Geburtstagsfest fällt Corona zum Opfer

Lotte Gröger lässt sich nicht unterkriegen – auch wenn das große Fest zum 80. ausfallen musste. weithofer
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Lotte Gröger lässt sich nicht unterkriegen – auch wenn das große Fest zum 80. ausfallen musste. weithofer

Wasserburg – Wie gerne hätte sie am vergangenen Sonntag aus Anlass ihres 80.

Geburtstags ein großes Fest gegeben – aber daraus wurde nichts, Corona hat es verhindert.

„Eingeladen hab‘ ich 70 Leute, ich kenne ja viele aus der Maler- und Theaterszene“, sagt Lotte Gröger. Zu dem Anlass wollte sie auch die vielen Verwandten und die Bekannten aus den Vereinen um sich haben. In Ramerberg in der Gaststätte Bichler hätten sich alle versammeln sollen. „Es hat sich zerschlagen“, bedauert sie. Nachholen will sie die Feier nicht – eine neue Gelegenheit sei der 90. Geburtstag. Lotte Gröger, eine lebenslustige und herzensgute Frau, war in jungen Jahren in der Landwirtschaft in Reitmehring tätig, wo sie, seit 1996 verwitwet, noch heute lebt: „Ich bin eine Bauerstochter.“

Der Wasserburger Stadtrat Sepp Baumann (Freie Wähler Reitmehring-Wasserburg) ist ihr Bruder. Geheiratet hat sie 1960, 1968 nahm sie eine Stelle in der Abteilung Arbeitskleidung beim Molkereibetrieb Meggle an.

Seit der Rente aktiv im Kulturleben

Ihr Berufswunsch war eigentlich Lehrerin, doch daraus wurde nichts: Im Bauernhof daheim wurde sie dringend gebraucht. Seit 2000 ist sie in Rente. Dann ging das Leben erst richtig los, zum Beispiel beim Bürgerspiel, für das sie sich engagierte.

Auch bei den historischen Stadtführungen spielte sie mit, und im Musik- und Theaterverein Attel ist sie bis heute dabei, wo sie für die Bewirtung sorgt – und das auch noch lange tun will. „Das ist richtig schön, weil so viele junge Leute dabei sind.“

Beschäftigt war sie über lange Jahre als Dozentin in der Wasserburger Volkshochschule. In ihren Kursen hat sie Malen mit Aquarellfarben unterrichtet. Und bis vor fünf Jahren fuhr sie noch Ski – auch mal in Kanada.

Lotte Gröger ist Mutter von zwei Söhnen, die mittlerweile auch schon im fortgeschrittenen Alter sind: Richard ist 61, Norbert 56. „Dann hab‘ ich noch drei Enkel und seit neuestem einen Urenkel“, erzählt sie der Zeitung.

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