Garten und Walken halten Jubilarin fit

Luise Brader feierteihren 85. Geburtstag und erhielt sogar telefonische Glückwünsche aus Australien. Richterstetter

„Ich heiße mit richtigem Vornamen eigentlich Aloisia Juliana, aber solange ich mich zurückerinnern kann, haben alle Luise zu mir gesagt“, erzählt Luise Brader anlässlich ihres 85.

Geburtstages, den sie mit Corona-Einschränkungen bei bester Verfassung feierte.

Luise Brader ist eine geborene Larasser und auf dem Breitschopf-Anwesen in Niesberg geboren. Dort ist sie mit zwei Schwestern sowie drei Brüdern aufgewachsen. Nach der Schule Maitenbeth besuchte sie die Berufsschule in Oberndorf und arbeitete danach zu Hause mit. „Ich wollte immer gerne Köchin werden und hatte auch schon eine Stelle beim Duftbräu in Aussicht, aber weil ich zu Hause gebraucht wurde, durfte ich diese nicht antreten“, erinnert sie sich mit Wehmut.

1953 lernte sie ihren späteren Mann Johann Baptist Brader beim Tanzen kennen, als dieser dort in einer Musikkapelle spielte. „1955 haben wir dann in Birkenstein geheiratet, der Kebinger Sepp hat uns hingefahren“, schildert sie ihren Hochzeitstag. Aus der Ehe gingen zwei Söhne und eine Tochter hervor, sechs Enkelkinder folgten. Heute ist sie Uroma von drei Urenkeln. Mittlerweile hat das Ehepaar sowohl die goldene als auch die diamantene Hochzeit gefeiert.

1961 wurde neben dem elterlichen Anwesen gebaut und 1962 eingezogen. „Das war eine schwere Zeit für mich, denn neben drei kleinen Kindern habe ich noch bei der Firma Fischer gearbeitet und beim Bau mitgeholfen, den wir in völliger Eigenleistung fertiggestellt haben“, blickt sie zurück.

„Früher habe ich gerne gestrickt und die Stricksachen dann hergeschenkt, aber damit habe ich vor ein paar Jahren aufgehört“, erläutert sie. Sieben Jahre habe sie einen Acker bewirtschaftet und dort alles an Gemüse für den eigenen Bedarf angebaut. „Schon mit elf Jahren sang ich im Kirchenchor und habe erst mit 60 Jahren wieder damit aufgehört. Heute halte ich mich einigermaßen mit Walken fit, bin viel im Garten und für meinen Mann da“, schildert sie ihre Hobbies.

Luise Brader war schon immer eine sehr gesellige Frau, genießt es, unter Leuten zu sein und trifft sich auch heute noch alle vier Wochen mit Freundinnen im Café. „Meine Geburtstagsfeier habe ich mir etwas anders vorgestellt. Aber angesichts von Corona habe ich mich über die vielen kleinen Geschenke, die vor der Türe lagen und die unzähligen Anrufe sehr gefreut.“ Sogar aus Australien meldete sich eine Gratulantin per Telefon. rl

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