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Einmalige Aktion

Für verunglückten Sandro Halfter: Der WSV Zellerreit läuft einmal um die ganze Welt

Joggen
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Joggen für den guten Zweck.

Von März bis einschließlich August 2021 sammelten die Sportlerinnen und Sportler des WSV Zellerreit in einem virtuellen Wettstreit Kilometer: „Zu Fuß um die Welt“ hieß das Motto. Das alles für den schwer verunglückten Sandro Halfter.

Ramerberg – Woche für Woche kamen so viele Kilometer zusammen, denn alle WSV-Mitglieder waren hoch motiviert, insgesamt die etwa 40 000 Kilometer zu knacken und so virtuell einmal die Welt zu umrunden.

Auch die weniger Lauf- und Walking-Begeisterten waren bei dieser motivierenden Idee aus der Laufsparte des WSV sofort Feuer und Flamme, berichtet der Verein. Simon Schüller rief außerdem zur Radl-Challenge mit dem gleichen Ziel auf. Auch geradelte Kilometer wurden also fleißig gesammelt.

Ein Cent pro gelaufenen Kilometer als Hilfe

In der vergangenen Vorstandssitzung wurde außerdem beschlossen: Jeder gesammelte Kilometer soll nicht nur für eine gute Grundlagenausdauer sorgen, sondern auch noch einem guten Zweck dienen. Pro Kilometer spendet der WSV Zellerreit am Ende der Challenge einen Cent für den im vergangenen Jahr schwer verunglückten Sandro Halfter aus Schonstett.

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Am 8. Juli 2020 wollten Sandro Halfter (damals 16) und einige Freunde aus der Abschlussklasse der Realschule Wasserburg nach der letzten Prüfung gemeinsam zum Baden gehen. Der sportliche Sandro, der sehr gerne Mountainbike fuhr, im Sportverein im Fußball erfolgreich aktiv und im Schützenverein sogar schon „Kini“ war, wollte an diesem Nachmittag nur den verdienten Start in eine schöne Zeit ohne Prüfungen und Leistungsdruck genießen.

Hechtsprung in den Inn verändert das Leben

Doch alles kam anders: Bei einem Hechtsprung in den Inn an der Staustufe bei Sunkenroth schlug er heftig mit dem Kopf auf einen Felsbrocken auf. Nach einer langen Operation im Krankenhaus dann die erschütternde Diagnose: Der fünfte Halswirbel war gebrochen, das Rückenmark schwer geschädigt. In der Unfallklinik in Murnau kämpfte sich Sandro zurück in ein neues Leben mit einem inkompletten Querschnitt. Nun trainiert er täglich viele Stunden, um wenigstens ein bisschen am normalen Leben teilnehmen zu können.

Das alles kostet sehr viel Kraft und Energie, aber auch Geld. Das Haus muss behindertengerecht umgebaut werden, ein Fahrstuhl wäre für die Familie zum Beispiel eine große Erleichterung. Auch spezielle Reha-Maßnahmen und Therapien müssen privat finanziert werden, da manche Kosten von der Krankenkasse nicht übernommen werden. Jeder Cent zur Unterstützung von Sandro ist wichtig und eine gute Investition, zu der auch der WSV mit seiner „Einmal um die Welt“-Challenge“ einen kleinen Beitrag leisten möchte.

Spendensumme wächst von Tag zu Tag

Beim Wettkampf gaben alle WSVler nach der Ankündigung der Vorstandschaft noch einmal richtig Gas: Egal, ob Laufen, Walken, Spazierengehen oder auch Radlfahren – jeder Kilometer, der zu Fuß zurückgelegt wurde, wurde im Online-Portal eingetragen. Die Spendensumme wuchs damit von Tag zu Tag.

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Den Richtwert von 40 000 Kilometern schafften die WSVler zwar bei ihrer Challenge „Zu Fuß um die Welt“ nicht ganz – Ende August waren 38 288 Kilometer im Portal eingetragen – aber immerhin liegt Zellerreit auch gar nicht am Äquator, wo der Umfang der Erde mit etwa 40 000 Kilometern am größten ist. Von Zellerreit aus haben es die Sportler und Sportlerinnen zu Fuß also mit einem zugedrückten Auge sicherlich geschafft, wenn alle Teilnehmer ihre Kilometer schließlich eingetragen haben.

Radler wollen weiter strampeln

Bei der parallel organisierten Radl-Challenge war der Stand Ende August bei 64 000 Kilometern, die Radlfahrerinnen und -fahrer wollen aber noch bis Ende September weitersammeln, teilt Veronika Gacia, zweite Vorsitzende und sportliche Leiterin des WSV Zellerreit, mit. „Eine echt großartige sportliche Leistung von den WSVlern, die mit dem durch Laufen, Walken und Radeln gesammelten Spendenbetrag für Sandro kein besseres Ende haben könnte.“

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