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Wenn Herrchen und Frauchen ins Schnaufen kommen

Gaudi für Vier- und Zweibeiner in Amerang: Dackel zeigen, was sie drauf haben

Der neunjährige Frodo (ältester teilnehmender Dackel) absolvierte beim Wettbewerb den elegantesten Sprung durch den Reifen.
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Der neunjährige Frodo (ältester teilnehmender Dackel) absolvierte beim Wettbewerb den elegantesten Sprung durch den Reifen.
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
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Dackel sind besondere Hunde: Sie gelten als eigenwillig und schlau, als Persönlichkeiten. Und als talentiert, was sie bei einer Veranstaltung zeigten, deren Name Programm ist: bei der ersten Dackelgaudi in Amerang.

Amerang – Nach zweimaliger coronabedingten Absage konnte die Veranstaltung jetzt endlich stattfinden. Die Vorfreude im Dackelclub Chiemgau beim Planen und Organisieren war groß – und spannend, „denn wir wollten schon einen Parcours aufbauen, der attraktiv ist“, wie Vorsitzende Justine Betzl aus Amerang berichtet. Die Generalprobe zwei Wochen davor war nach ihren Angaben optimal verlaufen. Deshalb fieberten sie und ihr Team dem Tag X entgegen. Den Gedanken an schlechtes Wetter schoben alle beiseite, wahrscheinlich nicht weit genug, denn Tage vorher war die Vorhersage ernüchternd. Wieder absagen? „Wir entschlossen uns, positiv zu denken und für das Durchziehen. Und es war die richtige Entscheidung“, freut sie sich.

Sie wagten die Gaudi: Vier- und Zweibeiner, die Dackel mit den Schleifen waren die Sieger.

Morgens um 8 Uhr ging es an das Aufbauen des Parcours und der Rennstrecke. Zügig kamen dann die Teilnehmer mit ihren Hunden, meldeten sich an, zeigten den Impfpass ihres Lieblings und bekamen ihre Startnummer.

Erfreulich war nach Angaben von Betzl, dass alle Haararten, ob Rau-, Kurz- oder Langhaar, vertreten waren. Auch das Alter des Hundes spielte keine Rolle, die Spanne reichte von acht Monaten bis neun Jahren. Die Schirmherrschaft hatte Christian Baron von Stackelberg übernommen, der mit seiner Frau Silke die ersten drei Pokale stiftete. Als Trostpreis gab es einen Originalwackeldackel mit Zertifikat, gespendet von Familie Kollmannsberger vom Regionalmarkt Prien.

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Der Zweite Vorsitzende Tobias Rechenmacher übernahm die Moderation und startete das Rennen. Damit alle 20 Hunde wussten, wie der Parcours gelaufen werden muss und wann es „Strafsekunden“ gibt, absolvierte Bessi mit Frauchen Justine den Vorlauf. Bei manchem Gespann ging es ganz schnell, bei anderen nicht, da der ein oder andere Vierbeiner einfach nicht durch den Ring springen oder durch den Tunnel laufen wollte. Der Eierlauf wurde für den Hundeführer etwas einfach gestaltet, denn das Holzei lag auf einem kleinen Schöpflöffel und in welcher Hand das Ei getragen wurde, konnte der Vierbeiner selbst bestimmen.

Hunde ließen sich gerne im Schubkarren fahren

Überraschenderweise ließen sich alle Hunde gerne im Schubkarren zur Rennstrecke fahren, berichtet Betzl. Während die Hunde erholt auf den Start warteten, liefen Frauchen und Herrchen schon manchmal „schnaufend“ zum Ziel, um ihren Vierbeiner in Empfang zu nehmen.

Bettina und Stefan Dempf mit Sieger „Donat von der Schönegart“, ein jagdlich geführter Dackel, rechts Schirmherr Christian Baron von Stackelberg.

Schäferhundeverein übernahm Bewirtung

„Heilfroh waren wir, als die letzten zwei Starter, bei denen es bereits zu tröpfeln begann, ihren Lauf beendet hatten und wir uns dem gemütlichen Teil widmen konnten“, berichtet der Vorstand. Die Bewirtung übernahm der Schäferhundeverein Amerang, Mitglieder spendeten Kuchen. Dass die Dackelgaudi so erfolgreich war, verdankt der Verein nach eigenen Angaben auch dem Organisationsteam um Bettina Dempf, Christina Bissinger, Matthias Heisters und Tobias Rechenmacher.

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