Freikirche will in Wasserburg bauen: Knackpunkt ist die Linksabbiegespur

Die Linksabbiegespur auf der Staatsstraße ist der „Knackpunkt“ der Planung, betonte  Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann.
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Die Linksabbiegespur auf der Staatsstraße ist der „Knackpunkt“ der Planung, betonte Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann.
  • Heike Duczek
    vonHeike Duczek
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Die Adventgemeinde Wasserburg will am Burgstall eine neue Kirche und eine Kita bauen. Das geht nur, wenn für das Vorhaben ein Bebauungsplan aufgestellt wird. Der Entwurf hat bereits öffentlich ausgelegen, mit ein paar kleinen Änderungen hat der Stadtrat ihn gebilligt. Doch es gibt noch ein Problem: die Erschließung.

Wasserburg – Fest steht: Viele Kirchenbesucher und Eltern werden die Neubauten mit dem Auto anfahren. Der Magdalenenweg und dessen Einmündung in die Staatsstraße sind jedoch nicht geeignet, den zu erwartenden Verkehr in beide Fahrtrichtungen aufzunehmen. Das Staatliche Bauamt hat deshalb mitgeteilt, nur zuzustimmen, wenn eine Linksabbiegespur auf der Staatsstraße errichtet wird. Sie ist der „Knackpunkt“ der Planung, betonte auch Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann.

Eine technische Lösung gibt es, nur wer sie zahlt, ist noch offen. Eine Linksabbiegespur würde etwa 273 000 Euro kosten, so Herrmann. Das Staatliche Bauamt finanziert sie nicht. Stadt und Bauherr, die Liegenschaftsverwaltung der Freikirche, müssen nun verhandeln, wie die Kosten aufgeteilt werden können. Die Stadt hofft, im Rahmen der Planung auch einen Fuß in der Tür zu haben bei noch fehlenden Geh- und Radwegen in diesem Bereich,so Bürgermeister Michael Kölbl (SPD).

Der Stadtrat befürwortete den geänderten Entwurf des Bebauungsplanes, der nun erneut ausgelegt wird und an die Fachbehörden geht. Nur Sepp Baumann (Freie Wähler Reitmehring-Wasserburg) stimmte dagegen.

Die Adventisten planen am Burgstall, wie mehrfach berichtet, einen Kindergarten mit Krippe. Die alte Kirche soll außerdem abgerissen werden, eine neue entstehen. Für den geplanten Neubau hat ein Grundstückstausch stattgefunden, denn das Gebäude soll näher an die Salzburger Straße heranrücken.

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Betreiberin der Kita wird das Advent-Wohlfahrtswerk, eine Wohlfahrtseinrichtung der Freikirche. Die Gesamtinvestition wird auf etwa 3,6 Millionen Euro geschätzt, 1,7 Millionen davon für Kindergarten und Krippe. duc

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