Frühlingsfest, Forensik und Freiwillige

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Maibaumaufstellen, Kommunion, Einweihungen, Double-Gewinn, Frühlingsfest, Schulabschluss und Sommerfestivals: Mehr als einen Grund zu feiern gab es im zweiten Drittel des Jahres – und auch das Wetter spielte mit.

Wasserburg– Alles neu im zweiten Drittel des Jahres: Von der Einweihung der „Villa Taube“, des Café Central, und des Neubaus der Forensik bis hin zum neuen Feuerwehrauto.

Mai

In Amerang, Schonstett, Grünthal, Zellerreit, St. Wolfgang, Eiselfing und Schnaitsee beginnt der Monat ganz traditionell mit Maibaumaufstellen.

In den folgenden Tagen setzt sich eine kirchliche Tradition fort: Die erste heilige Kommunion steht an.

Der sechste Wasserburger Lauf zugunsten des Mehrgenerationenhauses geht im Regen unter, nur die Zwergerl, die sich Unterstützung durch die Basketballerinen des TSV geholt haben, können ihren Lauf trocken absolvieren.

Die Wasserwacht plant, ihr Quartier im Burgerfeld umzubauen. 25 000 Euro will Chef Alexander Höffer von Loewenfeld ausgeben. Um die Kosten zu senken, müssen die 160 Wasserwachtler auch selbst mitanpacken.

48 000 Euro schüttet die Sparkassen-Sozialstiftung an Gruppen, Vereine und Organisationen, die sich um hilfsbedürftige und benachteiligte Menschen kümmern, aus.

Zum neunten Mal holen die Basketball-Damen des TSV 1880 den Meisterschild an den Inn, zum sechsten Mal auch den Pokal. Und sie schreiben Geschichte: Noch nie war es bisher einer Mannschaft gelungen, ungeschlagen das Double zu holen. Meistertrainer Bastian Wernthaler verabschiedet sich nach fünf Titeln in drei Jahren. Er wird Bundestrainer.

Auch in Rottmoos gibt es Grund zu feiern: Die „Villa Taube“ des Betreuungshofs Rottmoos, der sich die Betreuung von Menschen mit Hör- und Sprachschädigung zur Aufgabe gemacht hat, kann endlich eingeweiht werden.

Und noch mal feiern: Am 22. Mai beginnt das Frühlingsfest – mit Festzug, Trompeten und Kanone. Drei Schläge braucht Bürgermeister Michael Kölbl im gefüllten Festzelt.

Einen Tag später die nächste Eröffnung – das Café Central ist wieder einsatzbereit.

In Rott erweitert währendessen die Firma Alpma ihre Produktionsfläche, rund 2200 Quadratmeter mehr Arbeitsfläche steht nun zur Verfügung.

Juni

Irgendwo wird in der oder für die Stiftung Attl immer gebaut, so auch 2015. Zwischen Stadtbahnhof und Post arbeitet die Wohnungsbaugenossenschaft an einem Gebäude mit drei Wohngruppen für Schwerbehinderte.

Bürgermeister Kölbl verspricht, dass alle Kindergartenkinder im nächsten Jahr einen Platz bekommen.

Im Landkreis gibt es gleichzeitig Unterbringungsschwierigkeiten. Landrat Wolfgang Berthaler erklärt beim Informationsabend der Wasserburger CSU zur Situation der Flüchtling im Landkreis, er fühle sich von der „großen Politik im Stich gelassen“. Auch in Amerang und in Griesstätt wird nach Wohnraum für Asylbewerber gesucht.

Die Kreishandwerkschaft hat hingegen einen Grund zu feiern: Die Hälfte der Zeit, in welcher der zum Kauf der Burg aufgenommene Kredit zurückgezahlt werden muss, ist vorbei – das Bergfest steht an. Jetzt wird wieder in das Gebäude investiert, die Fassade der Burg muss saniert werden.

Den besten Mai überhaupt hatte von den Besucherzahlen her das Museum Wasserburg. Auch im Juni strahlt die Ausstellung „Veronika der Lenz ist da!“ über die Unterhaltungskultur der 20er- und 30er-Jahre weit über Wasserburg hinaus.

Die Idee einer „essbaren Stadt“ kommt im Umweltausschuss zur Sprache. Obst und Gemüse mitten in der Stadt anzubauen, das ist jedoch keine neue Idee, wie Matthias Haupt vom Stadtarchiv zu berichten weiß.

Das Inn-Salzach-Klinikum weiht seinen dritten Neubau der Forensik ein: Nach drei Jahren ist „Haus 27“ fertig. Ein weiteres Projekt, der Klinikneubau zusammen mit der Romed-Klinik Wasserburg, ist schon in Planung.

