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Verschiedene Blickwinkel aber eine gemeinsame Leidenschaft

Fotogruppe Wasserburg feiert 30-jähriges Bestehen

Dieses Foto aus dem Jahr 1997 zeigt (hinten von links): Justine Betzl, Gert Graedler, Franz Kaiser, Annemarie Eser und Gerhard Ram, (Mitte von links):Gerti Zenz, Lisa Friedl, Jakob Lipp und Huber Lisi, (stehend von links): Gilbert Pinggera und Franz Schreiber.
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Dieses Foto aus dem Jahr 1997 zeigt (hinten von links): Justine Betzl, Gert Graedler, Franz Kaiser, Annemarie Eser und Gerhard Ram, (Mitte von links):Gerti Zenz, Lisa Friedl, Jakob Lipp und Huber Lisi, (stehend von links): Gilbert Pinggera und Franz Schreiber.
  • Petra Maier
    VonPetra Maier
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16 Fotografen und eine Kirche als Motiv – wer glaubt, er bekäme 16 gleiche Bilder, der irrt. Regine Richter, Vorsitzende der Wasserburger Fotogruppe, weiß warum: Jeder Fotograf hat einen individuellen Blick auf sein Motiv, wählt einen anderen Ausschnitt, eine andere Belichtung, ein anderes Format.

Wasserburg – Die Blickwinkel sind unterschiedlich, die leidenschaft ist gleich: Das hat sich in den 30 Jahren, die die Wasserburger Fotogruppe inzwischen besteht, nicht geändert. Ansonsten ist einiges anders geworden bei den ambitionierten Hobbyfotografen. Regine Richter berichtet im Gespräch mit unserer Zeitung aus dem Vereinsleben.

Zwei aktive Gründungsmitglieder

Zwei der insgesamt neun Gründungsmitglieder gehören noch heute der Fotogruppe an. Es sind Justine Betzl und Franz X. Kaiser. Die Altersspanne der 16 Vereinsmitglieder liegt zwischen 42 und 74 Jahren. Mit dem Verein zu altern, lohnt sich: Wer einen runden Geburtstag feiert, darf bestimmen, wohin der Jahresausflug der Gruppe führt. Zuletzt wurden Orte wie Verona, Wien, Straßburg, Regensburg für ein verlängertes Wochenende ausgesucht. Heuer geht es für vier Tage nach Venedig, freut sich Richter schon jetzt.

Im Frühjahr 1992 wurden an der VHS Wasserburg zwei Fotoworkshops abgehalten: „Wie fotografiere ich richtig“ und „fotografische Effekte“. Im Anschluss daran gründete eine Gruppe von neun Hobbyfotografen den Foto-Treff in Wasserburg. Jeden zweiten Mittwoch im Monat traf sich von nun an die Gruppe in den Räumen des Bürgerhauses der VHS Wasserburg.

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Der Austausch von Kenntnissen und gegenseitige Hilfe in fotografischen und technischen Fragen waren die ersten Schwerpunkte, mit denen sich die junge Interessensgemeinschaft beschäftigte. Doch schon bald war die Bearbeitung von Themen und deren kritische Betrachtung bei Bildbesprechungen Ziel jeden Treffens.

Kontakt zu anderen Fotoklubs aus der näheren Umgebung wurde hergestellt. Besonders gerne wurden Ausstellungen der Fotofreunde Glonn (Landkreis Ebersberg) besucht. „Die Führungskräfte der Glonner ermutigten uns immer wieder dazu, selbst eine Ausstellung zu organisieren“ erinnert sich Richter.

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Am 23. September 1995 war es dann soweit: M it dem Titel „Im Sucher“, trat die Fotogruppe Wasserburg aus dem Schatten ins Licht. Die Ausstellung fand im Rahmen des Aktionswochenendes zum „Tag der offenen Tür“ der VHS Wasserburg statt und dauerte nur einen Tag. Die positive Resonanz motivierte die engagierten Fotografen und neue Mitglieder konnten gewonnen werden.

Zusätzlich zu den regulären Treffen in der VHS traf man sich fortan am Wochenende zu Workshops mit unterschiedlichen Themen wie Makro-, Stillife- oder Foodfotografie. Fotowalks durch die umliegenden Städte oder in die Natur seien eine gute Gelegenheit, sich gegenseitig bei der Fotografie zu unterstützen und voneinander zu lernen.

