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Wasserburs Sportreferent fordert Konsequenzen

Krasser Fall von Vandalismus am Löwen-Stadion: Fußballplatz als Rallyestrecke missbraucht

Tiefe Spuren im Rasen haben Unbekannte hinterlassen, die mit einem Auto den Platz an der Landwehrstraße durchpflügten.
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Tiefe Spuren im Rasen haben Unbekannte hinterlassen, die mit einem Auto den Platz an der Landwehrstraße durchpflügten.
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
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Erneut ist der Fußballplatz der Löwen an der Landwehrstraße Opfer von Vandalismus geworden. Das muss ein Ende haben, findet Sportreferent Markus Bauer. Und fordert Konsequenzen.

Wasserburg – In der Nacht von Donnerstag, 8., auf Freitag, 9. September, bretterte ein noch unbekanntes Auto in Schlangenlinien kreuz und quer über den Rasen und hinterließ dabei tiefe Reifenspuren im Grün.

TSV betroffen über die Zerstörungswut

„Dadurch wurde der Rasen beschädigt“, ärgert sich Dr. Johannes Hain, Sprecher der Wasserburger Fußballer. „Nach der Zerstörungswut im Vorjahr ist dies der negative Höhepunkt einer besorgniserregenden Entwicklung in puncto Vandalismus am Sportplatz an der Landwehrstraße 10“, so Hain. Der Bauhof der Stadt hat nach seinen Angaben Anzeige gegen Unbekannt gestellt. Die Polizei bitte um sachdienliche Hinweise.

Mehrfach war es in den vergangenen Jahren zu Beschädigungen am Altstadtstadion, Traditionsspielstätte der Löwen, gekommen: verbogene Torstangen, eingetretene Banden, zerstörte Möbel, in den Rasen gesteckte Scherben, herumfliegender Müll.

Schließung zwischen 22 und 6 Uhr?

Der Platz ist eine öffentliche Sportanlage der Stadt. Neben den Vereinen nutzen die Sportstätte auch die Schulen und Bürgerinnen und Bürger, die hier kicken oder am benachbarten Hartplatz Bälle werfen.

Wasserburgs Sportreferent Markus Bauer hatte vor etwa einem Jahr im Haupt- und Finanzausschuss bereits angeregt, den Platz zwischen 22 und 6 Uhr zu schließen. Trotzdem gab es Bedenken, vor allem von Bürgermeister Michael Kölbl, dem bei dem Gedanken, eine öffentliche Anlage abzusperren, nicht wohl ist. Außerdem wären dann Zaun und Schloss notwendig.

Der Ausschuss einigte sich darauf, die Lage weiter zu beobachten, in der Hoffnung, dass wieder Entspannung auftritt. Viele vermuteten, der Vandalismus sei auch eine Folge der Pandemie mit ihren vielen Einschränkungen, die zu Wut und Ärger geführt hätten. Fest steht wohl auch, dass bei Beschädigungen oft Alkohol im Spiel ist, hieß es.

Die Stadt setzte auf Gespräche und auf Aufklärung. Erfolglos? Der aktuelle Fall zeigt, dass der achtlose Umgang mit den Sportanlagen weiterzugehen scheint.

Die im Frühjahr geplante Aussprache zur Situation am Sportplatz hat noch nicht stattgefunden, teilt Sportreferent Bauer auf Anfrage der Wasserburger Zeitung mit. „Ich würde mir wünschen, dass wir mindestens über die Nachtsperre noch einmal diskutieren könnten. Es gibt einfach zu viel Vandalismus und das muss ein Ende haben“, fordert er. Leider gebe es „so viele Uneinsichtige, die immer über die Stränge schlagen müssen.“

Sportreferent für nächtliche Schließung

„Ein Sportplatz für alle bleibt ein Sportplatz für alle, das heiße aber auch: Man verlässt ihn, so wie man ihn vorgefunden hat. Nicht auszumalen, was passiert, wenn sich auf Grund von Scherben oder sonst etwas jemand ernsthaft verletzt“, warnt Bauer. Daher befürworte er eine nächtliche Schließung und wenn nötig eine Videoüberwachung, „um Schaden von ehrlichen Bürgern und Sportlern abzuwenden“, wie der CSU-Stadtrat betont.

Bauer kündigt an, diesbezüglich einen weiteren Antrag an den Stadtrat zu stellen.

Das sagt der Zweite Bürgermeister

Die Verwaltung hat mittlerweile reagiert. Wie Zweiter Bürgermeister Werner Gartner auf Anfrage mitteilt, wird eine Zufahrt zum Sportplatz jetzt erschwert. Der Bauhof habe im Bereich Realschule Poller, Richtung Altstadt einen Bauzaun aufgestellt. Gartner zeigt sich verärgert über den Vorfall. Er hatte angesichts der Tatsache, dass „längere Zeit Ruhe war“ auf ein Ende der Beschädigungen gehofft.

Gartner betont jedoch auch angesichts der Tatsache, dass öffentliche Sportanlagen in Wasserburg rar seien, „dass es uns wahnsinnig wichtig ist, dass die Anlage zum Kicken und Bolzen zugänglich bleibt.“

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