Garser Bürgermeister-Kandidaten: „Das Begonnene gilt es fortzuführen und auszubauen“

Diskutierten gesittet:Die Bürgermeisterkandidaten für Gars mit Moderator Hans Karl (FWG Gars, links), Robert Otter (parteiunabhängig), Michael Kasenbacher (CSU), Anton Lentner (FWG Lengmoos).
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Diskutierten gesittet:Die Bürgermeisterkandidaten für Gars mit Moderator Hans Karl (FWG Gars, links), Robert Otter (parteiunabhängig), Michael Kasenbacher (CSU), Anton Lentner (FWG Lengmoos).

Ein großes Publikum fand sich anlässlich der bevorstehenden Kommunalwahl im Pfarrheim Gars ein, wo sich die Bewerber für das Bürgermeisteramt und die Kandidaten der Freien Wählergemeinschaft Gars für den Gemeinderat bei einer Podiumsdiskussion vorstellten. Weil der Andrang so groß war, musste sogar noch nachbestuhlt werden.

Von Bruno Münch

Gars – Erst als noch zusätzliche Tische aufgestellt waren, fanden alle Besucher Platz und konnte auch die Bewirtung beginnen. Die Moderation hatte Hans Karl (FWG Gars) übernommen, der zunächst die Kandidaten seiner Liste sich kurz vorstellen ließ, dann erteilte er den drei Bewerbern für die Nachfolge von Bürgermeister Norbert Strahllechner (FWG Gars) das Wort: Robert Otter (parteiunabhängig), Michael Kasenbacher (CSU) und Anton Lentner (FWG Lengmoos) bekamen damit Gelegenheit, sich in einem auf 20 Minuten begrenzten Statement persönlich für die Wahl zu empfehlen und ihre Wahlprogramme vorzustellen.

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Sie taten dies, mittlerweile schon routiniert durch vorausgegangene Vorstellungsrunden innerhalb der Marktgemeinde. Alle drei Referate wurden gleichermaßen mit zustimmendem Beifall bedacht, was auch daran liegen mochte, dass das Publikum durch Veröffentlichungen in der Tageszeitung (wir berichteten) und Postwurfsendungen der Kandidaten und Listen schon Vorwissen hatte. Gleichwohl versuchte jeder der drei Bewerber, neben den zahlreichen ähnlichen bis identischen Zielen mit eigener Aktzentsetzung zu punkten: Mit dem Motto „Freude am Menschen“, warb Robert Otter für sein Programm des guten Umgangs innerhalb der Verwaltung und zwischen Bürgermeister und den Bürgern.

Alle Ortsteile gleich betrachten

Michael Kasenbacher richtete ein besonderes Augenmerk auf offenen Dialog und die Gleichrangigkeit aller Ortsteile. Anton Lentner versprach, unter den Leitbegriffen Erfahrung, Engagement und Ehrlichkeit eine bürgernahe Politik zu machen. Einig waren sich die drei Bewerber im Rückblick auf die letzten Jahre: Bürgermeister und Gemeinderat hätten gute Arbeit für Gars geleistet, das Begonnene gelte es fortzuführen, weiter auszubauen und noch zu verbessern. Alle versprachen, sich im Fall ihrer Wahl für mehr Arbeitsplätze im Gewerbe und für mittelständische Betriebe einzusetzen, junge Familien, Schulen, Vereine und das Ehrenamt zu fördern, Bauland auszuweisen und auch Einrichtungen für ältere Mitbürger zu schaffen.

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Im Anschluss an die Kurzreferate gab der Moderator dem Publikum Gelegenheit, Fragen zu stellen, die von den Kandidaten reihum beantwortet wurden. In einem Beitrag, der zu einem eindringlichen Appell geriet, wurde auf die besondere Verantwortung des künftigen Bürgermeisters für die Gemeinde hingewiesen, der gerade das, was man an Gars schätze und was anderen Orten fehle, unbedingt beibehalten und bewahren müsse. Hingewiesen wurde auf das Problem, dass Handwerksbetriebe geschlossen würden und dass Straßen in schlechtem Zustand seien. Auch die Betreuung von Kindern in Tagesstätte und Kindergarten sowie die Jugendarbeit wurden thematisiert.

Kandidaten blieben keine Antwort schuldig

Die Partnerschaften mit Azay-le-Ferron und Gars am Kamp, Schulwegsicherheit, Gemeindebücherei, die Zusammenarbeit mit Kirchengemeinde und Kloster sowie die allgemeine Förderung des musikalischen und kulturellen Lebens waren weitere Themen, die im Gespräch mit den Kandidaten, die keine Antwort schuldig blieben, erörtert wurden. Am Ende des Abends blieb der Eindruck bei Bürgern und Kandidaten, dass in Gars ein konstruktives Miteinander, fern von kräfteverschleißenden Kontroversen in allen anstehenden Sachfragen möglich sein kann. Das zeigte nicht zuletzt der allen Beteiligten reichlich gespendete Applaus. Auf den Wahlausgang am 15. März darf man gespannt sein.

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