heide Schmidt-Schuh setzte bei der "Ortsmitte und Ortsentwicklung" den Akzent auf Schlossturm und Hauptstraße. Zu betonen sei der städtische Charakter. Als Pluspunkte zählten die Grünflächen, zahlreichen Gasthäuser, der Gesundheitsstandort und der Bauernmarkt. Ein Hotel fehle nach wie vor. Einen Einschnitt in der geschichtlichen Entwicklung habe der große Brand gebracht.

Für "Wirtschaft und Einzelhandel" nannte Zweiter Bürgermeister Dr.Winfried Weiß (CSU) die Vielfalt der Geschäfte als Plus, dazu das historisch gewachsene Einzugsgebiet, so dass Haag heute über ein Supermarktareal und ein lebendiges Zentrum verfüge. Die Wirtschaft bereicherten Unternehmen mit überregionaler Bedeutung wie das Milchwerk Jäger, die Brauerei Unertl, die Geriatrie, das Herbstfest, der Bauernmarkt und die Märkte. Potenzial beinhalten das Moy-Areal, die Seniorenbetreuung und die Hauptstraße.

"Darauf kann Haag stolz sein", so Mahrenholz. Keinen Zweifel daran gab es, dass der Schlossturm als Haager Kennzeichen ganz oben stehen müsse. Große Bedeutung räumten die Räte ferner der 1000-jährigen Geschichte ein, dem historischen Verkehrsknotenpunkt, Kuno Maier auf seinem Schimmel und dem über Jahrhunderte gewachsenen Zentrum mit seinen Märkten. Am Bestand der Märkte hegte allerdings Bürgermeister Hermann Dumbs seine Zweifel: "Die werden verschwinden."

Josef Hederer (PWG) vermutete, die Gestaltung des neuen Haager Markenzeichens werde "wohl auf Historisches hinauslaufen". Grafschaft und Zentrum wollte Stefan Högenauer extra unterstrichen haben. Logo-Varianten mit kombinierbaren Slogans schlug Weiß vor. Nun geht die Stoffsammlung an die Agentur. Die Umsetzung bespricht die Lenkungsgruppe, um sie dann dem Rat vorzulegen. xy

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