Die Klinikmitarbeiter protestieren währenddessen für mehr Personal und bessere Finanzierung.

Am alljährlichen Nationenfest lassen sich die Wasserburger kaum vom Regen stören, wie immer wird geschmaust, getanzt und gefeiert.

In Edling feiert das Schulhaus Geburtstag, in Wasserburg freuen sich 89 Schülerinnen und Schüler des Luitpold-Gymnasiums über das bestandene Abitur. 16 Abiturienten erreichten einen Schnitt von 1,5 oder besser, zweimal gab’s die Note 1,0. Auch in Gars werden 110 glücklichen und erleichterten Absolventen die Reifezeugnisse überreicht.

Juli

Der Monat beginnt poetisch. Keine genauen Regeln gibt es beim Poetry-Slam „Reimrausch“ in Staudham. Nur: Nach sechs Minuten muss der Slammer wieder weg vom Mikro sein.

Barrierefrei kann man die Altstadt nicht unbedingt nennen. Ein Stadtplan, der auf Hindernisse aufmerksam macht, soll nun Menschen mit Behinderung die Erkundung der Altstadt erleichtern.

Die Feuerwehr bekommt ein neues Löschfahrzeug – nach 34 Jahren wird das bisherige LF 8 nun abgelöst.

Trotz sommerlicher Hitze treten beim 13. Attler Lauf 745 Teilnehmer an.

Mit einem „notorischen Ausbrecher“ hat unterdessen die Wasserburger Polizeiinspektion zu kämpfen. Landschildkröte „Speedy“ landet gleich zweimal bei den Beamten. Der Schildkröte scheint das Wetter zu taugen, während der Rest Deutschlands bei Temperaturen bis zu 36 Grad ziemlich ins Schwitzen gerät.

Und nochmal Abschlussfeiern: 211 Realschüler, die Neunt- und Zehntklässler der Mittelschule, und die FOS- und BOS-Abiturienten dürfen der Schule den Rücken kehren.

Das Bayerische Rote Kreuz darf die Erweiterung der Rettungswache einweihen, pünktlich zu ihrem 20-jährigen Jubiläum.

Der Bauausschuss gibt grünes Licht: Die Köbingerstraße wird zur Fahrradstraße, mit Fahrbahnverengungen soll Rasern zukünftig Einhalt geboten werden.

120 Arbeiten von 69 Künstlerinnen und Künstlern kann der Kunstverein AK68 dieses Jahr bei der „Großen Kunstausstellung“ im Ganserhaus und im Rathaus präsentieren.

Landtagsfraktionsvorsitzender Markus Rinderspacher besucht zusammen mit Michael Kölbl die Clearingstelle für unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge am Krankenhaus. Ein zuvor erfolgter Aufruf der NPD, die Veranstaltung zu stören, verläuft sich im Nichts.

August

Die Wasserburger Mittelschule hat ein Zeichen beim Thema Inklusion gesetzt. Zusammen mit Schülerinnen und Schülern des Sonderpädagogischen Förderzentrums wurden zahlreiche Projekte angepackt. Zum Ende des Schuljahrs steht fest: Der größte Unterschied zwischen den Schulen ist eigentlich der Spielplatz.

24 Stunden waren die Nachwuchsretter von Feuerwehr, Rettungsdienst und Wasserwacht im Großeinsatz beschäftigt – alles zum Glück nur Übung.

Nicht nur in Wasserburg, auch in den umliegenden Gemeinden finden Informationsabende zum Thema „Asyl“ statt. Wasserburgs Empfangskultur zeigt sich durch zahlreiche engagierte Freiwillige.

Bei der Diskussion über den Zaun um die Mittelschule setzen sich die Anwohner durch: Die „Chill-Wiese“ wird eingezäunt.

Vor der Sommerpause legt der Kämmerer Konrad Doser einen tagesaktuellen Zwischenbericht zum Haushalt vor. Wie gewohnt: Alles bestens.

Alles bestens auch beim Inndammfest, das bei perfektem Wetter seine zahlreichen Besucher begeisterte.

Mit den Produktionen der zweiten Wasserburger Nächte ist Kulturkreisvorsitzender Christian Huber zwar zufrieden, aber finanziell bleibt leider „unterm Strich eine schwarze Null“.

Wo gibt es die meisten Hunde? Die Hundehitliste im Altlandkreis bezeugt: Maitenbeth liegt mit 15,3 Anwohnern pro Hund auf dem ersten, Eiselfing mit 26,9 Anwohner pro Hund auf dem letzten Platz.

Zum Ende des heißen Monats heizen 13 Bands beim „Kuahgartn Open Air“ am Stoa in Edling den begeisterten Fans nochmal richtig ein.

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