Ein ganzes Leben in Schatzwinkel

Der Jubilar Josef Ober: ein echtes „Schatzwinkler Urgestein“.
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Der Jubilar Josef Ober: ein echtes „Schatzwinkler Urgestein“.

Unterreit – Der „Weiler Schatzwinkel“ in der Gemeinde Unterreit ist für Josef Ober schon seit 80 Jahren Heimat.

Dort geboren, aufgewachsen und jetzt den Ruhestand genießend, kann der „Sepp“ auf ein, für ihn, gutes Leben zurückblicken. Der Geburtstag wurde gebührend im Kreise seiner Familie gefeiert. Besonders freute er sich über den von seinem Enkel aus Holz gefertigten „80er“, aufgestellt vor seinem Haus. Am 10. Juli 1940 kam der Jubilar auf dem Bauernhof seiner Eltern in Schatzwinkel auf die Welt. Da sein Vater bereits 1942 an der Front ums Leben kam und seine Mutter wieder heiratete, erlebte er seine Kindheit mit vier Halbgeschwistern. Nach der Schulzeit in Wang verdiente er sein Brot als Bauernknecht in Harpfing und in Gars am Bahnhof in einer Milchkannen-Verzinnerei. Später wechselte er in die Molkerei Meggle und war bis zur Verrentung in der Futterkalkherstellung tätig.

Im November 1962 trat er mit Lotte Berndlmaier aus Harpfing vor den Traualtar. Die Söhne Sepp und Siegfried und Tochter Elisabeth vervollständigten das Familienglück. Jetzt sind zehn Enkel und eine Urenkelin sein ganzer Stolz.

Neben der Arbeit galt seine Leidenschaft dem Stockschützensport. Als begeisterter Schütze war er viele Jahre bei Turnieren und Meisterschaften am Start. Und auch der Schützenverein Hochstraß-Eichenau schätzt ihn als langjähriges, treues Mitglied.

„Aber die Feuerwehr war ihm immer besonders wichtig“, so erinnert sich seine Frau Lotte. 22 Jahre führte er als Kommandant die Feuerwehr Elsbeth. Die jährlichen Gartenfeste wurden von ihm ins Leben gerufen. „Meine Frau hat mich da immer sehr tatkräftig unterstützt, sonst wär’s auch nicht gegangen“, erinnert er sich dankbar.

Jetzt im Ruhestand gehören die wöchentlichen Stammtischtreffen, verbunden mit einer Schafkopfrunde zum Alltag. Er hofft, dass diese Treffen nach der Coronakrise wieder aufleben werden. Zur Zeit wird als Zeitvertreib zuhause mit der Frau „gekartelt“. Die beiden freuen sich auf den jährlichen Urlaub in Südtirol, der hoffentlich in diesem Jahr nachgeholt werden kann.

Den Gratulanten schlossen sich Bürgermeister Christian Seidl und für die Pfarrei Kathrin Hinmüller an, auch die Feuerwehr Elsbeth hat einen Geburtstagsbesuch angekündigt. fim

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