Frei-Abos der Wasserburger Zeitung für Senioren: Bürgermeister würdigt die „tolle Aktion“

Bürgermeister Michael Kölbl (Zweiter von links) bedankte sich bei den Organisatoren der OVB-Frei-Abo-Aktion: (von links) die Ideengeberin, die Seniorenbeauftragte Friederike Kayser-Büker, Awo-Vorsitzende Anne Höffer von Loewenfeld, Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Peter Schwertberger und Heike Duczek, leitende Redakteurin der Wasserburger Zeitung.
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Bürgermeister Michael Kölbl (Zweiter von links) bedankte sich bei den Organisatoren der OVB-Frei-Abo-Aktion: (von links) die Ideengeberin, die Seniorenbeauftragte Friederike Kayser-Büker, Awo-Vorsitzende Anne Höffer von Loewenfeld, Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Peter Schwertberger und Heike Duczek, leitende Redakteurin der Wasserburger Zeitung.
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„Ich habe selten eine Aktion erlebt, die eine so große Freude ausgelöst hat und auf eine so große Resonanz gestoßen ist.“ Bürgermeister Michael Kölbl ist noch immer überwältigt vom Erfolg der OVB-Frei-Abos für Senioren. Jetzt hat sich Kölbl bei der Ideengeberin und Unterstützern bedankt.

Wasserburg – 114 ältere Bürger hatten das Angebot im Lockdown genutzt. Sie konnten sich drei Monate kostenlos in der Wasserburger Zeitung über die örtliche Krisenentwicklung informieren.

Viele Leser haben sich persönlich bedankt

Mit der Aktion hatten die Ideengeberin, Seniorenbeauftragte Friederike Kayser-Büker, und die Unterstützer, das OVB-Medienhaus, die Arbeiterwohlfahrt und die Sparkasse Wasserburg, zur richtigen Zeit das richtige Angebot gemacht. Dies bewiesen Mails, Briefe und persönlich überbrachte Dankesworte von Lesern – im Rathaus und auch in der Redaktion. Noch heute wird Kölbl auf der Straße auf die „tolle Aktion“ angesprochen, berichtet er.

Jetzt, nachdem die Drei-Monats-Abo-Aktion abgelaufen ist, bedankte sich der Rathauschef bei den Akteuren – bei der Seniorenbeauftragten Kayser-Büker, der Awo-Vorsitzenden Anne Höffer von Loewenfeld, bei Sparkassendirektor Peter Schwertberger und der leitenden Redakteurin der Wasserburger Zeitung, Heike Duczek.

Brief an 1600 Bürger ab 70 Jahren

Die Aktion war rund um Ostern, als viele Senioren isoliert und verängstigt daheim waren, innerhalb weniger Tage unbürokatisch ins Leben gerufen worden. Die Seniorenreferentin hatte bei Telefonaten mit älteren Mitbürgern deutlich herausgehört, wie eingesperrt, allein und abgehängt von Informationsquellen sich viele fühlten. In einem Osterbrief wandte sich der Bürgermeister deshalb an 1600 Einwohner ab 70 Jahren: Er informierte sie über Lieferdienste der Heilig-Geist-Spitalstiftung und der Fußballer,über Beratungsstellen und Hilfsprojekte – etwa über die Möglichkeit, dank Awo und OVB-Medienhaus für drei Monate ein Frei-Abo der Wasserburger Zeitung zu erhalten.

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Verleger Oliver Döser hatte spontan zugesagt, 50 Abos zu 50 Prozent zu sponsern. Nachdem sich innerhalb weniger Tage über 100 Interessenten angemeldet hatten, weitete Döser seine Zusage noch einmal aus. Denn: „In Zeiten wie diesen ist die Versorgung mit verlässlichen Nachrichten aus der Heimat unglaublich wichtig.“

Wasserburger Zeitung hilft den Senioren während Lockdown

Die Arbeiterwohlfahrt Wasserburg, die ebenfalls 50 Prozent der Kosten für die ersten 50 Abos übernahm, holte für die Finanzierung der weiteren 64 Bestellungen die Sparkasse Wasserburg mit ins Boot. Auch Vorstandsvorsitzender Schwertberger hatte nach einem kurzen Telefonat sofort zugesagt. „Eine tolle Gemeinschaftsaktion“, würdigte er beim Rathausbesuch aller Beteiligten auf Einladung des Bürgermeisters die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt, Awo, Sparkasse und OVB-Medienhaus.

„Schnell und bedarfsgerecht“ sei in schweren Zeiten reagiert worden – dies sei in einer Kommune wie Wasserburg dank des guten Kontakts aller Beteiligten zueinander noch möglich. Die Wasserburger Zeitung habe den Senioren vor allem während des Lockdown geholfen, nicht den Kontakt nach außen zu verlieren. Kayser-Büker stellte fest, Information sei das beste Mittel in Krisenzeiten gegen Unsicherheit und Angst.

Botschaft: Stadt erklärt sich solidarisch mit den Senioren

Viele Senioren sahen im Brief des Bürgermeisters und in Angeboten wie dem Lieferservice der Fußballer oder dem Frei-Abo der Wasserburger Zeitung nach Erfahrungen der Awo-Vorsitzenden Höffer von Loewenfeld ein Zeichen dafür, „dass sie nicht vergessen werden“. Als Botschaft der Aktion sei klar herübergekommen: „Die Stadt denkt an Euch und erklärt sich solidarisch mit den Senioren.“

Irma Huber: „Ich wusste immer, was los ist in der Stadt.“

So hat dies auch die Wasserburgerin Irma Huber empfunden, die sich sehr über den Brief von Kölbl gefreut und drei Monate kostenlos die Wasserburger Zeitung gelesen hat – hier vor allem den Politikteil mit den Nachrichten zur Corona-Krise und die Lokalseiten. Die 88-Jährige hat sich nach eigenen Angaben „gut informiert“ gefühlt. „Ich wusste immer, was los ist in der Stadt.“

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