Nachruf

Florian Holzgassner
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Florian Holzgassner

Gars – Nach kurzer, schwerer Krankheit verstarb Florian Holzgassner, Brauer aus Au, in seinem 80.

Lebensjahr. Er wurde im Friedhof in Gars beigesetzt.

Am 17. September 1940 kam er im Weinzierl–Haus am Stampflberg in Au zur Welt. Eine wertvolle frühe Kindheitserinnerung waren für ihn die Bienen, denn Honig war in der Kriegs- und Nachkriegszeit etwas Besonderes. 1945 verlor er bereits seinen Vater, der nicht aus dem Krieg heimkehrte. Seiner Mutter Anna war er stets eng verbunden und pflegte sie bis zu ihrem Tod daheim.

Florian Holzgassner absolvierte eine Lehre als Brauer in der Kloster-Brauerei Gassner in Au, wo er 47 Jahre lang bis zur Rente arbeitete. Bierbrauen war seine Leidenschaft, das Klosterau-Dunkel und das Märzen für das Volksfest waren seine Spezialität. Mit Adelheid Wimmer aus Mößling, die er 1965 heiratete, führte er eine glückliche Ehe, die kinderlos blieb.

Mit seinem einfachen Leben war der Verstorbene stets zufrieden, er liebte die Natur und Geselligkeit. Auch der Glaube bedeutete ihm viel: Er engagierte sich in der Pfarrei und war 18 Jahre lang Kirchenpfleger in Au. Über 60 Jahre gehörte er der Marianischen Männerkongregation an. Der freundliche, humorvolle und hilfsbereite Mann liebte das Theaterspiel, das Vereinsleben und beschäftige sich viel mit der eigenen Schafzucht.

Mit seiner Frau zog er 2017 in das Betreute Wohnen in Gars, wo das Paar drei schöne Jahre verlebte. Im Frühjahr erkrankte Florian Holzgassner schwer, entschied sich aber gegen eine aufwendige Therapie mit unsicherem Ausgang. Seine Krankheit nahm er gottergeben an und schaute dankbar auf sein erfülltes Leben zurück.

Seine letzten Wochen verbrachte er auf einer Palliativstation und in einem Seniorenheim. mün

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