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Zu den Präsentationen im Bürgerhaus der VHS Wasserburg kamen später regelmäßige Jahresausstellungen im Kernhaus (Amtsgericht Wasserburg) dazu. Als die Location nicht mehr zur Verfügung stand, zog die große Jahresausstellung in die Akademie der Sozialverwaltung um. Dort können bis zu 60 Fotos in heller Atmosphäre präsentiert werden.

Stellte bei der ersten Präsentation noch jeder seine Arbeiten in vorhandenen Rahmen und in unterschiedlichen Größen aus, entschied man sich vor über zehn Jahren zu einheitlichen Rahmen und Passepartouts. Das hob das Niveau der Präsentation erheblich, findet Richter. Die Jahresausstellung sei das Highlight, auf das während der laufenden Semester intensiv hingearbeitet werde, begleitet von unterschiedlichen Technikthemen.

Seit eineinhalb Jahren wird zur Schulung des fotografischen Blicks jeden Monat eine „Inspirationskarte“ gezogen. Die Aufgaben sensibilisieren die Fotografen für ein ganz bestimmtes fotografisches Thema, zu dem die Ergebnisse beim nächsten Treffen gezeigt und ausgiebig besprochen werden, berichtet Richter.

Neben den Jahresausstellungen zeigt die Gruppe stets zu Beginn des Wintersemesters im Bürgerhaus der VHS Wasserburg ihre Bilder unter dem Titel „FotoKunst“. Auch im Bürgerbahnhof in Wasserburg sind immer Fotos zu sehen, die halbjährlich ausgewechselt werden.

Technik im Wandel der Zeit

Im Laufe der Jahre hat sich in der Technik der Fotografie sehr viel getan. Als vor 30 Jahren die Treffen stattfanden, mussten ausgedruckte Fotos mitgebracht werden, aufgenommen mit einer analogen Kamera und in einem Labor entwickelt. Mittlerweile ist jeder auf digitale Fotografie umgestiegen und die analogen Apparate stehen zuhause in der Vitrine und werden nur noch für besondere Projekte hervorgeholt oder, weil man sich sentimental an die „gute alte Zeit“ zurückerinnern möchte. Die Postproduktion der Fotos findet nicht mehr in der Dunkelkammer mit vielen Chemikalien statt, sondern am Computer. Gleichgeblieben ist, dass man sich nächtelang mit der Entwicklung eines Fotos beschäftigen kann. Die Fotogruppe benutzt einen eigenen Server, auf den sie ihre Dateien hochlädt, sodass diese an den Gruppenabenden über einen Beamer gezeigt und besprochen werden können.

Besonderes Festprogramm zum Jubiläum

Nach einer zweijährigen Corona-Zwangspause wird dieses Jahr vom 17. Mai bis 29. Juli die Jubiläumsausstellung mit dem Thema „Schwarz-Weiß“ in der Akademie der Sozialverwaltung statt. Vernissage ist am Dienstag, 17. Mai, um 18.30 Uhr.

Ganz neu in diesem Jahr ist die „begehbare Ausstellung“. In Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsförderungs-Verband in der Stadt Wasserburg werden in den Schaufenstern von 25 Läden die unterschiedlichsten Motive gezeigt. Dazu gibt es ein Rätsel mit Wasserburger Einkaufsgutscheinen als Preisen.

„Summer in the City“ heißt eine Ausstellung, die im September in der Backstube Deliano zu sehen sein wird. Sie soll Fotos von der schönsten Zeit des Jahres präsentieren und damit den Sommer um einen Monat verlängern, heißt es in der Ankündigung.

Experimentelle, künstlerische und malerische Fotografie wird im Herbst in der VHS Wasserburg bei „FotoKunst“ präsentiert. Vernissage ist am Mittwoch, 14. September, um 19 Uhr.

Die aktuellen Mitglieder der Fotogruppe Wasserburg: Vorsitzende Regine Richter (vorne links) und Brigitte Langer (vorne rechts), sowie stehend (von links im Uhrzeigersinn): Margit Kopp-Brosi, Manfred Pollnow, Heidi Stiehler, Sylvia Bärlin, Christine Rußwurm, Justine Betzl, Michael Franck, Stephan Leupoldt, Peter Stetefeld, Franz X. Kaiser, Denny Becker, Andrea Hilz, Josef Schönlinner und Gerald Gradischnig.
Architektur in Lissabon – schwarz-weiß in Szene gesetzt – zu sehen bei der Jahresausstellung 2022 der Fotogruppe Wasserburg.

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