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Hüttenwochenende dient der Eingliederung

Fünf Nationen wachsen beim Projekt der Caritas und des Alpenvereins Wasserburg zusammen

Die Jugendgruppe der Sektion des Deutschen Alpenvereins Wasserburg mit ihrer Gruppe aus fünf Nationen am Gipfel der Kaserwand.
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Die Jugendgruppe der Sektion des Deutschen Alpenvereins Wasserburg mit ihrer Gruppe aus fünf Nationen am Gipfel der Kaserwand.

Das Bergprojekt des Caritas Fachdienstes „Asyl und Migration“ und des Deutschen Alpenvereins der Sektion Wasserburg dient der Eingliederung von jungen Menschen in die Vereinsstruktur und dem Knüpfen von persönlichen Kontakten.

Wasserburg – Der Caritas Fachdienst „Asyl und Migration“ und die Jugendgruppe des Deutschen Alpenvereins Wasserburg (jdav) organisierten gemeinsam ein interkulturelles erlebnispädagogisches Bergwochenende im Wendelsteingebirge. Gemeinsam mit Mitgliedern der jdav-Gruppe verbrachten die zwölf jungen Menschen aus fünf Nationen zwei Nächte in der Selbstversorgerhütte im Oberen Arzmoos/Wendelsteingebirge. Dabei sangen, tanzten, spielten und kochten sie zusammen. So mancher lernte bayrische „Traditions-Sportarten“ wie das Maßkrugstemmen und gewann sogar dabei.

Gruppe reflektiert Erlebtes

Am Samstag ging es an den Kletterfelsen nahe der Hütte. Die Teilnehmer lernten etwas über das Material, die Sicherung und durften sich anschließend an die Wand wagen. Glücklich über die Erfolge, dem neuen Gefühl, der Erfahrung und motiviert auch andere Routen klettern zu wollen, verbrachten alle spannende Stunden am Felsen. Im Anschluss reflektierten sie, wie sich diese Herausforderung anfühlte und wie sich die Erfahrungen auch auf andere Lebensbereiche übertragen lassen.

Junge Männer sprechen über ihre Traumata

Durch die vertrauensvolle und ausgelassene Stimmung erfuhr die Jugendgruppe viel von der Lebenswelt und Fluchtgeschichte der Männer. Die oft traumatisierenden Erfahrungen sind auch heute noch immer präsent und schwierig zu verarbeiten. Sie sprachen über die Rollenbilder in den verschiedenen Ländern, den Umgang mit dem Tod, die Sorge über die politische Situation in den Herkunftsländern und über die Herausforderungen vor denen sie täglich in ihrem Leben in Deutschland stehen

Gemeinsame Begegnungen und Erfahrungen bringen einander näher

Am Sonntag bestiegen sie gemeinsam den Gipfel der Kaserwand und des Wildalpjochs. Als neue Mitglieder der Sektion Wasserburg können die jungen Männer an weiteren gemeinsamen Aktionen teilnehmen und immer auf die Leute zugehen, die sie an dem Wochenende kennenlernten. „Durch gemeinsame Begegnungen und Erfahrungen kommen sich Menschen automatisch näher. Das war eines unserer Ziele“, so Melanie Bumberger vom Fachdienst „Asyl und Migration“, die das Wochenende organisierte und erlebnispädagogisch gestaltete.

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Das Projekt dient dem Ziel, junge Menschen mit Migrationshintergrund für den Bergsport zu begeistern, persönliche Kontakte zu knüpfen und sie in die Vereinsstruktur zu integrieren. Am Ende sind sich alle einig, dass dieses Wochenende die Gruppe zusammengeschweißt und neue Einblicke sowie Erfahrungen eröffnet hat.

Die Teilnehmer bedanken sich bei der KEB München Freising, dem erzbischöflichen Ordinariat und der Umwelt und Kulturstiftung der Stadt Rosenheim, die das Projekt finanziell unterstützten.

re/BS

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