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Eigenes Training noch wichtiger

Das sagen Wasserburger Nachwuchs-Kicker über die deutschen Chancen bei der Fußball-EM

Matthias Eder (rechts) mit seinen Jungs vom TSV 1880 Wasserburg: Nach langer Trainingspause herrscht wieder gute Laune auf dem Fußballplatz in Reitmehring
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Matthias Eder (rechts) mit seinen Jungs vom TSV 1880 Wasserburg: Nach langer Trainingspause herrscht wieder gute Laune auf dem Fußballplatz in Reitmehring
  • Winfried Weithofer
    vonWinfried Weithofer
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Die Nachwuchs-Kicker der Wasserburger Löwen dürfen wieder trainieren. Endlich! Darüber freuen sie sich noch mehr als über die Europameisterschaft, die am Freitag, 11. Juni, startet. Mit der Wasserburger Zeitung haben die Stars von morgen über die Stars von heute und die EM-Erwartungen gesprochen.

Wasserburg – Vorbei ist die Corona-Zwangspause, es darf wieder nach Herzenslust gekickt werden. Matthias Eder (43), seit vier Jahren Trainer beim TSV 1880 Wasserburg, hat seine Jungs auf dem Sportplatz in Reitmehring zusammengetrommelt, und die brennen vor Tatendrang. Endlich wieder Fußball! Seit Monaten das erste richtige Training.

Ben Gashi, 12, seit sechs Jahren Fußballspieler und neu beim TSV 1880 Wasserburg. Seine Position ist der rechte Flügel. Die Europameisterschaft interessiert ihn sehr, er wird wohl die meisten Spiele im Fernsehen verfolgen, betont Ben. Unter der Woche werde er die Spiele aber nicht zu Ende sehen können. Den Titel werde wohl Frankreich holen. Sein Lieblingsspieler ist Kimmich, gefolgt von Goretzka.

Die Europameisterschaft mag für den einen oder anderen eine zusätzliche Motivation sein, doch man sieht: Das Erlebnis, selbst wieder mit dem Ball zu üben, ist durch nichts zu ersetzen. Die idyllische Umgebung tut ihr Übriges – die Sportanlage ist am späten Dienstag in ein stimmungsvolles Abendlicht getaucht.

Jonathan Eder, 12, Fußballer seit sechs Jahren. „Meistens spiele ich im Mittelfeld“, sagt er über seine Position. Er glaubt, dass er während der EM Spiele im Fernsehen anschaut, am Wochenende auch mal spät abends. Welche Spieler der Nationalmannschaft er kennt? Die Namen Müller, Kimmich, Hummels und Rüdiger kommen wie aus der Pistole geschossen. „Kimmich steht eigentlich immer richtig.“

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Eder betreut die Spieler der U-12- und U-13-Mannschaft, sie sind zwischen elf und zwölf Jahre alt und kommen aus Wasserburg, Reitmehring, Edling und Pfaffing. Trainieren können sie jetzt wieder mit vollem Körpereinsatz dienstags und donnerstags jeweils anderthalb Stunden. Gefeilt wird an der Technik und an der Spielintelligenz, gleichzeitig wird ihnen nach den Worten ihres Trainers beigebracht, dass kein einzelner Spieler wichtiger ist als die Mannschaft. Unterstützung auf dem Trainingsplatz erhielten die Jungs von der ersten Herrenmannschaft des TSV.

Thimo Grimm, 11, ist ebenfalls seit sechs Jahren Fußballspieler. Seine Position: Verteidigung und Mittelfeld. Spaß macht ihm der Fußball vor allem deshalb, weil er mit seinen Freunden kicken kann. Wenn er Zeit hat, will er auf jeden Fall die Europameisterschaft im Fernsehen verfolgen. Am Wochenende würde ihm seine Eltern sicher erlauben, die Abendspiele anzuschauen.

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Auch in der Coronazeit waren sie nicht untätig geblieben, es gab Online-Kurse. „Da waren sie fleißig dabei, die ziehen mit, echt toll“, schwärmt Eder, früher selber Jugendspieler in Wasserburg. Die Übungen für Körperstabilität, Beweglichkeit und Koordination hätten sich ausgezahlt, alle seien relativ fit aus der monatelangen Unterbrechung herausgekommen.

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Ausdrücklich lobt der Trainer das Verhalten seiner Jungs über den Sport hinaus: „Das ist eine echt eingeschworene Gemeinschaft, die verstehen sich gut.“

Maxim Reich, 12, spielt schon acht Jahre lang. Was ihn am Fußball fasziniert? „Das Adrenalin“, bekennt er. „Und das Toreschießen.“ Wie Thimo spielt er in der Verteidigung oder im Mittelfeld. Vorbilder in der Nationalmannschaft hat er „nicht wirklich“. Am liebsten wäre ihm, wenn Deutschland die EM gewinnt, doch auch Frankreich habe gute Chancen. Sein Lieblingsspieler: Kimmich.

Vorfreude auf Freundschaftsspiele

Bis die Wettkämpfe wieder beginnen, müssen sie sich freilich noch eine Weile gedulden, erst im September geht die Saison wieder los. Bis dahin sollen aber Freundschaftsspiele stattfinden, um Spielpraxis zu sammeln.

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Jan Kunkel, 11, ist seit acht Jahren Fußballer. Was ihm Spaß macht? „Das Gewinnen“, sagt er. „Wenn man aber mal verliert, ist es nicht so schlimm.“ Während der EM will er manche Spiele im TV anschauen, „natürlich nicht alle“. Portugal gegen Frankreich – das schon. Sein EM-Favorit ist Deutschland. „Aber ich glaube, dass Frankreich gewinnt.“ Als Lieblingsspieler nennt er ebenfalls Joshua Kimmich.

Freuen sich die Stars von morgen aus Wasserburg auch auf die Stars von heute, die ab Freitag bei der Europameisterschaft auflaufen? Die jungen Löwen berichten mit Sachkenntnis über das anstehende Großereignis. Der Trainer will freilich beobachtet haben, dass ihnen der eigene Verein dann doch mehr am Herzen liegt als die Nationalmannschaft.

Paul Menzel, 12, steht im Tor mit giftgrünem Trikot. Die Position findet er gut, „weil man das ganze Spiel von hinten im Überblick hat“. Neuer ist sein Vorbild. Mit Blick auf die EM hofft Paul, dass Deutschland den Titel holt. „Die WM 2018 lief ja nicht so gut.“ Aber es gebe einen großen Konkurrenten: Frankreich. Er wird Spiele anschauen, aber nicht, „wenn am nächsten Tag was Wichtiges in der Schule ist“

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