Raumnot bei Kinderbetreuung

Passende Grundstücke gefunden: Gars soll einen Waldkindergarten bekommen

Ein Schutzhaus in Kirchweidach, besichtigt vom Gemeinderat, könnte Pate stehen für Gars.
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Ein Schutzhaus in Kirchweidach, besichtigt vom Gemeinderat, könnte Pate stehen für Gars.
  • vonBruno Münch
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Auch in Gars könnte ein Waldkindergarten entstehen. Passende Grundstücke sind gefunden, der Gemeinderat hat sich schon Einrichtungen angeschaut und steht dem Projekt positiv gegenüber. Denn es muss auf die Schnelle Platz für weitere Kindergruppen geschaffen werden.

Gars – Da in der Marktgemeinde seit Längerem zusätzlicher Raumbedarf für Kindergarten- und Krippengruppen besteht – zwei Gruppen sind vorläufig noch in der alten Grundschule untergebracht – wurden nun dem Gemeinderat drei alternative Problemlösungen zur Beratung vorgelegt: Die erste Möglichkeit wäre, die alte Grundschule abzureißen und in einem Ersatzbau Raum für zwei Kindergartengruppen und drei Krippengruppen des Kinderhauses St. Antonius sowie für einen Mehrzweckraum zu schaffen. Die zweite Alternative wäre die Sanierung der alten Grundschule, um Kindergarten- und Krippengruppen in einem Teilbereich des Gebäudes unterzubringen.

Da eine Kostenschätzung zur Errichtung eines Neubaus in den vergangenen beiden Jahren von 4,5 auf sieben bis acht Millionen Euro gestiegen ist, sind Neubau- oder Sanierungsabsichten allerdings derzeit auf Eis gelegt.

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Von Seiten der Eltern wurde neuerdings zunehmend Interesse an einer alternativen, naturnahen Kinderbetreuung geäußert. Daher kam eine dritte Alternative ins Spiel: Errichtung und Betrieb eines Waldkindergartens mit Schutzhäusern, ein „Bauwagen-Konzept“ wurde von Anfang an ausgeschlossen. Zur Umsetzung eines solchen Vorhabens informierten sich die Mitglieder des Gemeinderats über naturnahe Kinderbetreuungsmodelle in Kirchweidach und Rechtmehring.

Mögliches Grundstück gefunden

Da die Erkundungen überzeugen konnten, so teilte Bürgermeister Robert Otter (parteifrei) mit, sei man in Abstimmung mit der Baugenehmigungsbehörde des Landratsamtes auf die Suche nach geeigneten Standorten für einen Waldkindergarten im Gemeindegebiet Gars gegangen. Mitarbeiterinnen des Kinderhauses St. Antonius wurden zudem beauftragt, eine Konzeption für diese Art von Kinderbetreuung zu erarbeiten und dabei die Voraussetzungen für eine Betriebserlaubnis zu erfüllen.

Mit den Eigentümern der benötigten Wald- und Wiesenflächen des gewählten Standorts in der Gemarkung Lengmoos bei Straß, die sich sehr kooperativ gezeigt hätten, wurden bereits längerfristige Pachtverträge entworfen, teilte der Bürgermeister weiter mit. Auch ein eventuell später notwendiger Rückbau der Schutzhäuser sei in die Überlegungen eingegangen.

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Der Architekt Dr. Stefan Hajek wurde beauftragt worden, eine Eingabeplanung zu erarbeiten und eine Kostenschätzung für die zu errichtenden Schutzhäuser vorzulegen. Fördermittel sollen bei der Regierung von Oberbayern beantragt werden. Ein Beschluss wurde nicht gefasst.

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